Wie finden Sie diese Menschen?

Wittenstein: Das ist eine Führungsaufgabe höchster Qualität. Sie müssen es dann schaffen, dass sich diese Person mit all ihren Stärken, Zielen, Ideen und Vorstellungen entfalten kann. Wir sind jetzt in einer Phase der Stabilität und können uns darum auf den nächsten Wandel vorbereiten, uns den Kernfragen widmen. Die betrachten wir aus verschiedenen Perspektiven, um dann die besten Lösungen für das Unternehmen zu finden.

Welche sind das? Geht es auch um die nächste Generation im Familienunternehmen?

Wittenstein: Natürlich geht es auch darum. Schließlich übernehmen meine Kinder die nächsten 40 Jahre Verantwortung für unser Familienunternehmen. Dementsprechend eng sind sie in den Aufbau der künftigen Struktur eingebunden. Wir beschäftigen uns intensiv mit den Rollen der nächsten Generation als Grundlage für die Zukunft des Unternehmens.

Hoffmann: Wir suchen gezielt nach Personen, die starke und vor allem personenunabhängige Governance-Ebenen gestalten und leben. Damit meinen wir die Ebenen der Unternehmensführung. Wo früher einer alles allein regeln konnte, stehen jetzt die Familie Wittenstein, der Aufsichtsrat und der Vorstand in einer engen Dreiecksbeziehung. Wir leben vor, wie ein vertrauensvolles Miteinander funktionieren kann. Der enge Austausch, den wir für uns beide beschrieben haben, muss zwischen diesen Governance-Ebenen optimal funktionieren.

Wenn sie beide in einigen Jahren zurückschauen: Woran würden Sie dann festmachen, dass es Ihnen gelungen ist, diese Pflöcke zu setzen?

Hoffmann: So denken wir zwei nicht. Wir blicken weit in die Zukunft und diskutieren Wittenstein 2040 und darüber hinaus. Wir werden nicht zurückschauen, sondern die Kreativität und die eigenen Gedanken der neuen Generation bewundern.

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