
Philip Harting, CEO der Harting Technologiegruppe – Bild: Harting Stiftung & Co. KG (Holding)
Harting hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von ca. 1,1Mrd.€ erwirtschaftet. Das Geschäftsjahr endete am 30. September 2025. Währungsbereinigt entspricht die Entwicklung einem Plus von fast 17% gegenüber dem vorigen Geschäftsjahr. „Eine positive Trendumkehr war nach dem schwierigen Marktumfeld der Vorjahre abzusehen“, fasst Philip Harting, CEO der Harting Technologiegruppe, die Entwicklung zusammen. „Dass sie nun dank unserer diversifizierten Markt- und Produktionsaufstellung und dank unseres globalen Vertriebsnetzes so deutlich ausfällt, freut uns natürlich. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch im kommenden Jahr fortsetzt.“
Zugpferd des Wachstums bleiben weiterhin die außereuropäischen Märkte. Der deutsche Markt kämpft im dritten Jahr in Folge mit Stagnation, Auftragsmangel, einer rückläufigen Produktion und einer schwachen Exportentwicklung. Im Jahr des 80. Jubiläums der Technologiegruppe und des 40. Geburtstags der japanischen Tochtergesellschaft setzte das Unternehmen in der Region Asia-Pacific (APAC) ca. 312Mio.€ um. Das entspricht einem kräftigen Plus von 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den nord- und südamerikanischen Staaten (Americas) erzielte das Unternehmen 206Mio.€ Umsatz (+33%). In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Auch die Region EMEA (ohne Deutschland) erzielte ein zweistelliges Wachstum: Europa, Naher Osten und Afrika lagen mit insgesamt 358Mio.€ 11% über Vorjahresniveau. In Deutschland ging der Umsatz um -0,5% auf 221Mio.€ zurück. Insbesondere der Geschäftsbereich Automotive hat mit nicht ausgelasteten Produktionskapazitäten zu kämpfen. Philip Harting: „Die Weltwirtschaft steht vor bedeutenden Herausforderungen wie geopolitischen Spannungen und Konflikten, Handelshemmnissen, Inflation sowie wachsender Staatsverschuldung. Vor dem Hintergrund dieser großen Unsicherheiten sind wir dankbar, dass wir unseren Umsatz so deutlich steigern konnten.” Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
Sorge bereitet Harting die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit des deutschen und europäischen Industriestandorts. „Wir hatten große Hoffnungen in und Erwartungen an die neue Bundesregierung gesetzt. Mittlerweile sind diese erloschen. Ernüchterung und Enttäuschung breiten sich aus”, so der Harting CEO. “Die Transformation der deutschen Wirtschaft und Industrie geht unvermittelt weiter. Die Konsequenzen des Mangels an qualifizierten Fachkräften scheinen vom Radar verschwunden zu sein. Die wirtschaftliche Basis bröckelt. Unsere Kunden im Automobilmarkt, im Maschinenbau, in der Automatisierungstechnik oder in der Eisenbahnindustrie sind stark betroffen. Der Wettbewerbsdruck aus China nimmt weiter zu. Wir müssen daher weiter unsere Produktivität erhöhen, Prozesse effizient gestalten und konsequent Kosten senken.”



















