In derselben kompakten Bauform stehen Varianten mit kundenspezifischem Betriebssystem wie Raspberry Pi OS zur Verfügung. Mit bis zu 8GB RAM und 32GB Flash, High-Performance-Kühlung, Ethercat, USB 3.0 und RTC deckt die Reihe Pro, Prime und Plus Anwendungen vom Edge-Gateway über Datenlogger bis zur Steuerung ab. Container-Pakete unterstützen die Erweiterung um zusätzliche Funktionen.
Bei den Displaysteuerungen und Panels der Reihe B-Primis DC-Pi verbindet die DC-Pi Prime Codesys-Echtzeit-SPS, Steuerungssystem und kapazitives Multitouch-Panel in einem Gerät. Angeboten werden standardmäßig 7, 10,1 und 15,6 Zoll, weitere Diagonalen sind auf Anfrage möglich. Optional lässt sich eine KI-Beschleunigerkarte integrieren. Damit können Funktionen für Predictive Maintenance, Condition Monitoring oder einfache Bildverarbeitung direkt auf dem System ausgeführt werden. Eine Variante mit kundenspezifischem Betriebssystem dient als industrieller Linux-PC. Ergänzt wird das Portfolio durch Web-Panels für Schaltschrank- oder Vesa-Montage.
Die Raspberry-Pi-Geräte sind über Ethercat in das bestehende Berghof-Portfolio eingebunden. Ethercat-I/O-Erweiterungsmodule für digitale und analoge Signale sowie Zähler und Encoder lassen sich direkt an die MC-Pi-Steuerungen anreihen oder über Buskoppler abgesetzt betreiben. Die Module verfügen über eine UL-Zertifizierung. Safety-Module werden über FSoE eingebunden und ermöglichen Sicherheitsarchitekturen mit Antrieben und Sensoren.
Wenn die Leistung knapp wird
So leistungsfähig der Raspberry Pi Core ist – die Realität moderner Maschinen ist unbarmherzig. Die Kombination aus Ethercat-Kommunikation, Panel-Visualisierung und Motion-Applikation frisst in der Praxis erhebliche Rechenleistung. Genau deshalb bringt Berghof jetzt Produkte auf Basis des Compute Module 5 auf den Markt. Der Sprung von der CM4- auf die CM5-Plattform bringt nicht nur Performance, sondern garantiert auch die Zukunftssicherheit und langjährige Verfügbarkeit.
Nach Beobachtung von Berghof wächst bei Kunden der Bedarf an Zusatzfunktionen, insbesondere bei der Visualisierung. Weboberflächen, Dashboards, Datenhaltung und die Anbindung an übergeordnete Systeme gehören zunehmend zum Lastenheft. Hinzu kommen Datenbanken und Informationswerkzeuge wie Node-RED.
Für neuere Geräteserien bietet Berghof deshalb auch Docker an. Die Container-Technologie bündelt Anwendungen mit Laufzeitumgebung und Abhängigkeiten in voneinander getrennten Paketen. In der Automatisierung können Zusatzdienste damit isoliert neben der eigentlichen Steuerungsapplikation laufen und unabhängig aktualisiert oder ausgetauscht werden. In Verbindung mit der höheren Rechenleistung des CM5 lassen sich so Steuerung, Kommunikation, Visualisierung und zusätzliche Softwarefunktionen auf einer gemeinsamen Hardwareplattform zusammenführen.


















