Getriebe für Servo- und Schrittmotoren mit Nema-Zwischenflansch

Die Forderung nach möglichst breiter Getriebevariabilität bei geringer Lagerhaltung war bisher meist problematisch. Für die auch in Europa bei kleineren Antrieben gebräuchlichen Motoren mit Nema-Geometrie gibt es nun eine Lösung: Getriebe, die bereits für den Anbau an Nema-Motoren vorkonfektioniert sind. Die Nema-Schnittstelle ermöglicht die passgenaue und zentrierte Montage unterschiedlicher Getriebe und Motoren, bei Bedarf auch vor Ort beim Kunden. Um beispielsweise Schrittmotoranwendern den Einsatz von Getrieben zu erleichtern, entwickelte Antriebshersteller Zeitlauf für seine Produktpalette eine Nema-Schnittstelle. Mittels eines, auf die Nema-Geometrie abgestimmten, Zwischenflansches und eines Klemmritzels lassen sich alle Standardgetriebe des Herstellers an die entsprechenden Motoren anbauen. Die durch die Bauform sichergestellte zentrische Kopplung, ermöglicht die Endkonfiguration des Antriebes vor Ort durch den Kunden. Die Gehäuse der Performax-, Noiseless- und Focus-Planetengetriebe, sowie der Flatline- und Compactline-Stirnradgetriebe werden dazu über einen dem jeweiligen Getriebetyp angepassten Zwischen- bzw. Koppelflansch mit dem Motor verbunden. Die Kraftübertragung von der Motorwelle in das Getriebe übernehmen schrägverzahnte Kupplungsritzel. Um die Lebensdauer der Getriebe von über 5.000h nicht durch Winkelfehler bei der Ritzelmontage zu beeinträchtigen, ist die Getriebe-Eingangsverzahnung als ungeschlitzte Klemmhülse ausgeführt (Bild 1). Den Kraftschluss stellt ein Klemmring sicher, der über eine Schraube vorgespannt wird. Diese Lösung deckt mit den Nema-Nenngrößen 17, 23 und 34 einen weiten Bereich der Kleinantriebe ab. Je nach Nema-Ausführung und gewähltem Getriebetyp können so Abtriebsdrehmomente von 0,5 bis 30Nm realisiert werden. Neben den unterschiedlichen Getriebeausführungen ermöglicht das Baukastensystem mit über 174 Varianten auch innerhalb der einzelnen Getriebetypen eine feinfühlige Untersetzungsabstufung.