Teleservice-Box für temporäre Zugriffe
Weltweit sind rund 2500 Pfiffner-Rundtaktmaschinen in Betrieb, wobei die meisten Anlagen netzwerktechnisch noch nicht erreichbar sind. Um im Service-Fall oder bei Umrüstarbeiten auch hier einen Fernzugriff zwecks Unterstützung des Technikers vor Ort zu ermöglichen, hat der Maschinenbauer eine Teleservice-Box entwickelt. Die Box umfasst zusätzlich zum Security-Router FL MGuard einen WLAN-Router FL WLAN 5100 von Phoenix Contact. Somit kann die temporäre Internet-Anbindung der Maschine entweder über Ethernet-Patchkabel oder durch Ankopplung an ein kundenseitiges WLAN-Netzwerk realisiert werden. Nach der Beendigung des Service-Einsatzes wird die Box einfach an den nächsten Wartungsort mitgenommen.
Fazit
Die Verwendung einer Internet-basierten Fernwartung mit sicheren VPN-Verbindungen bringt sowohl dem Hersteller als auch dem Betreiber der Pfiffner-Bearbeitungszentren Vorteile. Dazu zählt neben der schnelleren Reaktion im Fehlerfall durch den direkten Zugriff auf die Anlage und damit der Minimierung von Stillstandzeiten ebenfalls die Reduzierung der Service-Kosten, weil kostspielige Einsätze vor Ort entfallen. Dies sind Kriterien, die insbesondere bei der Massenteil-Fertigung durch die Rundtaktmaschinen eine entscheidende Rolle spielen.
Bei der Network Address Translation (NAT) handelt es sich um eine Router-Funktion, die die internen Adressen der Netzwerk-Geräte in eine WAN-IP-Adresse übersetzt. Die Sonderform 1:1-NAT kommt dann zum Einsatz, wenn mehrere identische Subnetze an ein überlagertes Netzwerk angekoppelt werden sollen. Zu diesem Zweck werden die Subnetze in eindeutige individuelle Adressbereiche des Produktionsnetzes abgebildet. So ist eine direkte Kommunikation mit den in der Anlage installierten Komponenten möglich, ohne die IP-Adressen der Steuerungen zu ändern sowie zusätzliche Routen zu definieren. Der Security-Router FL MGuard von Phoenix Contact stellt die 1:1-NAT-Funktion auch innerhalb der VPN-Verbindungen zur Verfügung. Auf diese Weise lassen sich Anlagen, die über einen Tunnel an den zentralen VPN-Router angebunden sind, mit identischen IP-Adressen ausstatten. Durch die Abbildung in individuellen virtuellen Adressbereichen wird ein Adresskonflikt vermieden. Zudem kann die Anlage eindeutig angesprochen werden. Dies ist insbesondere für den Serienmaschinenbau interessant, sofern möglichst identisch konfigurierte Anlagen ausgeliefert werden sollen.
















