Ready-to-use: Mit den Lasal Add-Ons kann z.B. die Steuerung eines Deltaroboters inklusive Visualisierung menügeführt mit wenigen Mausklicks erstellt werden.
Ready-to-use: Mit den Lasal Add-Ons kann z.B. die Steuerung eines Deltaroboters inklusive Visualisierung menügeführt mit wenigen Mausklicks erstellt werden.Bild: Sigmatek GmbH & Co KG

Wireless-Datenaustausch und Flexibler Materialfluss

Die S-Dias-Systeme können einfach um Sicherheitssteuerungen erweitert werden und das ebenso mit 12,5mm schlanken Baugruppen. Der sicherheits-gerichtete Datenaustausch ist dabei nicht nur über den Systembus sondern auch über Ethernet-TCP/IP-Netzwerke und sogar drahtlos über WLAN möglich. Dabei setzt Sigmatek auf das Black-Channel-Prinzip nach EN61784-3 und hat damit bereits Steuerungslösungen für viele ortsveränderliche, mobile Anlagenteile umgesetzt wie beispielsweise Roboter, Handling-Geräte oder fahrerlose Transportsysteme. Die Logistik innerhalb von Produktionswerken muss zunehmend ebenfalls in die Gesamtautomation einbezogen werden. Fix installierte Handhabungs- und Fördersysteme sind für adaptive Produktionsanlagen zu wenig flexibel, daher übernehmen immer öfter autonome Systeme innerbetriebliche Transportaufgaben. Sie können flexibel auf veränderte Erfordernisse reagieren und schließen die Lücke in der Kette automatisierter Prozesse innerhalb einer Fabrik. Die in mobilen Anlagenteilen wie z.B. fahrerlosen Transportfahrzeugen verwendete Automatisierungstechnik muss hohen Anforderungen genügen. Das S-Dias-System bietet hier wichtige Vorzüge: kompakt, vibrationsfest und Wireless-Datenübertragung.

HMI neu gedacht

Die Zukunft für das Bedienen und Beobachten sieht Franz Aschl folgendermaßen: „Zum einen gibt es einen Trend zu immer größer werdenden HMIs. Auch wir haben Standardgeräte bis 23,8″ Bildschirmdiagonale mit Glas-Multitouch im Portfolio mit neuen rechenstarken Dual-Core-Prozessoren und zwei voneinander unabhängigen Ethernet-Schnittstellen. Die Nachfrage steigt weiterhin stark – auch kundenspezifische Varianten setzen wir laufend um.“ Im Hinblick auf die Anforderungen von Smart Factories will Sigmatek aber auch einen parallelen Weg beschreiten und das HMI komplett neu denken: „Wir haben ein völlig neues Bedienkonzept auf Basis tragbarer und drahtloser HMIs entwickelt“, verrät Aschl. So steht mit dem HGW 1033 in Kürze ein mobiles Bedienpanel mit 10.1″ Multitouch, integriertem Akku-Pack und Standard-WLAN-Interface für 2.4 und 5GHz zur Verfügung. Das Handbediengerät ist zudem bereits mit den Sicherheitsfunktionen Nothalt, Zustimmtaste und Schlüsselschalter ausgestattet. Leuchtet der Nothalttaster rot, zeigt das HMI klar erkennbar an, dass die Safety-Funktion verfügbar und das Sicherheitssystem korrekt eingebunden ist. Die Signale werden sicherheitsgerichtet an den Safety Controller übertragen – ebenfalls drahtlos. Der Automatisierungsanbieter hat damit den Grundstein für künftige Visualisierungsaufgaben gelegt. In modernen Produktionsanlagen laufen viele Maschinen und Anlagen unter der Obhut eines einzigen Menschen und für diesen ist es äußerst nützlich, die vielen anfallenden Informationen in übersichtlicher Form auf einer mobilen und drahtlosen Bedienoberfläche zu wissen, die er immer und überall griffbereit hat. „Das Feedback vom Markt ist sehr vielversprechend, offenbar treffen wir damit genau den Nerv vieler Maschinen- und Anlagenbauer“, so Aschl.

Flexibilität und Offenheit beim Engineering

Weil bei flexiblen Maschinenkonzepten 4.0 kein Weg an objektorientierter Programmierung vorbei führt, setzt Sigmatek auf ein entsprechendes Engineering, das ein modulares, mechatronisches Maschinendesign unterstützt und sich sehr flexibel auslegen und anpassen lässt. Mit der durchgängigen Entwicklungsumgebung Lasal wird sowohl die Software für Ablauf-, Bewegungs- und Sicherheitstechnik sowie die Visualisierung erstellt. Der Engineering-Aufwand für den Kunden sinkt, da sowohl für einfache als auch komplexe Standardfunktionen wie Pick&Place oder CNC einsatzbereite Software-Funktionen zur Verfügung stehen. „Lasal ist in Schichten aufgebaut“, erklärt Aschl. „Auf der unteren Ebene haben wir Standardfunktionen, mit denen wir schon rund 80 Prozent aller notwendigen Funktionalitäten im Maschinenbau abdecken. Kunden können hier noch eigene Spezialfunktionen und Regelalgorithmen hinzu programmieren. Eine sehr komfortable Ebene der Individualisierung bieten unsere Add-Ons, die wie Wizards aufgebaut sind. Damit kann der Kunde menügeführt und mit wenigen Mausklicks beispielsweise die komplette Steuerung eines Deltaroboters samt Visualisierung erstellen.“ Zudem bietet Lasal ausgereifte Tools mit denen sich der Testaufwand erheblich reduzieren lässt. Auch für Kommunikations- und Fernwartungsmechanismen über das Internet stehen vielfältige Möglichkeiten OPC UA, VNC Repeater oder integrierte Webserver bereit. Moderne Multi-CPU-Projekte lassen sich im Lasal Machine Manager komfortabel und übersichtlich verwalten.

Seiten: 1 2 3