Programmierbare Feldbus-Encoder für Ethernet/IP

Der Singleturn-Encoder AFS60 und der Multiturn-Encoder AFM 60 von Sick sind frei programmierbare und somit flexibel einsetzbare robuste Absolut-Encoder. Darüber hinaus bieten die Encoder einen Mehrwert durch umfangreiche Diagnosemöglichkeiten, mit denen sie die Ausfallsicherheit und die Anlagenverfügbarkeit steigern. Der Katalogdistributor Distrelec Schuricht hat die Ethernet-basierten Encoder von Sick bereits in sein Programm aufgenommen. Die rotativen Sensoren zur Weg-, Winkel-, Geschwindigkeits- und Positionserfassung eignen sich für Hersteller und Integratoren von Handlingssystemen, Produktionsmaschinen, Drucksystemen sowie Mess- und Prüfeinrichtungen. Ein Beispiel sind Intralogistiklösungen. So lassen sich die Messwerte der Encoder in der Karton- und Palettenfördertechnik zur Ermittlung der Länge und Breite von Objekten einsetzen. Erst eine präzise Erfassung der Transportgeschwindigkeiten durch Encoder ermöglicht hier die Synchronisation und Verkettung unterschiedlicher Materialflussmodule für eine reibungslose Objektübergabe. In der Sortertechnik sorgen die Encoder als wesentliche Bausteine zertifizierter Volumenmesssysteme für eine verbesserte Sortiergenauigkeit und damit eine präzisere Datenbasis, z.B. für Frachtabrechnungen. Fahrerlose Transportsysteme sind ein weiterer Einsatzbereich: Hier dienen die Daten der Encoder als Basis für die navigationsunterstützte Positionserkennung und zur streckenabhängigen Umschaltung der Schutz- und Warnfelder von Sicherheitslaserscannern. Mehrwert durch Diagnose Die flexible Einsetzbarkeit hilft Anwendern dabei, Lagerhaltungs-, Montage- und Wartungskosten zu sparen. Darüber hinaus bieten die Ethernet-Encoder AFS60 und AFM weiteren Mehrwert – dafür sorgt die Vielzahl integrierter Diagnosefunktionen. Dazu gehört beispielsweise die Überwachung der Temperatur im Inneren der Encoder. Beim Erreichen vorgegebener Minimal- und Maximalgrenzwerte weist die Steuerung automatisch auf einen möglicherweise kritischen Betriebszustand hin. Zusätzlich sind die Encoder mit je zwei Betriebsstundenzählern ausgestattet. Der erste startet beim Anlegen der Spannung, der zweite zählt die tatsächlichen Wellendrehungen. Der aktuelle Betriebszustand der beiden Ports, der Encoder-Funktion sowie des Datentransfers werden über fünf Duo-LEDs direkt am Encoder angezeigt. Ebenfalls überwachen lassen sich programmierbare Positionsgrenzwerte, z.B. für Nockenschaltfunktionen. Abgerundet wird das Diagnosepaket durch die Erfassung der Geschwindigkeit bzw. Drehzahl zum Schutz des Encoders und der gesamten Anlage vor Überlastungen. Aktive Fehlererkennung Die Absolut-Encoder bringen für ihren Einsatz die so genannte DLR-Funktionalität (Device-Level-Ring) mit. Dabei versendet der Encoder zur Netzwerküberwachung über den Dual-Port-Switch in kurzen Intervallen kleine Datenpakete, sogenannte Beacon Frames. Auf diese Weise testet das Gerät permanent und aktiv die Verfügbarkeit der Netzwerkteilnehmer und der Verbindungen zwischen ihnen. Bei einem Fehler wird durch einen Richtungswechsel der Beacon-Frame-Übertragung in weniger als 3ms die Kommunikation zwischen den Geräten und der Steuerung wieder hergestellt. Erleichterte Maschinenintegration Der Multiturn-Encoder AFM60 Ethernet/IP verfügt mit der Rundachsfunktion über ein weiteres Merkmal, das den Zeit- und Kostenaufwand für die Maschinenintegration reduziert. Die Rundachsfunktion ermöglicht die Darstellung der Schritte pro Umdrehung als Bruchwert und ist u.a. bei Rundtischen sowie Antrieben mit Unter- oder Übersetzungsgetrieben erforderlich. Dabei wird im Encoder die Gesamtzahl der Schritte in Beziehung zum Übersetzungsverhältnis, z.B. eines Drehtisches, gesetzt. Aufgrund der Auflösung pro Umdrehung können Positionswerte als Dezimalzahl mit Kommastelle dargestellt werden. Maschinenbauern erspart die Rundachsenfunktion Getriebekalkulationen und Steuerungsprogrammierung und damit Kosten bei der Installation, Wartung und für den Service.