Für die Internationale Leitmesse Motion, Drive & Automation (MDA) erwartet die Deutsche Messe AG dieses Jahr rund 1.300 Aussteller aus über 70 Ländern. Das teilte der Veranstalter auf einer Pressekonferenz in Stuttgart mit. Mit ca. 50.000m² Netto-Ausstellungsfläche ist die MDA einer der größten Bereiche der Hannover Messe. Sie umfasst die elektrische und mechanische Antriebstechnik sowie die Hydraulik und Pneumatik. Wie Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter Hannover Messe bei der Deutschen Messe, mitteilte, verzeichnet die MDA mit der Anzahl an Ausstellern 5% mehr als noch 2005. Das sei umso beachtlicher, da einige Aussteller von der MDA aus dem Antriebsbereich in den jährlichen Rhythmus der Factory Automation gewechselt sind. Diese Firmen bleiben der Hannover Messe zwar erhalten, sind allerdings 2007 numerisch nicht mehr der MDA zugeordnet. International wie nie Wolfgang Pech erklärte: \“Ich glaube, es gibt keine Messe innerhalb der Hannover Messe, die so international ist wie die Motion, Drive & Automation. Wir haben einen Auslandsanteil von 70%, das ist wirklich enorm.\“ Denn nach Deutschland werden Italien, China, Taiwan und die USA die größten Ausstellerkontingente stellen. Italien wird mit ca. 240 Ausstellern vertreten sein, China mit ca. 230. Aber auch Taiwan und Indien können sich mit ca. 50 bzw. ca. 18 Ständen sehen lassen. Aus den USA kommen ca. 50 Firmen. \“Aus Deutschland kommen rund 400 Aussteller\“, sagte Pech, \“im Vergleich zu 2005 bedeutet das für die MDA zwar ein Minus von 10%.\“ Doch die fehlenden Aussteller blieben der Hannover Messe teilweise erhalten und sind in den Hallen 14 und 15 der Factory Automation zu finden. Beispielsweise die Unternehmen SEW, Lust, Control Techniques und Stöber seien auf eigenen Wunsch in den jährlichen Rhythmus gewechselt. Trendthemen der MDA Aufgrund steigender Energiepreise und der Debatte um den Klimawandel wird das Thema Energieeffizienz in der Automatisierung immer wichtiger. Deshalb widmet sich auch die Motion, Drive & Automation diesem Thema – unter dem Motto Energy Saving Drives. \“Innovative und kostensparende Motoren, Getriebe und Kupplungen tragen zur effizienten Nutzung der Energie bei und werden auf der MDA zu sehen sein\“, erklärte Pech. Wie Peter-Michael Synek, Forum Mechatronik im VDMA und Projektkoordinator CMS, mitteilte, werden Produktionssysteme an der Belastungsgrenze betrieben: \“Die Folge kann eine erhöhte Störanfälligkeit der Produktionsmaschinen sein. Eine höhere Produktivität, Anlagenverfügbarkeit und Automatisierung müssen daher einhergehen mit einem hohen Maß an Zuverlässigkeit und Sicherheit.\“ Deshalb sei eine vorausschauende Instandhaltung, das Condition Monitoring, zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor geworden. \“Diese Überwachungssysteme sind wichtige Hilfsmittel, um Schäden, ungewollte Stillstände und damit verbundenen Umsatzausfall zu vermeiden.\“ Aber wer Condition Monitoring- Systeme einsetzen will, muss auch an Lifecycle-Management und Total Cost of Ownership denken. \“Lebenszyklusorientierung sowie die Nutzungsdauer und Intensivierung der eingesetzten Maschinen und Anlagen stellen strategische Kriterien in den Unternehmen dar\“, erklärte Synek, \“Lifecycle-Cost-Betrachtungen schaffen die Voraussetzung, um die tatsächlichen Lebenszykluskosten – von der Idee bis zur Entsorgung – zu betrachten oder zu bewerten.\“ (afs)
Motion, Drive & Automation: Energiesparend antreiben
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