Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie und einer Ingenieurgesellschaft (SPS-Magazin 6/2008, S.144) zeigte eine erhebliche Kluft zwischen den Erwartungen und den tatsächlichen Erfahrungen mit Radio Frequency Identification (RFID). Es mangelte bei der RFID-Einführung an der Integration von Prozessen, genauen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und technischem Fachwissen. In einem kleinen Teilbereich lösen dabei optische und RFID-Systeme (Radio Frequency Identification) gleichartige Aufgaben, z.B. die Identifizierung eines Werkstücks anhand einer eindeutig zugeordneten Nummer. Während der optische Code aber unveränderlich bleibt, kann ein RFID-System Transponder verwenden, die ein Wiederbeschreiben mit bestimmten Daten zulassen. Dadurch können z.B. Fertigungsstatus, nächster Bearbeitungsschritt sowie Prüfungsergebnis dezentral gespeichert werden. Damit steigen auch die Anforderungen an den Mobilen Datenspeicher (MDS) z.B. hinsichtlich der Speicherkapazität und der Übertragungsgeschwindigkeit der Daten. Mit dem Wunsch nach einer direkten Werkstückkennzeichnung kann man den Datenträger auf die reine Identifizierungsaufgabe mittels eines Referenzcodes einschränken. Dann ist jedoch die Anbindung an eine zentrale Datenhaltung mit möglicherweise globalem Zugriff erforderlich. Dafür ist eine sorgfältige Projektierung notwendig, auch ohne Berücksichtigung der technischen Besonderheiten wie Schreib-/Lesereichweite, Selektivität bei eng neben einander liegenden Werkstücken sowie Auswirkungen von Umgebungseinflüssen auf die Sende-/Empfangsqualität. Die optimistische Prognose für den weiteren Einsatz von RFID-Systemen stützt sich nicht nur auf verbesserte Komponenten wie z.B. robuste Ganzmetall-RFID-Systeme, sondern auch auf neue Applikationsbeispiele z.B. aus der Materialflusssteuerung. So lassen sich Materialbehälter mit einem robustem Transponder versehen; über seine eindeutige Zuordnung werden dann alle hinzugefügten Rezeptur-Bestandteile in einer Datenbank zentral dokumentiert. Bei sorgfältiger Vorbereitung bilden die RFID-Systeme somit eine stabile Grundlage für automatisierte Vorgänge wie den unterschiedlichen Produktionsabläufen. (ghl)
Produktübersicht: Identifikationssysteme
Zur Identifizierung in automatisierten Abläufen dienen vorwiegend optische und RFID-Systeme. Stärken und Schwächen optischer Identifikationssysteme sind hinlänglich bekannt. Wie kommt es aber, dass RFID-Systeme, obwohl sie seit über zwei Jahrzehnten im Einsatz sind, erst allmählich eine stärkere Verbreitung erfahren?
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