Die Lederverarbeitung hat in Nettetal eine lange Tradition. Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts siedelten sich im heutigen Stadtgebiet Gerbereien an. Die Lederindustrie prägt noch heute das Bild des jahrhundertealten Handelsortes an der Eisenbahnlinie Venlo-Viersen. Zu den Traditionsunternehmen der Branche zählt auch Richard Hoffmans Lederfabrik. Seit 110 Jahren im Familienbesitz stehen das Unternehmen und seine 80 Mitarbeiter heute für eine innovative, umweltbewusste Lederproduktion. Verarbeitet werden täglich rund 1.000 Rinderhäute in einer Stärke von 1 bis 3mm zu hochwertigem, modischem Leder für Taschen und Schuhe aller Art sowie für Gürtel und sonstige Lederkleinwaren. Berührungslos und platzsparend Ein wichtiger Schritt in der modischen Veredelung der Rinderlederhälften ist das Färben. Dies geschieht in acht großen Färbetrommeln mit einem Fassungsvermögen von rund 1.800kg Leder. Das Be- und Entladen der Trommeln erfolgt manuell. Während des mehrere Stunden dauernden Färbeprozesses ändern die Trommeln regelmäßig ihre Drehrichtung, um eine gleichmäßige Färbung der Lederhälften zu gewährleisten. Sobald die Maschinen stillstehen, wird das Leder entnommen, die Trommel gereinigt und wieder beladen. Bislang waren bzw. sind immer noch einige Färbetrommeln durch ein mechanisches Schutzgitter oder eine mechanische Schranke gesichert. Aufgrund der begrenzten räumlichen Bedingungen in dem konkreten Produktionsbereich (das Gitter war aufgrund der geringen Deckenhöhe nicht hoch genug anzuheben, um bequem an der Färbetrommel arbeiten zu können) suchte man bei Hoffmans Leder nach einer platzsparenden und leichter zu bedienenden Sicherheitsvorrichtung. Die Wahl fiel auf eine berührungslos wirkende Schutzeinrichtung (BWS) von Contrinex. Eine BWS bietet allen sich nähernden Personen oder Gegenständen den gleichen Schutz. Zudem beansprucht sie weniger Raum als mechanische Schutzeinrichtungen und verbessert so die Ergonomie am Arbeitsplatz. Das bestätigt die Belegschaft bei Hoffmans Leder. \“Die Bedienung der Trommel wurde durch die neue Lichtschranke deutlich einfacher und bequemer für die Maschinenbediener. Der gesamte Be- und Entladevorgang geht dadurch schneller von der Hand\“, erklärt Jutta Bergmans, Geschäftsführerin des Familienunternehmens. Auch die Sicht auf die Maschine habe sich verbessert, da unsichtbare Infrarot-Strahlen den Lichtvorhang bilden und kein störendes Gitter mehr den Blick verstellt. Robust dank hoher Schutzart Da die Färbetrommeln nach jedem Färbevorgang zum Reinigen ausgekippt und mit heißem Wasser ausgespritzt werden, musste das in Frage kommende berührungslose Sicherheitssystem hohe Anforderungen hinsichtlich der Schutzart erfüllen. Hoffmans entschied sich für die Safetinex-Mehrstrahlsicherheitslichtschranke YCA-50R/S4-4400-G012-69K in der PNP-Version mit M12-Stecker und der Schutzart IP69K. Diese Lichtschranke ist mit einem vollständig dichten Aluminiumgehäuse statt der marktüblichen Kunststoffröhren ausgestattet und damit selbst gegen mit Hochdruck eingesetztes heißes Wasser und Reinigungsmittel gerüstet. Kombiniert ist die Lichtschranke mit dem Sicherheitsrelais YRB-0131-241, eine Typ 4/PLe-Sicherheitsvorrichtung für Sicherheitslichtschranken mit symmetrischen oder asymmetrischen Ausgängen. Es sorgt für den manuellen oder automatischen Neustart der Färbetrommel. Maschinenbewegungen sicher stoppen Die gesamte Maschine bildet eine U-Form. Die Lichtschranke schützt die vordere offene Seite – einen Bereich von 200cm in der Breite und 80cm in der Tiefe – vor dem Eindringen von Körperteilen oder ganzen Personen. Die Schutzfeldhöhe beträgt 123,2cm und wird von vier Strahlen mit einem Abstand von je 40cm abgedeckt. Der Erfassungsbereich der sich ständig selbst kontrollierenden Lichtschranke ist im Bereich von 1 bis 15m bzw. 10 bis 50m frei konfigurierbar. Registrieren die Sensoren im laufenden Betrieb einen Fremdkörper zwischen dem Sender und dem Empfänger der Lichtschranke, fungiert diese wie ein Not-Aus-Schalter und stoppt umgehend die Drehbewegung der Trommel. Hoffmans konnte für diesen speziellen Fall auf eine BWS von Contrinex zurückgreifen, weil der abzusichernde Prozess sofort und in jeder Betriebsphase beendet werden kann. Auch besteht beim Färbeprozess keine Verletzungsgefahr durch Hitze, Strahlung oder von Anlagen ausgeworfenes Material. Das Sicherheitsniveau einer Lichtschranke hängt wesentlich von der korrekten Installation ab. \“Ein Sicherheitssystem wie das bei Hoffmans Leder installierte ist nur dann wirkungsvoll, wenn es nicht umgangen werden kann\“, erklärt Arno Stracke, Sensorikspezialist der deutschen Contrinex-Niederlassung. Kann sich ein Gegenstand oder eine Person über den Strahl hinweg oder unter ihm hindurch bewegen, ist die BWS wirkungslos. Dagegen muss die BWS so weit von allen beweglichen Teilen der Maschine entfernt installiert sein, dass jede Bewegung sicher gestoppt ist, bevor Personen oder einzelne Körperteile die Gefahrenzone erreichen. Zum Nachrüsten geeignet Wie der Fall von Hoffmans Leder zeigt, eignen sich berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen wie die Safetinex-Mehrstrahllichtschranken gut zur schnellen, sicherheitstechnischen Nachrüstung bestehender Anlagen. Wie alle Schutzeinrichtungen aus dem Safetinex-Programm der Schweizer entsprechen auch die Mehrstrahlsicherheitslichtschranke YCA-50R/S4-4400-G012-69K der höchsten Sicherheitskategorie 4 und dem Performance Level e nach EN ISO13849-1 sowie Typ 4 nach IEC64196-1 und -2.
Lichtschranke erhöht Ergonomie am Arbeitsplatz
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