Moderne Pitch-Control-Systeme stellen den Anstellwinkel der einzelnen Rotorblätter mehrmals pro Umdrehung dynamisch nach. Bei den heute am weitesten verbreiteten elektrischen Pitch-Antrieben sind sehr schnelle Schalt- und Regelzeiten möglich. Das minimiert die Belastung des Rotors und der Blätter und schützt Turm und Antrieb vor Biegemomenten. Zusätzlich werden Backup-Systeme installiert, damit auch bei einem Ausfall der externen Stromversorgung ein sicherer Betrieb dieses Hauptbremssystems gewährleistet ist. Für den Einsatz eignen sich Batterien mit Ladeüberwachung sowie im Störfall eine Onlinediagnose. Wirkungsgrad schützt Elektrik vor Überhitzung Während des Regelbetriebs des Pitch-Antriebs wird die Bremse mit Nennspannung gelüftet. Dann genügt eine deutlich reduzierte Spannung für die benötigte Halteleistung. Dadurch verringert sich auch die Verlustleistung. Dies wiederum reduziert den Temperaturanstieg in der Kabine der Windkraftanlage und wirkt der Überhitzung elektrischer Komponenten entgegen, die mittlerweile aufgrund der immer kompakteren Einbauräume bei steigenden Anforderungen an die Steuerung zu einem ernsthaften Problem werden kann. Auf eine zuverlässige Klimatisierung kann man demzufolge in den meisten Fällen nicht verzichten. Zustandsüberwachung der Pitch-Bremse Sicherheitsbremsen in Pitch-Antrieben von Windkraftanlagen sind in der Regel nicht mit eigenen Systemen zur Überwachung des Schaltzustandes ausgestattet. Für die gängigen Umgebungsbedingungen von Windkraftanlagen wie Temperaturen von -20 bis +50°C sowie häufige Kondensatbildung sind die üblicherweise in Sicherheitsbremsen verwendeten Mikroschalter zur Zustandsüberwachung nicht dauerhaft sicher einsetzbar und stellen einen vermeidbaren Unsicherheitsfaktor dar. Gleiches gilt für Initiatoren. Sollte die Sicherheitsbremse etwa durch einen Defekt in der Stromzuführung nicht mehr funktionieren, bleibt die Bremse geschlossen und bremst den Antrieb, ohne dies selbst an die Steuerung zu melden. Schäden an der Anlage vermeiden Pitch-Antriebe werden deshalb so ausgelegt, dass der Antrieb den Rotor auch gegen die geschlossene Bremse verdrehen und in Fahnenstellung bringen, also aus dem Wind stellen kann. Schäden an der Anlage sollen so vermieden werden. Hierzu benötigt man jedoch fundierte Kenntnisse über die Bremsmomenttoleranzen der eingesetzten Bremse. Dieses Wissen ist wichtig, um während des Betriebs immer ein ausreichendes Bremsmoment zum Halten des Rotors bereitzustellen. Allerdings darf man gleichzeitig das Bremsmoment das maximale Motormoment nicht überschreiten, um gegen die geschlossene Bremse in Fahnenstellung drehen zu können. Motorstromüberwachung erkennt den Ausfall Zur Zustandsüberwachung der Bremse gibt es nun mehrere Möglichkeiten: Lüftet eine Bremse nicht mehr, muss der Motor das hohe Lastmoment der geschlossen Bremse überwinden. Eine Motorstromüberwachung vergleicht die Stromaufnahme mit den beiden anderen Antrieben und erkennt den Ausfall. Grundsätzlich erfolgt auch eine Kontrolle der aktuellen Rotorstellung, etwa mit Initiatoren, die ungewollte Abweichungen unverzüglich erkennt. Eine gewissenhafte Auslegung der eingesetzten Komponenten ist dabei Voraussetzung für die langfristige Betriebssicherheit.
Elektromagnetische Bremsen in Pitch-Antrieben: Sicher durch den Sturm
-
Hima wächst in schwierigem Marktumfeld
Hima, Anbieter sicherheitsgerichteter Automatisierungslösungen, ist im Geschäftsjahr 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld gewachsen.
-
Deutsche Elektroexporte bleiben vorerst auf Wachstumskurs
Im April entwickelten sich die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie Monat weiter beschleunigt positiv: Sie stiegen um 9,5% gegenüber Vorjahr auf 22,0Mrd.€.
-
Vorstandswahlen bei PLCopen
PLCopen hat einen neuen Vorstand gewählt, nachdem drei Mitglieder zurückgetreten sind.
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
R&M stärkt Produktmanagement und Marketing
Dr. Hannes Grubinger hat die Position des Chief Product & Marketing Officers bei R&M übernommen und wurde zugleich Mitglied der Geschäftsleitung.
-
Potentiometer
Präzisionspotentiometer individuell angepasst
Megatron bietet Präzisionspotentiometer für Anwendungen in Medizin-, Labor-, Industrie- und Messtechnik an und…
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Steckverbinder – Docking-Systeme
Erweiterte Docking-Lösungen für automatisierte Andockprozesse und hohe Steckzyklen
Odu bietet mit seinen Docking-Lösungen auf Basis der Odu-Mac Silver-Line eine modulare Schnittstellenplattform…
-
Analogmodul für Fußschalter
ASA Schalttechnik erweitert sein Portfolio um ein Analogmodul für Fußschalteranwendungen.
-
Prozessautomatisierung
Ethernet-APL-Switches verbinden bis zu zwölf Feldgeräte direkt mit dem Ethernet-Netzwerk
Phoenix Contact erweitert sein Ethernet-APL-Portfolio um zwei Managed-Switch-Varianten mit zwölf Ports für die…
-
Elektromechanischer Fügemodule
Kistler präsentiert elektromechanische Fügesysteme, die Messdaten mittels weiterentwickelter Telemetrie kabellos übertragen.
-
Neue Funktionen für Siemens KI-Agent
Siemens hat zwei neue Funktionen für den Eigen Engineering Agent, eine speziell für…
-
Antriebstechnik
Motor und Umrichter zu einer kompakten Antriebseinheit kombiniert
Mit Nordac Fusion stellt Nord Drivesystems ein integriertes Antriebssystem vor, das Motor und…
-
Neue IO-Link-Komponenten bringen Innovationen in die Automation
Mehr Flexibilität auf den letzten Metern
IO-Link hat sich zum Standard-Installationssystem auf der untersten Feldebene entwickelt. Weltweit sind schon…
-
Zahl der Industriebeschäftigten auf Zehnjahrestief
Wie aus einer Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der…
-
Mehr Kraft für Linearantriebe
Stöber hat die Leistungsfähigkeit seiner Zahnstangengetriebe, einer Kombination aus den Planetengetrieben PH sowie…
-
Multiprotokoll-Schnittstelle für IO-Link-Master
Text:Der IO-Link Master AL1602 von IFM mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B)…
-
5G-Konnektivität für die Industrie
Mit der Aufnahme der 5G RedCap-Router von Teltonika erweitert Spectra das Portfolio um…
-
Linearführung für Extrembedingungen
Bosch Rexroth erweitert sein Portfolio an Kugelschienenführungen um den Führungswagen NRTVG für Anwendungen…
-
Ganzheitliche Asset-Strategie statt isolierter Wartung
Predictive Maintenance über Systemgrenzen hinweg
Predictive Maintenance ist längst mehr als ein Trendthema der Instandhaltung. In vielen produzierenden…
-
IO-Link ist für IFM mehr als eine Schnittstelle – eine Strategie
Der lange Weg vom Sensor-Interface zum Ökosystem
Wenn Joachim Uffelmann, langjähriger IO-Link-Experte bei IFM Electronic, über die Sensorschnittstelle spricht, wird…
-
Wie Simulation die elektrische Auslegung und die Inbetriebnahme beschleunigt
Virtuell voraus
Die Simulation elektrischer Antriebe ist in der Antriebstechnik längst mehr als ein reines…
-
Kommunikationsfreudige Switches erleichtern die Modernisierung von Schaltanlagen
Weniger Kosten und Konfigurationsaufwand
Alle Unternehmen sind auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen – doch nur wenige verfügen…
-
SE Tylose setzt auf SAP PM und Argvis als durchgängige CMMS-Plattform
Schluss mit Insellösungen in der Instandhaltung
Über 30.000 Aggregate, strenge GMP-Vorgaben und gewachsene IT-Strukturen: Die Instandhaltung bei SE Tylose…
-
Kreislaufwirtschaft in der Robotik
Ein zweites Leben für Industrieroboter
Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren von einem optionalen Zusatz zu einem…
















