Fertigungsprozess besser im Blick

Die Mori Seiki-Fräsmaschine bei Distl war vom Hersteller mit einfachen Polycarbonat-Scheiben ausgestattet worden.
Die Mori Seiki-Fräsmaschine bei Distl war vom Hersteller mit einfachen Polycarbonat-Scheiben ausgestattet worden.Bild: Hema Maschinen- u. Apparateschutz GmbH

Es gibt wohl kaum ein Teil, dass die Firma aus dem hessischen Dreieich noch nicht gefertigt hat. In mehr als 40 Jahren führten Anton Distl und sein Team zahlreiche Auftragsarbeiten u.a. für Kunden aus dem Maschinenbau, der Automobil-Industrie, der optischen Industrie sowie aus den Bereichen Elektrotechnik, Medizintechnik, Messtechnik und Flugzeugbau aus. „Dieses Know-how kommt uns jeden Tag zugute“, sagt Senior-Chef Anton Distl in Anspielung auf die Komplexität der zu fertigenden Bauteile. Manchmal stehen ihm und seinen Mitarbeitern nämlich nur Musterstücke oder Skizzen als Grundlage für die anschließende Produktion zur Verfügung.

Die Sicherheitsscheiben mit Visiport-Drehfenster.
Die Sicherheitsscheiben mit Visiport-Drehfenster.Bild: Hema Maschinen- u. Apparateschutz GmbH

Begleitung von der Konstruktion bis zur Serienfertigung

Die Anfänge des Lohnfertigers reichen bis in die Mitte der 1970er Jahre zurück, als Anton Distl zunächst mit einem Einzelunternehmen startete. 1983 wandelte er den Betrieb in eine GmbH um, die er seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Sohn Sascha als Geschäftsführer leitet. Beide setzen auf einen umfangreichen Service: „Wenn es gewünscht ist, begleiten wir unsere Kunden gerne von der Konstruktionsphase bis zur Serienfertigung“, beschreibt Sascha Distl die Firmen-Philosophie. „So können wir schon im Vorfeld wichtige Fragen klären und die Fertigung so effizient wie möglich gestalten.“ 16 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung kümmern sich um die termingerechte Fertigstellung der Aufträge und die Einhaltung hoher Qualitätsstandards, 14 CNC-Bearbeitungsmaschinen stehen ihnen für die Produktion zur Verfügung. Für den Schutz der Maschinenachsen vor Spänen und Kühlschmiermitteln kommen bei Distl bereits seit gut zehn Jahren Abdeckungen von Hema Maschinen- und Apparateschutz zum Einsatz. „Die Systeme wurden uns damals empfohlen“, erinnert sich Anton Distl. Mit den Abdeckungen der Maschinenschutzexperten war er sehr zufrieden, deshalb erinnerte er sich sofort an das Unternehmen, als im Sommer 2017 die Aufrüstung einer älteren Mori Seiki- Fräsmaschine anstand. „Wir wollten den Fertigungsprozess besser im Blick haben und waren auf der Suche nach einer geeigneten Lösung“, erinnert sich Sascha Distl.

Doppelt hält besser: Schutzscheiben von Hema bestehen aus einem Verbund von Polycarbonat- und Sicherheitsglas.
Doppelt hält besser: Schutzscheiben von Hema bestehen aus einem Verbund von Polycarbonat- und Sicherheitsglas.Bild: Hema Maschinen- u. Apparateschutz GmbH

Mit dem Drehfenster alles unter Kontrolle

Das Drehfenster Visiport ermöglicht durch sehr hohe Rotationsgeschwindigkeiten die ungetrübte Sicht auf alle Vorgänge im Bearbeitungsraum der Maschine. Betrieben wird das Drehfenster wahlweise elektrisch (Visiport 220.C2) oder pneumatisch (Visiport Disc-Air 180 Turbo), je nach den Gegebenheiten vor Ort. Die Installation des Fensters ist auf verschiedene Arten möglich: Es kann zum einen mittels Hightech-Klebeband auf der Scheibe befestigt werden (Trägermaterial: Acrylzellschaum), zum anderen lässt es sich durch eine Direktverschraubung mit der Sicherheitsscheibe verbinden. Durch diese Variante wird allerdings die Rückhaltefähigkeit der Scheibe vermindert, weshalb sich für die sichere und unkomplizierte Befestigung Maschinensicherheitsscheiben mit bereits integrierter Montageplatte empfehlen. Auf dieser wird das Fenster mithilfe der beigelegten Schrauben nur noch fixiert, weiterer Aufwand entsteht für den Anwender nicht.

Sicherheitsscheiben aus Polycarbonat verformen sich beim Aufprall von Gegenständen lediglich.
Sicherheitsscheiben aus Polycarbonat verformen sich beim Aufprall von Gegenständen lediglich.Bild: Hema Maschinen- u. Apparateschutz GmbH

Alte Sicherheitsscheiben wurden gleich mit ausgetauscht

Die Firma Distl entschied sich für ein Drehfenster mit elektrischem Antrieb. Diese Variante rotiert mit 2235rpm langsamer als die pneumatisch betriebene (4000rpm/5,5 Bar), läuft dafür aber auch leiser. Die Rotationsgeschwindigkeit ist bei beiden Visiport-Varianten so hoch, dass das Bedienpersonal den Fertigungsprozess selbst bei starken Verschmutzungen im Maschineninnenraum jederzeit vollständig im Blick hat. Mit dem Einbau des Fensters wollte man auch gleich die alten Schutzscheiben aus Polycarbonat (PC) austauschen, welche durch Kühlschmierstoff versprödet waren und über keine Rückhaltefähigkeit mehr verfügten. „Das bot sich einfach an“, sagt Sascha Distl. Da ihn das Konstruktionsprinzip der Sicherheitsscheiben überzeugte, war die Entscheidung für ein Nachfolgemodell schnell getroffen.

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