Die Sicherheit von Mensch und Maschine muss innerhalb einer Anlage jederzeit gewährleistet sein – nicht nur im Normal- bzw. Automatikbetrieb. Auch bei der Inbetriebnahme, Programmierung, Prozessumstellung oder bei der Fehlerbehebung steht der Personenschutz an erster Stelle. Bei diesen Arbeiten wird die Wirkung der \’normalen\‘ Schutzeinrichtung aufgehoben. Hier sorgen Zustimmtaster für den notwendigen Personenschutz. Es gibt zwei- und dreistufige Ausführungen. Bei der zweistufigen Variante (Aus-Ein) kann der Bediener nur dann eine Maschinenbewegung starten, wenn er den Zustimmtaster betätigt und ihn in dieser Stellung hält. Gestoppt wird die Bewegung erst beim Loslassen. Da aber oftmals der Fall eintritt, dass der Bediener den Taster in einer Notsituation nicht loslässt, sondern verkrampft festhält, wird in vielen Normen die dreistufige Ausführung (Aus-Ein-Aus) gefordert. Bei dieser Ausführung wird die Maschinenbewegung nicht nur beim Loslassen (Stufe 1) gestoppt, sondern es kommt auch bei einem festen Durchdrücken (Stufe 3) zum Stillstand. Durch leichtes Drücken (Stufe 2) des Zustimmtasters wird die Maschine freigegeben. Bei dreistufigen Zustimmtastern dürfen die Kontakte bei der Rückstellung von Stufe 3 nach Stufe 1 nicht geschlossen werden. Damit ist eine kurzzeitige Aktivierung der Maschine ausgeschlossen. Bei Benutzung zweistufiger Zustimmtaster muss zusätzlich sichergestellt sein, dass der Bediener im Notfall eine in der Nähe befindliche Not-Aus-Einrichtung aktivieren kann. Für welche Art von Zustimmtaster man sich letztendlich entscheidet, ist stark vom Anwendungsbereich abhängig. In den Schaltelementen werden häufig Zwangsöffner verwendet, um immer ein sicheres Trennen der Schaltkontakte zu gewährleisten. Eine zusätzliche Erhöhung der Sicherheit bietet die Benutzung von je zwei Zwangöffner- und Schließer-Kontakten. Diese zweikanalige Auslegung sorgt dafür, dass bei einem Ausfall eines Kanals die Funktion immer noch sichergestellt ist. Elektrischer Anschluss Für den elektrischen Anschluss der mobilen Zustimmtaster bieten die Hersteller verschiedene Leitungslängen und Leitungstypen an. Inzwischen haben sich steckbare Anschlüsse bewährt. So müssen die Zustimmtaster nicht permanent angeschlossen sein und können bei Bedarf eingesteckt werden. Des Weiteren gestaltet sich der Austausch im Falle eines defekten Tasters wesentlich einfacher. Ergonomie und Design Da es oftmals vorkommt, dass der Bediener die Zustimmtaster über eine längere Zeit in der Hand halten muss, ist ein geringes Gewicht eine Anforderung, die erfüllt sein sollte. Auch die einfache Handhabbarkeit und ein ergonomisches Design sind wichtig. Auf den folgenden Seiten sind unterschiedliche Ausführungsformen von Zustimmtastern zu finden. Bei den meisten Modellen handelt es sich um mobile Griffschalter. Auch mobile Steuergehäuse mit eingebautem bzw. integriertem Zustimmtaster sind in der Tabelle aufgelistet. Bei vielen Ausführungen bieten die Hersteller durch einen flexiblen Aufbau die Realisierbarkeit von kundenspezifischen Gestaltungswünschen. Die Geräte besitzen auch zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten. Zum Zubehör gehören z.B. Schlüsselschalter, Stopp-Befehlseinrichtungen oder LED-Anzeigen. Fazit Wesentliche Auswahlkriterien für einen Sicherheits-Zustimmtaster sind Sicherheitsstandard und leichte Handhabbarkeit. Die Geräte müssen ein geringes Gewicht haben und eine gute Ergonomie besitzen. Außerdem ist eine einfache Anschlusstechnik wichtig, da die Zustimmtaster teilweise nur zeitweise benötigt werden. Ob die Ausführung zwei- oder dreistufig gewählt wird, ist, wie schon erwähnt, stark von der Anwendung und den jeweils geforderten Sicherheitsnormen abhängig. Wenn Sie für Ihre Maschine, Anlage oder Roboter den geeigneten Zustimmtaster für Service, Wartung, Prozessbeobachtung oder Testbetrieb suchen, werden Sie mit Sicherheit auf den folgenden Seiten fündig. (hsc)
Marktübersicht: Sicherheits-Zustimmtaster
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