Immer häufiger ist vom digitalen Zwilling einer Maschine die Rede. Wie können Sie ihren Kunden helfen, diesen digitalen Zwilling zu entwickeln?
Moret: Durch die Bereitstellung einfacher Schnittstellen zu Software von Drittherstellern, ob es sich nun um Simulation oder CAD handelt. Wir bieten unseren Anwendern eine Vielzahl von Schnittstellen an, die es möglich machen, diese Anwendungen einfach in Studio 5000 zu integrieren. Darüber hinaus bieten wir auch technische Unterstützung bei der Entwicklung an, um die grundlegenden Teile, die offensichtlich nicht Teil ihres Know-hows sind, umzusetzen.
Welche Bedeutung spielen Technologien wie Augmented Reallity und Virtual Reallity in der Industrie?
Moret: In unseren Mixed-Reality-Anwendungen bringen wir die Elemente des unbeeinflussten Sehens zusammen mit der virtuellen Realität, und zwar im gleichen Sichtfeld des Anwenders. Die Idee, einen Außendiensttechniker zu haben, der sofort in der Lage ist, das, was er oder sie sieht, mit einem Experten aus der Ferne besprechen zu können und sich Ratschläge geben zu lassen, ist ein gutes und anwendungsnahes Beispiel dafür, wo diese Technologie helfen kann, viel Aufwand und Kosten zu vermeiden. Wir arbeiten mit der HoloLens von Microsoft gerade daran, Demonstratoren zu entwickeln, die solche praxisnahen Beispiele zeigen. Derzeit ist es kein bedeutender Bereich, aber ich denke, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren ein Umdenken stattfinden wird und wir sinnvolle Anwendungen und entsprechende Investitionen der Anwender in diese Technologie sehen werden. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Für die HMI-Sektion oder für die Diagnostik oder für CAD-Teile, wofür verwenden Sie Mixed Reality?
Moret: Die Fähigkeit, eine Maschine betrachten zu können und sofort den mechanischen Betrieb der Maschine sowie kritische Parameter anzeigen zu lassen, das sind tolle neue Möglichkeiten. In der Lage zu sein, virtuell in eine Maschine hineinzuschauen, Produktionsdaten zu betrachten, die Lebensdauer des Antriebes einer Maschine zu überwachen, sicherzustellen, dass keine Vibrationen auftreten, die auf einen Lagerausfall hindeuten – all diese Dinge sind heute schon möglich – mit Augmented oder Mixed Reality werden sie komfortabel und selbstverständlich. (kbn) Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht



















