Einer Meldung der Messeveranstalter zufolge arbeiten momentan rund 120.000 Menschen in der Windenergiebranche. Mit Blick auf die nächsten 20 Jahre deckt das noch längst nicht den Bedarf: Auf Basis der vom VDMA bis 2030 prognostizierten Wertschöpfung von 500 Milliarden Euro geht Heinz R. Uekermann von der TGMC davon aus, dass dann allein in Deutschland eine Million Menschen in der Windindustrie arbeiten; womit die Branche ihrem Ruf als Jobmotor gerecht werde. Wenn man hingegen Marie-Louise Bornemann, Vizepräsidentin People & Culture Vestas Central Europe, hört, dann verwundert die Prognose sehr. Denn laut Bornemann handelt es sich um eine attraktive Arbeitswelt: In der Windindustrie seien sehr viele junge, gut gebildete Personen beschäftigt. Sie würden Ehrgeiz an den Tag legen und bereit sein, für den Job ihren Wohnort zu wechseln. Drei Hauptherausforderungen Laut Bornemann stehen die Unternehmen der Branche vor drei Hauptherausforderungen: Die erste Herausforderung sei es, das flotte Wachstum der derzeitigen Entwicklung in den Griff zu bekommen. Die Vestas-Mitarbeiterschaft sei von 3.500 im Jahr 2000 auf heute weltweit knapp 22.000 gewachsen. Die zweite Herausforderung bestehe darin, die Entwicklung geplant und gezielt zu steuern. Dies betreffe insbesondere die Nachwuchsförderung und Ausbildung. So seien seit 2006 weltweit insgesamt 187 junge Hochschulabsolventen aus 27 Nationen gewonnen worden. 85 Prozent würden heute noch für Vestas arbeiten. Der dritte Punkt betreffe die Frage, wie man die zukünftigen Herausforderungen adäquat bewältigt. Denn das weitere Wachstum, so Bornemann, werde neben markt- und zeitgerechtem Personalmanagement auch \“abhängen von politischen Entscheidungen und den finanzwirtschaftlichen Entwicklungen. Darüber hinaus ist ein Fokus aber ganz bestimmt die Innovationskraft von Unternehmen der Windenergiebranche sowie die Ausbildung und Weiterqualifizierung von Arbeitnehmern\“. Gerade der letzte Punkt sei dabei die größte Herausforderung. Und \“für die nahe Zukunft haben wir es uns unter anderem zur Aufgabe gemacht, verstärkt junge Frauen für technische Ausbildungs- und Studiengänge zu gewinnen\“, sagt die Personalverantwortliche. (fmg)
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