Standardisierung und Wiederverwendung
Jürgen Wilhelmy, Elektrokonstruktion bei Audi, erklärt: \“Damit haben wir uns einen Wettbewerbsvorteil geschaffen. Qualifizierte Berater von Eplan Software & Service haben uns beim ersten Projekt Anfang 2005 unterstützt. Bereits zu dieser frühen Phase während der Erstellung des Konstruktionsbaukastens konnten in der Projektierung erste positive Effekte erzielt werden.\“ Die Baukastenerstellung ist ein fortlaufender Prozess, denn alle Neuerungen an Modulen fließen regelmäßig dort ein. Für den Erfolg der Strategie musste das eingesetzte Tool jede beliebige Variante im Schaltplan- bzw. SPS-Standard abbilden können. \“Ein großer Vorteil des EEC ist die Auslegung als offenes System mit hoher Schnittstellentransparenz. Das erleichtert die Integration beliebiger Engineeringsysteme und deren Daten in den mechatronischen Engineeringprozess.\“
Flächendeckendes Engineering
Auf die Verkürzung im Anlagenerstellungsprozess hat der Audi-Werkzeugbau mit der Entwicklung und Einführung eines mechatronischen Engineeringprozesses reagiert. Frank Herzog resümiert: \“Mit dieser Vorgehensweise sind wir in der Konstruktion nicht nur deutlich schneller und damit wettbewerbsfähiger geworden. Darüber hinaus konnten wir die Qualität der Konstruktionsunterlagen erheblich steigern.\“ So konnten die Inbetriebnahmezeiten der Anlagen verringert werden. Nun soll der mechatronische Engineeringprozess flächendeckend im Karosseriebau eingeführt werden. Der Audi Werkzeugbau hat im Jahr 2006 ein Anlagenvolumen mit über 500 Robotern abgewickelt, davon zu einem Großteil mit dem mechatronischen Baukastensystem. Zurzeit wird der erstellte Konstruktionsbaukasten um die virtuelle Inbetriebnahme erweitert. Somit können in Kürze Simulationsmodelle für die SPS automatisch generiert werden. In der nächsten Entwicklungsstufe wird das System an die Planungstools der digitalen Fabrik angebunden und damit eine hundertprozentige Datendurchgängigkeit erzielt.





















