Wird das Fußpedal eines Sicherheits-Fußschalters bis zu einem Druckpunkt betätigt, berühren sich die Schließerkontakte. Erst dann kann die Maschine starten. Bei einer plötzlich eintretenden Gefahrensituation wird das Fußpedal über den Druckpunkt hinaus bewegt, und ein oder mehrere zwangsöffnende Kontakte werden geöffnet, und außerdem wird bei einigen Sicherheits-Fußschaltern der Schaltzustand mechanisch verriegelt. Dadurch greifen die vorhandenen Sicherheitsfunktionen wie z.B. ein Sicherer Halt, Sicherer Betriebshalt oder eine Sicher reduzierte Geschwindigkeit. Durch die Verriegelung bleibt der Schalter ausgeschaltet, auch wenn der Fuß vom Pedal genommen wird. Damit vermeidet man ein unkontrolliertes Wiederanlaufen oder einen Neu-Start beweglicher Maschinenteile. Falls die Gefahrensituation nicht mehr besteht, lässt sich der Sicherheits-Fußschalter durch einen Druckknopf wieder entriegeln. Bei Schaltern ohne Verriegelung ist ein erneuter Start der Maschine nur möglich, wenn der Fußschalter losgelassen und erneut betätigt wird.
Fußschalter-Varianten
Fast alle Sicherheits-Fußschalter haben eine robuste Schutzhaube, um eine versehentliche Betätigung zu verhindern. Die Abdeckung ist dabei so groß gewählt, dass auch Sicherheitsschuhe hineinpassen. Eine erweiterte Sicherheits-Fußschalter-Variante bilden die zweipedaligen Fußschalter. Dadurch lassen sich z.B. zwei verschiedene Maschinen im Wechsel starten. In der Regel beeinflussen die Sicherheits-Fußschalter elektrische Stromkreise. Es gibt jedoch auch Ausführungen für pneumatische Anwendungen, die dann Ventilfunktionen beeinflussen. Eine weitere Fußschaltervariante eignet sich für den explosionsgefährdeten Bereich. Den unterschiedlichen Umgebungsanforderungen zeigen sich die Sicherheits-Fußschalter mit unterschiedlichen Schutzarten bis IP66 (staubdicht und strahlwassergeschützt) gewachsen. (ghl)





















