• steigende Stückzahlen
  • bessere Integration in Halbleiter und Sensorik
  • standardisierte Entwicklungsprozesse
  • wachsender Wettbewerb

Während heute noch Preisaufschläge üblich sind, gehen die Experten davon aus, dass sich der Unterschied zwischen sicheren und nicht-sicheren Drehgebern in den kommenden Jahren deutlich reduzieren wird. Gleichzeitig erwarten sie, dass sich Anbieter zunehmend über Zusatznutzen wie Systemintegration, Beratung oder spezifische Applikationslösungen differenzieren werden.

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Bild: TeDo Verlag GmbH

Safety als Teil der Systemstrategie

Die Rolle von Safety verändert sich: Weg vom reinen Schutzmechanismus hin zu einem integralen Bestandteil der Maschinenperformance. Dementsprechend gewinnen neue Konzepte wie ’sichere Produktivität‘ an Bedeutung. Beispiele dafür sind:

  • reduzierte Stillstandszeiten
  • Wegfall von Referenzfahrten
  • sichere Bewegung statt vollständigem Stillstand
  • höhere Prozessgeschwindigkeit bei gleichzeitigem Schutz

Damit wird Safety zunehmend zu einem Enabler für Effizienzsteigerung.

Blick in die Zukunft

Für die kommenden sieben bis zehn Jahre erwarten die Teilnehmer mehrere Entwicklungen:

  • weitere Verbreitung und Internationalisierung von Safety
  • stärkere Standardisierung, idealerweise auch bei Protokollen
  • zunehmende Verschmelzung von Safety und Cybersecurity
  • wachsende Bedeutung von Daten und Zusatzinformationen

Gleichzeitig bleibt die Skepsis gegenüber einer direkten Cloud-Anbindung von Sensoren bestehen. Stattdessen wird die Intelligenz weiterhin eher auf Steuerungs- oder Systemebene verortet. Einigkeit besteht bei den Diskussionsteilnehmern darin, dass Safety künftig selbstverständlich sein wird. Der Fokus verschiebt sich damit zunehmend auf Mehrwert durch Daten, Integration und Systemverständnis.

Fazit

Die Diskussion zeigt deutlich: Safety-Drehgeber haben sich von einer Nischenlösung zu einem zentralen Bestandteil moderner Automatisierung entwickelt. Technologisch ist das Feld breiter und reifer geworden, während sich gleichzeitig neue Herausforderungen in Bezug auf Kosten, Standardisierung und Integration ergeben. Die Zukunft wird weniger von einzelnen Technologien geprägt sein als von deren Zusammenspiel im Gesamtsystem. Safety bleibt dabei nicht nur Pflicht, sondern entwickelt sich zunehmend zum strategischen Differenzierungsmerkmal.

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