Einfache und schnelle Verdrahtung mit Installationssystemen

Das Thema ‚Einfache Diagnose‘ wird auch von den Safety Installationssystemen adressiert, die Schmersal entwickelt hat. Sie erlauben den schnellen und einfachen Anschluss unterschiedlicher elektronischer Sicherheitsschaltgeräte wie Sensoren und Zuhaltungen gemischt in der jeweiligen Anwendung. Zudem ermöglichen sie – auf der nicht sicheren Ebene – die Einzeldiagnose der angeschlossenen Sicherheitsschaltgeräte. Das bedeutet: Für den Bediener ist genau erkennbar, welcher Schalter in der Reihe ein Signal ausgelöst hat. Auch das trägt zu einer schnelleren Störungsbeseitigung und somit zu einer Erhöhung der Maschinenverfügbarkeit bei. Es stehen Varianten mit einem passiven Verteilermodul (PDM) oder einer passiven Feldbox (PFB) zu Verfügung. Sie ermöglichen die gemischte Reihenschaltung mit bis zu vier unterschiedlichen elektronischen Sicherheitsschaltgeräten je Modul. Mehrere Module können zu größeren Systemen verschaltet werden. Eine dritte und aktive Variante gibt es für elektromechanische Sicherheitsschalter mit Kontaktausgängen und für Sicherheitssensoren mit elektronischen OSSD-Ausgängen. Hier übernimmt ein Sicherheitseingangserweiterung der SRB-E-Baureihe die aktive elektronische Signalauswertung.

Vorausschauende Wartung – Kernelement von Industrie 4.0

Ein Beispiel für die Vorteile der passiven Installationssysteme, die nicht sichere Daten über das ‚Serielle Diagnose'(SD)-Interface übertragen. Sicherheitssensoren und -zuhaltungen in der Reihenschaltung, die mit diesem SD-Interface ausgestattet sind, können umfangreiche Diagnosedaten über das SD-Gateway und einen Feldbus an eine Steuerung übertragen und visualisieren. Bei der berührungslos wirkenden magnetischen Sicherheitszuhaltung MZM100-SD können das beispielsweise Diagnosedaten oder Fehlermeldungen sein, wie etwa ‚Fehler oder Querschluss an einem Sicherheitsausgang‘, ‚zu niedrige Betriebsspannung“ oder „defekter Betätiger‘. Dies ermöglicht eine rasche Fehlerbeseitigung. Erweiterte Diagnosefunktionen ermöglichen künftig auch die vorausschauende Wartung – das ist ein weiteres wichtiges Element von Industrie 4.0.

Gut vorbereitet auf die Anforderungen der (nahen) Zukunft

Der Überblick zeigt: Maschinen- und Elektrokonstrukteure, die funktionale Sicherheit nach den Konzepten von Industrie 4.0 gestalten möchten, müssen nicht bei null anfangen. Ihnen stehen Sicherheitsschaltgeräte, Sicherheitskonzepte und auch Kommunikationsstandards zur Verfügung, mit denen sich Kernelemente von Industrie 4.0 erfüllen lassen: Transparenz in der Informationskette, Vernetzung sowohl mit anderen Sicherheitsschaltgeräten als auch mit höheren, nicht sicherheitsgerichteten Ebenen und sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Außerdem werden die Möglichkeiten für Diagnose und Störungsbeseitigung deutlich verbessert. Auf der SPS IPC Drives 2017 wird die Schmersal Gruppe beispielhafte Sicherheitssysteme und -lösungen vorstellen, die diese Anforderungen erfüllen. Auch das Tec.nicum, also der Geschäftsbereich Dienstleistungen von Schmersal, wird auf der Messe präsent sein. Die Experten des Tec.nicums beraten objektiv und hersteller-neutral, welche Sicherheitskonzeption sich am besten für die individuelle Anwendung eignet.

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