Die neue Generation der S-Dias-CPUs wurde entwickelt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei standen nicht nur mehr Performance und vollständige Kompatibilität zu bestehenden Anwendungen im Fokus, sondern auch die neue Maschinenverordnung, die NIS2-Richtlinie und der Cyber Resilience Act (CRA). Die CPUs folgen dem Security-by-Design-Ansatz und setzen auf aktuelle, hardwarebasierte Prozessortechnologie mit Sicherheitsbausteinen sowie das bewährte Plattformkonzept. Anwender profitieren von höherer Leistung, ohne bestehende Projekte grundlegend verändern zu müssen.
Die kompakte, wirtschaftliche CP 401 bietet ausreichend Rechenleistung für eine Vielzahl von Automatisierungsanwendungen. Bei anspruchsvollen Steuerungs-, Regelungs- und Motion-Aufgaben ist die doppelbreite CP 511 mit leistungsstarker Edge3-Technology Dual-Core-CPU eine Option. Für besondere Anforderungen steht mit der CP 800-Serie eine CRA-konforme Hochleistungs-CPU-Einheit mit Intel Atom Quad-Core-Prozessor bereit. In Verbindung mit dem schlanken, linuxbasierten Echtzeit-Betriebssystem Salamander 4, das ebenfalls dem Security-by-Design-Ansatz folgt, bietet Sigmatek damit eine zukunftssichere Steuerungsplattform.
Maschinensicherheit im Fokus
Mit zunehmender Vernetzung verändert sich die Automatisierung grundlegend. Maschinen kommunizieren mit übergeordneten Systemen, Unternehmensnetzwerken und Cloud-Plattformen zur Fernwartung. Daten werden ausgetauscht, ausgewertet und für neue digitale Services genutzt. Damit entstehen große Chancen – aber auch neue Risiken. Cybersecurity hat sich deshalb zu einem zentralen Entwicklungsparameter entwickelt. Mit dem CRA und der neuen MVO wird Sicherheit zusätzlich zur regulatorischen Verpflichtung. Für Maschinenbauer bedeutet das einen Paradigmenwechsel: Sicherheit muss von Anfang an Bestandteil der Entwicklung sein. Genau diesem Ansatz folgt Sigmatek mit Security by Design. Sicherheit beginnt dabei bereits auf Hardwareebene und erstreckt sich über das Betriebssystem bis hin zur Maschinenapplikation. Alle Prozesse werden von Grund auf sicher gestaltet.
Dedizierte Sicherheitsbausteine (TPM) bzw. direkt in den Prozessor integrierte Security-Komponenten stellen einen geschützten Speicher für kryptografische Schlüssel und Zertifikate bereit. Sie bilden den Vertrauensanker, auf dem die weiteren Sicherheitsmechanismen basieren. Im Secure-Boot-Prozess werden die einzelnen Softwarekomponenten entlang der Boot-Kette überprüft. Integritätsmechanismen schützen Root-Dateisystem und Konfiguration vor Manipulation, kryptografisches Schlüsselmaterial wird verschlüsselt abgelegt. So lassen sich Manipulationen erkennen, bevor sie Auswirkungen auf das System haben. Auch die Kommunikation folgt klaren Sicherheitsprinzipien. Verschlüsselte Verbindungen schützen sensible Daten, während ein Whitelisting-Ansatz dafür sorgt, dass ausschließlich definierte Kommunikationswege zugelassen werden: Erlaubt ist nur, was explizit freigegeben ist – alles andere wird blockiert. Git, CI/CD-Pipelines, automatisierte Builds, Code-Reviews im Team: in der Softwareentwicklung seit Jahren Standard, in der SPS-Programmierung bisher kaum umsetzbar. ‣ weiterlesen
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„Cybersecurity darf kein zusätzliches Feature sein“, ist Seifert überzeugt. „Sie muss integraler Bestandteil der Automatisierungslösung sein. Alles andere wird den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht.“ Das Sicherheitsengagement des Salzburger Automatisierungsexperten endet jedoch nicht mit der Auslieferung. Sichere Prozesse begleiten die CRA-konformen Automatisierungslösungen über den gesamten Produktlebenszyklus: Dazu gehören Software-Stücklisten (SBOM), ein strukturiertes Schwachstellenmanagement, ein Meldekanal für Sicherheitslücken und kostenlose Sicherheitsupdates über den gesamten Support-Zeitraum. Ergänzt wird dies durch die gezielte Auslegung von Schutzmaßnahmen entsprechend der tatsächlichen Exposition der jeweiligen Kommunikationsschnittstelle.
Security by Design bis in die Applikation
Security erstreckt sich jedoch nicht nur auf Hardware und Betriebssystem. Die stärkste Sicherheitsarchitektur verliert ihren Wert, wenn sie nicht bis in die Maschinenapplikation hinein weitergeführt wird. Deshalb setzt sich der Security-by-Design-Gedanke konsequent in der Engineering-Plattform Lasal fort. Entwickler erhalten Werkzeuge, mit denen Sicherheitsanforderungen bereits während der Projektierung berücksichtigt werden können. Kommunikationsprotokolle wie OPC UA und MQTT, kryptografische Funktionen und Access-Control-Konzepte unterstützen die Umsetzung sicherer Maschinenapplikationen. Benutzer lassen sich über Passwort oder RFID authentifizieren. Rollenbasierte Zugriffskonzepte sorgen dafür, dass jeder Anwender ausschließlich die Funktionen nutzen kann, die für seine Aufgabe erforderlich sind. Maschinen kommunizieren, reagieren und steuern Prozesse. Nur ihr Licht wird oft noch als passive Komponente behandelt. Dabei zeigen SPS-Anbindung, IO-Link und Signalfunktionen: Intelligentes Licht kann längst mehr als leuchten. ‣ weiterlesen
Wie intelligent ist Licht?
Darüber hinaus unterstützt Lasal die Programmierung und Konfiguration von Safety-Funktionen. Hier zeigt sich ein weiterer Trend: Functional Safety und Cybersecurity wachsen immer stärker zusammen. Beide Disziplinen beeinflussen sich gegenseitig und müssen bereits in der Entwicklung gemeinsam gedacht werden. Das erfüllt nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern kann Maschinenbauern auch Wettbewerbsvorteile verschaffen. Bei Sigmatek werden Security by Design und Security by Default in allen Produkten verankert – ohne die Echtzeitfähigkeit, Deterministik und funktionale Sicherheit der Systeme zu beeinträchtigen.
Entscheidend ist das Zusammenspiel
Betrachtet man Konstruktion und Entwicklung moderner Maschinen und Anlagen, wird eines deutlich: Die entscheidende Innovation liegt immer seltener in einer einzelnen Komponente. Eine moderne Visualisierung benötigt leistungsfähige Rechenhardware. Diese wiederum benötigt ein sicheres Betriebssystem. Sichere Systeme erfordern eine durchgängige Security-Architektur. Und all das muss sich effizient entwickeln, konfigurieren und warten lassen. Maschinen sind zukunftssicher, wenn die eingesetzten Automatisierungskomponenten zusammenspielen und dadurch Komplexität beherrschbar wird. Für den Anwender bedeutet das eine einfachere Bedienung, für den Maschinenbauer mehr Flexibilität und für den Betreiber langfristige Investitionssicherheit.














