Komponenten einer Energieverteilung wie etwa moderne Leistungsschalter verfügen heute über ein elektronisches Inneres und sind kommunikativ anbindbar. Sie lassen sich aus der Ferne parametrieren, überwachen und schalten, im Störungsfall liefern sie aussagekräftige Diagnoseinformationen. Eine angepasste Bediensoftware erschließt diese Funktionen auf komfortable Weise und erleichtert als DTM (Device Type Manager) die Systemintegration in die Leittechnik. Parametrierbare Schutzfunktion Leistungsschalter der neuen NZM-Gerätereihe von Moeller leiten die Energie zu den angeschlossenen Verbrauchern und schalten diese – etwa bei Überlast oder Kurzschluss – ab. Einsatzgebiete sind Anlagen- und Kabelschutz, Motorschutz oder Selektiv- und Generatorschutz. Kernstück eines jeden NZM bildet die Auslöseelektronik, sie erfasst die aktuellen Ströme nicht nur schnell, sondern bewertet diese auch. Beim Überschreiten der parametrierten Auslöseschwellen erfolgt die Abschaltung, das vermeidet Schäden an Maschinen oder Anlagen. Damit nicht betroffene Anlagenteile ihren Betrieb ungestört aufrechterhalten, werden in Energieverteilungen etwa ein Einspeiseschalter und mehrere Abgangsschalter hierarchisch angeordnet und deren Parametrierung aufeinander abgestimmt. Zur optimalen Abstimmung der Schalter sind die Parameter grafisch – in Form von Auslösekennlinien – darstellbar, das erleichtert die Einstellung bei der Inbetriebnahme. Effizientes Energiemanagement Aus den aktuell erfassten Strömen leitet die Auslöseelektronik weitere wichtige Betriebs- und Diagnosedaten ab. So werden etwa Lastwarnungen oder Überlasten gemeldet, folglich lassen sich frühzeitig Maßnahmen einleiten, bevor es zu einem Anlagenstillstand kommt. Fand dennoch eine Abschaltung statt, kann der Auslösegrund und die davor liegenden letzten Ereignisse (z.B. Kurzschluss, Lastwarnung, betroffene Phase, unsymmetrische Phasenbelastung eines Motors) aus der Elektronik gelesen werden. Dank dieser wichtigen Hinweise ist eine Störung zügig beseitigt. Zudem schaffen die Strom- und Statuserfassung, die Fernschaltung der Schalter und gegebenenfalls aller angeschlossenen Motorstarter die Voraussetzungen für ein tarifoptimiertes Last- und Energiemanagement. Mit dem Aufzeichnen und Protokollieren der Ströme lässt sich die genutzte Energie kostenstellenbezogen zuordnen. Das schafft Transparenz und generiert essentielle Daten für weitere Budgetplanungen. Systemintegration Per Bediensoftware stehen Ferndiagnose, Status- und Stromerfassung, Fernparametrierung und Fernsteuerung – ohne weitere Projektierung – aus einem FDT-fähigen Leitsystem zur Verfügung. Die standardisierte FDT-Schnittstelle sorgt dafür, dass sich ein DTM von Hersteller A mit einer Leitsoftware von Hersteller B problemlos versteht. Die Geräteintegration reduziert sich nun auf die Installation des entsprechenden DTMs. Das Leitsystem stellt die Kommunikation zum Gerät her, so über Profibus- DPV1 oder Ethernet/Profibus-Gateways. Alle Geräteparameter lassen sich in einer zentralen Datenbank des Leitsystems ablegen. Das vereinfacht einen Gerätetausch, denn die Parameter sind jetzt reproduzierbar auf ein Ersatzgerät zu laden. Schneller Überblick Zumeist wird das Fernüberwachen, Warten und Instandhalten der Energieverteilung von fachlich versiertem Personal über autarke Servicestationen vorgenommen. Eine solche stellt der FDT-Navigator in Kombination mit NZMDTM dar. Mit dieser – gleichsam schlüsselfertigen – Kombination lassen sich vernetze Leistungsschalter einfach via Feldbusscan einlesen und grafisch in der Topologie darstellen. Das verschafft einen schnellen Überblick, ob und wo eine Störung vorliegt und welcher Art sie ist. Das Softwarepaket ersetzt damit in vielen Fällen eine Visualisierung, die eine aufwendige Bilderstellung oder mühsame Zuordnung von Kommunikationsvariablen erfordert. Über die FDT-Schnittstelle ist das System zudem offen für weitere Geräte der Energieverteilung und Automatisierung.
Intelligente Energieverteilungen & FDT
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