Marktübersicht: Bedieneinheiten mit grafikfähigem Display

Im Maschinen- und Anlagenbau werden für das Bedienen und Visualisieren vermehrt Geräte mit grafikfähigem Display eingesetzt. Bei einfachen Anwendungen kann jedoch auf eine grafische Darstellung verzichtet werden. Hier genügen textbasierte Bediengeräte, schon allein aus Platz- und Kos­tengründen. Bei größeren und komplexeren Betriebsabläufen ist es dagegen erforderlich, das Bedienpersonal mit mehr Informationen zu versorgen, sodass eine optimale Steuerung der Maschine oder Anlage sowie eine schnelle Reaktion auf Fehler und Störungen möglich sind. Durch die grafische Darstellung kann z.B. die Zeit vom Auftreten eines Fehlers bis zu seiner Beseitigung reduziert werden, da der Bediener sofort den Ort der Störung erkennen kann. Stillstandszeiten werden somit verringert. Je nach Komplexität der Anwendung stehen verschiedene Größen von Displays zur Verfügung. Weiterhin unterscheiden sich die Displays in Auflösung, Farbenanzahl, Hintergrundbeleuchtung, Leuchtstärke usw. Die Bedienoberflächen lassen sich individuell an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Hierfür gibt es z.B. Einlegestreifen für die Tastenbeschriftung. Die Geräte besitzen eine gewisse Anzahl an frei belegbaren und fest vergebenen Funktionstasten. Einige Varianten haben sogar Spezialtasten. Hierzu zählen z.B. Zustimmtasten, Not-Aus-Schalter, Schlüsselschalter oder Drehschalter usw. Die grafikfähigen Anzeigen können Trends bzw. Histogramme, Liniendiagramme, Symbole, Alarme und Text darstellen. Rezepturen, Texte oder Änderungen im Programmablauf lassen sich direkt über die Tastatur eingeben. Merkmale Die Bediengeräte sind sozusagen die Dolmetscher zwischen Mensch und Maschine. Die wichtigsten Eigenschaften sind die komfortable, leichte Bedienbarkeit, eine deutliche und klare Anzeige von Messdaten, Betriebszuständen usw., eine genaue Meldung im Fehlerfall und letztendlich das notwendige Interface. Durch eine integrierte Bedieneinheit besteht die Möglichkeit des direkten Eingriffs im Fehlerfall oder – bei Bedarf – der schnellen Änderung von Programmabläufen oder Parametern. Durch widerstandsfähige Frontfolien oder Schutzhauben und ihre kompakte Bauweise sind die Geräte für den rauen Industrieeinsatz geeignet. Die Displayoberflächen benötigen hier eine hohe Kratzfestigkeit. In einigen Anwendungsgebieten wie z.B. in Nutzfahrzeugen spielt auch die Schock- und Vibrationsbeständigkeit eine wichtige Rolle. Für Applikationen, die nur kurze Ausfallzeiten erlauben, sind die Diagnosemöglichkeiten von Bedeutung. Da wir in der Marktübersicht über Text-, Großanzeigen und Bedieneinheiten über 490 Produkteinträge haben, beschränken wir uns auf die Bedieneinheiten mit grafikfähigem Display mit integrierter Bedieneinheit. Die gesamte Produktpalette aus dem Bereich Bedienen und Beobachten können Sie wie immer online einsehen. Außerdem befindet sich in diesem Heft eine Marktübersicht zum Thema Bedienen und Beobachten im Ex-Bereich. (hsc)