
Der sichere Betrieb moderner Produktionsanlagen ist heute weit mehr als eine rein technische Aufgabe. Produktionsleiter und Sicherheitsverantwortliche müssen zahlreiche Faktoren gleichzeitig berücksichtigen: den Schutz der Mitarbeiter, die sichere Funktion der Maschinen, gesetzliche Anforderungen sowie die Sicherheit von Produktionsdaten. Diese Anforderungen begleiten eine Maschine über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Planung über die Inbetriebnahme bis zum laufenden Betrieb und späteren Modernisierungen. Jede Phase stellt unterschiedliche Anforderungen an Dokumentation, Risikobewertung oder Schulungsnachweise. Die Myzel Lifecycle Platform von Pilz setzt genau an diesem Punkt an. Die cloudbasierte Software-as-a-Service-Lösung unterstützt Unternehmen dabei, Safety-, Security- und Compliance-Prozesse strukturiert zu managen und transparent zu dokumentieren.

Vier Kernwerte für sichere Produktionsprozesse
Pilz verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz. Im Mittelpunkt stehen vier Kernwerte, die für den sicheren Betrieb von Maschinen entscheidend sind: Mitarbeiterschutz, Haftungsschutz, Produktivität und Datensicherheit. Der Schutz der Mitarbeiter steht dabei an erster Stelle. Gefährdungsbeurteilungen bilden die Grundlage für ein Schutzkonzept, das etwa Zugriffsrechte, organisatorische Maßnahmen oder Schulungen umfasst. Gleichzeitig müssen Unternehmen im Ernstfall nachweisen können, dass Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und Mitarbeiter entsprechend unterwiesen wurden. Eine systematische Dokumentation spielt daher eine zentrale Rolle. Gleichzeitig darf Sicherheit nicht zu Lasten der Produktivität gehen. Fehlbedienungen oder unberechtigte Eingriffe in Maschinen können Produktionsausfälle verursachen. Hinzu kommt, dass moderne Produktionssysteme zunehmend vernetzt sind und dadurch stärker ins Visier von Cyberangriffen geraten. Safety und Security müssen daher gemeinsam betrachtet werden. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein

Zentrale Plattform statt fragmentierter Daten
In vielen Produktionsbetrieben sind sicherheitsrelevante Informationen über unterschiedliche Systeme verteilt. Dokumente wie Wartungspläne, Konformitätserklärungen oder Schulungsnachweise befinden sich häufig in verschiedenen Abteilungen oder in lokalen Dateistrukturen. Die Myzel Lifecycle Platform bündelt diese Informationen in einer zentralen Umgebung. Unternehmen können ihre Produktionsstandorte digital abbilden und Maschinen, Dokumente sowie Mitarbeiter miteinander verknüpfen. Bedienungsanleitungen, Zertifikate oder Prüfberichte sind damit jederzeit abrufbar – unabhängig davon, an welchem Standort sie ursprünglich erstellt wurden. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Asset-Management-Systemen besteht darin, dass die Plattform nicht nur Maschinen, sondern auch die Menschen im Produktionsumfeld berücksichtigt. Qualifikationen, Schulungen und Zugangsrechte werden direkt mit den jeweiligen Anlagen verknüpft.
Digitale Workflows für Safety und Compliance
Neben dem zentralen Dokumenten- und Asset-Management stellt die Plattform auch strukturierte Workflows für typische Aufgaben im Sicherheitsmanagement bereit. Dazu zählen z.B. mySafeDesign zur Unterstützung bei Risikobeurteilungen und Validierungen neuer Maschinen, mySafeOperation für Prüfungen und Inspektionen im laufenden Betrieb und myAccessControl zur Verwaltung von Zugangs- und Zugriffsrechten. Die Workflows basieren auf digitalen Checklisten und Vorlagen, die Anwender durch sicherheitsrelevante Prozesse führen. Änderungen in Normen oder gesetzlichen Anforderungen werden regelmäßig aktualisiert, sodass Anwender stets mit aktuellen Vorgaben arbeiten können. Darüber hinaus können KI-gestützte Funktionen eingesetzt werden, etwa zur Analyse von Maschinenbildern und zur Bewertung möglicher Sicherheitsrisiken. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht



















