
Insights aus dem Trailer-Bau
Zum Variantenmanagement im Auftragserfüllungsprozess referierte anschließend Dr. Stefan Deutschle, Werksleiter Technik bei Schmitz Cargobull. Der Trailer-Markt ist heute geprägt von Individualität und Varianz – bei typischen Losgrößen von einem (oft) bis 500 Stück (selten). Mit einem standardisierten Ansatz kommt das Unternehmen heute dennoch auf eine manuelle Bearbeitungszeit von unter einer halben Minute pro Auftrag und Taktzeiten von 7,5min. Schmitz Cargobull kann Fahrzeuge im Extremfall – von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung – sogar in 18h produzieren. „Marktführerschaft ist nur ein Nebenprodukt guter Prozesse“, zog Deutschle Resümee.

Losgröße 1 ist Chefsache
Im Leitvortrag, mit dem die Nachmittags-Session startete, griff Prof. Frank Piller, Institutsleiter an der RWTH und Koryphäe auf dem Gebiet der Mass Cutomization, die Steilvorlage aus dem Keynote-Vortrag vom Dürr-Vorstand auf und schilderte eindrucksvoll, warum Losgröße 1 Chefsache im Unternehmen sein muss. Dabei ging er u.a. auf prominente Beispiele ein, die mit Ansätzen der individualisierten Massenproduktion scheiterten, weil das Vorhaben nicht aus der Unternehmensleitung bzw. von entscheidenden Schlüsselstellen mitgetragen wurde. Dem gegenüber stellte er die Herangehensweisen von gelungenen Unternehmungen. „Die Erfolgsfaktoren für Losgröße 1 sind eigentlich ganz einfache unternehmerische Tugenden“, so Piller. „Vor allem muss man konsequent sein und alle Seiten mitnehmen – Management wie Mitarbeiter.“ In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein

Workshops machen aktiv
Im Anschluss konnten sich die Kongressteilnehmer in zwei Workshops aktiv einbringen. Im ersten Arbeitskreis ging es um die dos und don´ts im Konfiguratorbau. Hier zeigte Prof. Piller Fallstricke auf und nahm die Anwesenden anhand von Beispielen aus der Praxis und Ergebnissen aus 12.000 untersuchten Produktkonfiguratoren im Sinne einer Customer Journey mit zu einem Ausflug in die B2C-Welt. Das Fazit: Ein moderner Konfigurator ist oft die bessere Produktsuchmaschine. Der zweite Workshop, moderiert von Daniel Stengel, Manager bei A.T. Kearney, drehte sich um den Status quo: Wo stehen wir heute mit dem Variantenmanagement? Wie weit sind die unterschiedliche Regionen der Welt? Wie schafft man es, extern Varianten anzubieten, ohne dass intern Produktivität oder Profitabilität leiden? Neben aktuellen Fragestellungen wurden auch zukünftige Herausforderungen offen diskutiert, mit denen sich Industrieanbieter schon heute beschäftigen sollten. MK|Ware schafft Transparenz in der Fertigung: Maschinenzustände, Auftragsdaten und Rückmeldungen stehen in Echtzeit bereit. ‣ weiterlesen
Shopfloor-Daten sinnvoll nutzen



















