Multifunktionale Kalibriergeräte

Die Nachfrage nach qualifizierten und zugleich wirtschaftlichen Kalibrierlösungen steigt auch unabhängig von den Anforderungen der QS-Systeme. Um Anlagen zugleich effizient und sicher betreiben zu können, werden Prozesse zunehmend automatisiert, v.a. bei sensiblen und kritischen Anwendungen. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich bei der Entwicklung von Kalibriergeräten eine Tendenz zur Multifunktionalität ab. Ein Beispiel dafür ist die neue Generation Druckcontroller der CPC-Serie. Die Geräte mit einer Genauigkeit bis zu 0,008 Prozent sind sowohl für Anwendungen in der Produktion, z.B. bei der Massenfertigung von Sensoren, als auch für Kalibrieraufgaben im Labor gleichermaßen konzipiert. Zwei Modelle der Reihe verfügen zudem über eine schwenkbare Front für einen raschen Wechsel der Prüfsensoren und ermöglichen damit eine Re-Kalibrierung. Eine Kalibriersoftware zur automatischen Zeugniserstellung rundet das Leistungsspektrum ab. Der Trend zum Vielzweckgerät zeigt sich auch bei dem portablen Kalibrator CPH7000. Dieser misst Druck, Temperatur, Strom, Spannung und Umgebungsbedingungen. Inklusive einer integrierten Handpumpe für den Prüfdruck ermöglicht er eine komplette Kalibrierung im Feld mit nur einem Gerät. Sämtliche Messwerte lassen sich per Wireless-Funktion auf ein Endgerät übertragen. Bei der Bedienung profitieren die Geräte von den Erkenntnissen der Smartphone-Technologie. Sämtliche Funktionen werden über initiative Applikationsfelder eines Touchscreens gesteuert, was den Kalibrierprozess beschleunigt und zugleich sicherer macht.

Fazit

Unter dem Einfluss von QS-Systemen und einer immer feingliedrigeren Prozesseffizienz ist ein neues Kalibrierbewusstsein herangewachsen. Die Kontrolle von Messmitteln spielt bei der Strukturierung industrieller Abläufe keine Nebenrolle mehr. Das spiegelt sich u.a. in der Entwicklung neuer, v.a. multifunktionaler Kalibriergeräte wieder. Die Überprüfung von Messgeräten wird schon heute zu einem großen Teil von externen Dienstleistern übernommen. Da auch Kalibrierprozesse ökonomisch gestaltet werden müssen, wird auch die Nachfrage nach weiteren unterstützenden Services steigen.

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