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Bild: Siemens AG

Diagnose verbessert Inbetriebnahme und Verfügbarkeit

Torsten Sücker ergänzt: „Für uns sind auch die mit den Sirius-ACT-Geräten verbundenen Diagnosemöglichkeiten interessant.“ Denn obwohl sie robust und zuverlässig sind, würde die Software sofort eine eventuelle Störung erkennen und über entsprechende Funktionsbausteine umgehend am Siemens Touch Panel der jeweiligen Bedienstation anzeigen. „Hierfür ist kaum programmiertechnischer Aufwand notwendig“, ergänzt Müller. Aber vor allem in der Montage zeigen die Komponenten ihre diagnosetechnischen Stärken: Werden die Befehls- und Meldegeräte per Flachleitung miteinander verbunden, signalisiert am Ende jeder Teilnehmer bei Anlegen der Versorgungsspannung an das Kopfmodul seine ordnungsgemäße Kontaktierung und Funktionsfähigkeit über eine grün leuchtende LED auf der Rückseite. Leuchtet die LED nicht oder leuchtet sie rot, weiß die Betriebstechnik bereits bei der Montage, wo Handlungsbedarf besteht. „So wird selbst ohne den Anschluss von Steuerung oder Programmiergerät die ordnungsgemäße Funktion der gesamten Befehls- und Meldekette schon in der Werkstatt bestätigt“, bringt es Müller auf den Punkt. „Bei herkömmlicher Verdrahtung kann es dagegen hier und da schon zu unvorhergesehener Mehrarbeit in der Inbetriebnahme kommen, was Verzögerungen verursacht und Geld kostet.“

Vorteile durch direkte Vernetzung

Wie wichtig umfassende Diagnosemöglichkeiten sind, zeigt sich auch oder gerade dann, wenn viele Taster in einer Maschine oder Anlage vorhanden sind. So war es bei der Werkzeugmaschine des Gasturbinenwerks, wo insgesamt etwa drei Dutzend Befehls- und Meldegeräte in den Bedienstationen einen übersichtlichen Maschinenbetrieb ermöglichen. Grundsätzlich geht Müller aber davon aus, dass sich der Einsatz des Profinet-Interface-Moduls für Sirius ACT bereits ab drei bis vier Tastern sinnvoll darstellt. Er resümiert: „Für Sondermaschinenbauer und Retrofit-Spezialisten wie Belfor DeHaDe ist eine solche direkte Vernetzung von Befehls- und Meldegeräten ein echter Gewinn. Aber auch Serienmaschinenhersteller profitieren von den Vorteilen hinsichtlich Flexibilität, Funktionssicherheit, Montage, Design und Diagnose und können mit dem durchgängigen Einsatz von Profinet die Verfügbarkeit ihrer Maschinen und Anlagen erhöhen.“

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