Für das laufende Jahr sieht Kunschert gut Perspektiven: „Das Jahr 2025 zeigt bislang einen leicht ansteigenden Umsatz – allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. Prognosen, wie sich die Nachfrage entwickeln wird, sind aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und politischen Lage schwierig. Wir sehen aber insbesondere in Asien und Amerika gute Zukunftsperspektiven für unsere innovativen Lösungen, die für die Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt sorgen.“
Der rechtliche Rahmen
Auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Safety, Security und KI ging Thomas Pilz in seiner Rede ein. Dabei standen die gesetzlichen Industrial Security Vorgaben, die die EU für den Maschinenbau auf den Weg gebracht hat, im Vordergrund: die Maschinenverordnung, der Cyber Resilience Act sowie die sogenannte NIS-2-Richtlinie. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Damit steht die Industrie vor einer gewaltigen Aufgabe betont Pilz: „Alle drei Gesetze sind von der EU bereits veröffentlicht. Bei zwei davon, nämlich Maschinenverordnung und CRA, tickt die Uhr bereits und die Industrie hat nun noch rund eineinhalb Jahre Zeit Entwicklung, Produktion und Engineering entsprechend umzustellen, inklusive aller dazugehörigen Prozesse und Aufgaben wie etwa Schulung oder Dokumentation. Eine echte Mammutaufgabe – wie damals bei der Umsetzung der Maschinenrichtlinie.“
Der dritte Rechtsakt, die NIS-2-Richtlinie der EU, die Unternehmen dazu verpflichtet, sich auf Cyberangriffe vorzubereiten, muss noch in nationales Recht umgesetzt werden. Und zwar eigentlich bis 18. Oktober letzten Jahres. „Derzeit haben neun der 27 Mitgliedsstaaten der EU die Umsetzung erledigt. In den restlichen Ländern, wie Deutschland oder auch Österreich, verhindern häufig politische Umstände die Verabschiedung der Gesetze“, hob Pilz hervor und führt weiter aus „Es wäre fatal, mit der Umsetzung von Security-Schutzmaßnahmen zu warten, bis es Einigungen auf politischer Ebene gibt. Es geht nicht darum, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern darum sein Unternehmen und seinen Fortbestand zu sichern.“




















