Im Gegensatz zu klassischen Bits, die über einen robusten Speicher verfügen (z.B. durch Fehlererkennung und -korrektur mittels doppelter Bits), sind Qubits extrem empfindlich. Schon bei Standardmessungen können Fehler auftreten. Um diese Fehler zu minimieren, werden physikalische Qubits zu logischen Qubits kombiniert. Dabei werden Fehler durch die Überwachung von Korrelationen zwischen den Qubits erkannt und korrigiert. Allerdings erfordert dies eine große Anzahl von physischen Qubits, um ein einziges logisches Qubit zuverlässig darzustellen. Dieses Prinzip ähnelt der Fehlerkorrektur in modernen WLAN-Geräten oder Speichersystemen, wo redundante Daten zur Fehlerbehebung genutzt werden.
Darüber hinaus arbeiten Unternehmen wie OQC daran, Quantencomputing-Lösungen direkt in bestehende IT-Systeme von Endnutzern zu integrieren. Dadurch können Unternehmen schon heute mit der Entwicklung und Erprobung von Quantenanwendungen beginnen. So sind sie besser darauf vorbereitet, die Vorteile einer frühen Markteinführung zu nutzen, sobald die Technologie ausgereift ist.
Gerald Mullally, CEO von OQC, betont: „Das gezielte Experimentieren mit Quantencomputern beginnt jetzt. Anwender sollten nicht auf perfekte Qubits warten: Wir ermöglichen es, bereits heute mit Quantencomputern zu arbeiten, die sich nahtlos in bestehende Abläufe integrieren lassen. So können sich Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten, während wir gleichzeitig Fortschritte im Design und in der Leistungsfähigkeit von Qubits erzielen.“ In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
High Performance und Quanten kombiniert
Mit OQC erhalten Kunden nicht nur Zugang zu Quantencomputing, sondern können auch Quantenfunktionen direkt in ihre bestehende IT-Infrastruktur integrieren. Dies geschieht mit der bewährten Leistung, Sicherheit und Skalierbarkeit, die sie von klassischen Systemen gewohnt sind. Der Quantenprozessor (QPU) von OQC, genannt Toshiko, verfügt über 32 Qubits und nutzt eine spezielle Through-Sapphire-Bearbeitungstechnologie. Dies ermöglicht es, High Performance Computing (HPC) – also die Nutzung von leistungsstarken Rechnerclustern – und Quantencomputing in derselben Anlage zu kombinieren. Damit war OQC das erste Unternehmen, das HPC und Quantencomputing nicht nur über das Internet, sondern auch vor Ort (On-Premise) in denselben Räumlichkeiten verbinden konnte. Dies schafft die Grundlage für Workload Managed HPC, bei dem klassische und Quantenberechnungen nahtlos zusammenarbeiten.
OQC hat bereits erfolgreich On-Premise-Integrationen mit Partnern wie Fujitsu und NVIDIA in Kunden-Ökosystemen umgesetzt. Das Unternehmen ist HPC-agnostisch, was bedeutet, dass es mit nahezu jedem HPC-Anbieter zusammenarbeiten kann. OQC hat spezielle Colocation-Rechenzentren aufgebaut, in denen Quantencomputing-Systeme direkt in bestehende Computing-Ökosysteme integriert sind. Dort arbeiten beispielsweise der NVIDIA Grace Hopper Superchip und Fujitsu-Systeme Seite an Seite mit den Quantencomputern von OQC. Diese Kombination ermöglicht hybride klassisch-quantentechnische Experimente, bei denen die Stärken beider Technologien genutzt werden.
Solche hybriden Architekturen – ob in der Cloud oder On-Premise – sind entscheidend, um Quantencomputing für Nutzer und Unternehmen zugänglich zu machen. Sie bieten einen nahtlosen Einstieg in Quantenexperimente, ohne dass bestehende Systeme komplett ersetzt werden müssen. Dank der Coaxmon-Architektur von OQC kann die Integration von QPUs in HPC-Systeme ohne zusätzliche Fertigungsschritte skaliert werden. Diese Architektur zeichnet sich durch eine hohe Bauteildichte aus, was den Nutzen der Kryotechnik (tiefe Temperaturen für den Betrieb von Quantenprozessoren) maximiert. Gleichzeitig vermeidet sie den kostspieligen Austausch des gesamten Systems, wenn neue QPUs eingeführt werden. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
Zusätzlich hat OQC eine schnelle supraleitende Laufzeitumgebung entwickelt, die einen hohen Durchsatz von Quantenprogrammen ermöglicht. Diese Geschwindigkeit passt zu den schnellen Gate-Operationen der Quantenprozessoren. Die Quantencomputer von OQC sind seit Jahren im Einsatz und erhalten hohe Service-Level-Agreements (SLAs) sowie einen guten Kundensupport.



















