Die 62 war so etwas wie eine magische Zahl für den Sicherheitsbus: Genau so viele Teilnehmer nämlich ließen sich von einem AS-i-Doppelmaster mit integriertem Safety-Monitor dirigieren. Sobald ein Slave mehr angeschlossen werden sollte, stellte sich sofort die Gretchenfrage: Wie ist das in dieser speziellen Anwendung möglichst effizient umsetzbar? Antworten darauf gab es natürlich auch bisher schon. Die einfachste davon war die Kopplung sicherer Signale über potenzialfreie Kontakte. Der Vorteil für den Anwender: Er kann die Kopplung mit der vorhandenen Hardware umsetzen. Aber auch die Kehrseite ist offensichtlich: Da es sich bei dieser Variante letztlich um eine Art Parallelverdrahtung handelt, macht sie prinzipiell nur dann Sinn, wenn sich die Anzahl der zu koppelnden Signale an den Fingern einer Hand abzählen lässt. Sollten mehr sichere Signale gekoppelt werden, bot sich vor allem die Verbindung mehrerer sicherer Netze direkt über AS-Interface an. Dabei ging jedoch pro Gateway ein AS-i-Kreis für die Kopplung verloren. Immer größere Anlagen Dennoch war man mit diesem Lösungsspektrum für die wichtigsten Anforderungen des Marktes bis vor Kurzem gut gerüstet. In letzter Zeit allerdings kristallisiert sich sowohl in der Fabrik- als auch in der Prozessautomatisierung ein eindeutiger Trend zu größeren, verzweigten Anlagen heraus. Das heißt konkret: Was früher im Hinblick auf den Gesamtmarkt eher als Ausnahme galt, wird zunehmend zur Regel und rückt die bisherige Kosten-Schallmauer bei 62 Teilnehmern ins Blickfeld von immer mehr Anwendern. Deshalb ist klar: Die Zahl 62 darf angesichts der aktuellen Marktentwicklung in Zukunft für AS-i Safety-Anwender keine allzu große Rolle mehr spielen. Genau so lautete denn auch der Auftrag an die hauseigene Entwicklungsabteilung von Bihl+Wiedemann, die zur SPS/IPC/Drives 2011 in Nürnberg eine AS-i-typische Lösung vorstellte: die sichere Querkommunikation über die integrierte Ethernet-Diagnoseschnittstelle der neuen Gateways mit integriertem Sicherheitsmonitor. Wegen der technologischen Entwicklung liegt die numerische Latte jetzt so hoch, dass ihre genauen Koordinaten in der Realität kaum noch eine Rolle spielen dürften. Denn die neuen Geräte von Bihl+Wiedemann erlauben die sichere Kommunikation von bis zu 1922 Slaves quer durch alle angeschlossenen AS-i-Netze. Sie haben direkten Zugriff auf die Eingangs- und Ausgangsdaten aller beteiligten Maschinen. Die Geräte tauschen die Werte automatisch miteinander aus und stellen sie dem jeweiligen Programm zur Verfügung. Insgesamt können auf diese Art bis zu 31 der neuen Gateways mit integriertem Sicherheitsmonitor miteinander gekoppelt werden – ohne, dass an irgendeiner Stelle Leistung verloren geht und ohne Einsatz zusätzlicher Hardware. Alle Module hören mit Möglich wird das über eine neu konzipierte Ethernet-Schnittstelle an den Geräten. Bisher war diese Funktion \’nur\‘ dazu da, die im gesamten Netz gesammelten Diagnoseinformationen weiterzugeben und den Zugriff für die Fernwartung via Webserver zu ermöglichen. Diese Funktionen bleiben auch zukünftig erhalten. Zusätzlich kann diese Schnittstelle nun aber bis zu 31 sichere Bits pro Gateway anderen Teilnehmern zur Verfügung stellen. Das heißt: Jedes Modul in den miteinander vernetzten AS-i-Kreisen hört alle sicheren Signale mit und ist damit – auch ohne Einsatz einer fehlersicheren Steuerung – in der Lage, direkt auf neue Informationen zu reagieren. Interessant ist die neue Option vor allem für zwei Gruppen von Anwendern. Zum einen für Anwender z.B. im Bereich Maschinenbau, die AS-i-Safety at Work verstärkt in immer größeren reinrassigen Sicherheits-Applikationen einsetzen. Zum anderen aber auch für diejenigen, die sich die Möglichkeit, sichere und nicht-sichere Signale auf ein und derselben Leitung zu übertragen, zunutze machen. Denn gerade bei der Kombination von AS-i Safety at Work und der Standard-Version von AS-Interface wird das Limit von 62 Teilnehmern naturgemäß immer häufiger überschritten.
AS-i Safety at Work: Sichere Querkommunikation über Ethernet-Diagnoseschnittstelle
-
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell für Machine-Vision-Anwendungen ausgelegt ist.
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten. Für Industrie-4.0-Anwendungen müssen diese Systeme jedoch zunehmend in moderne Datenarchitekturen eingebunden werden. Retrofit-Lösungen ermöglichen es,…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von Phishing Mails durch perfide Tricks. Doch auch die Gegenseite rüstet sich mit KI-Tools gegen digitale…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf Maschinenbauer und Gerätehersteller, Cybersecurity systematisch in ihre Produkte zu integrieren. Gleichzeitig eröffnet eine sichere Kommunikationsinfrastruktur…
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
das könnte sie auch interessieren
-
Warum KI im Mittelstand einen neuen Ansatz braucht
Vom Hype zur Wirkung
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
















