Angriffe auf die IT-Infrastruktur in mittelständischen Unternehmen sind nicht selten. Die Bedrohungspotenziale sind bekannt: Viren, Spam, Trojaner und Datenverlust durch unbeabsichtigtes Löschen. Einige Unternehmen erlebten aber auch Denial-of-Service-Attacken. Diese zielen auf die Dienstunfähigkeit des Servers ab. Zugangsversuche durch unberechtigte, externe Nutzer oder Manipulationsversuche bei Informationen und Systemeinstellungen gehören ebenso zu den weniger geläufigen Sicherheitsrisiken für IT-Systeme. Lediglich 18% der von IDC Befragten gaben an, dass sie in dieser Hinsicht noch keinerlei Erfahrungen gemacht haben. Sicherheitsprobleme lauern im Verborgenen Diese Nachricht scheint erfreulich zu sein. Jedoch bleibt zu vermuten, dass die wenigsten dieser Unternehmen sich tatsächlich in der glücklichen Lage befinden, noch keine Probleme mit Angriffen auf die IT-Sicherheit vermelden zu können. \“Auch diese Unternehmen werden irgendwann mit den sich stetig verändernden Bedrohungspotenzialen konfrontiert und sollten für den Tag X entsprechend vorbereitet sein\“, rät Martin Haas, Consulting Director bei IDC in Frankfurt und Projektleiter der Studie. Der größte Teil der vermeintlich unbehelligten Unternehmen wird vermutlich unbemerkt mit dem Problem konfrontiert worden sein. \“Nichts ist gravierender als ein IT-System, das Bedrohungspotenzialen ausgesetzt ist, die unbemerkt real werden\“, stellt Haas fest. \“Insbesondere der Verlust von Daten oder das Ausspionieren von Kundendaten kann zu umfassenden betriebswirtschaftlichen Schäden führen.\“ Vor diesem Hintergrund ist der Aufbau einer ganzheitlichen Sicherheitsinfrastruktur dringend zu empfehlen. Eine solche Lösung basiert auf definierten Zielsetzungen, die idealerweise mit den strategischen Unternehmenszielen verknüpft werden. Hieraus ergeben sich die individuellen Sicherheitsanforderungen eines Unternehmens. Eine Kombination aus Hardware, Software, Dienstleistungen und Sicherheitsrichtlinien sorgt für die Umsetzung der Schutzmaßnahmen. Das Sicherheitsbewusstsein steigt Zahlreiche Unternehmen haben ihren Optimierungsbedarf in Bezug auf die Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur erkannt und werden in den nächsten zwei bis drei Jahren das Problem in Angriff nehmen. Haas zeigt sich positiv überrascht, denn die Interviewpartner gaben an, definitiv entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen. Lediglich 7% der Befragten geben an, dass ihre Ausgaben für die Gewährleistung der IT-Sicherheit in den nächsten zwei bis drei Jahren sinken werden. Mit der Verbesserung des Sicherheitsniveaus ist auch eine zunehmende Komplexität der Gesamtlösung in den Unternehmen verbunden. \“Deshalb ist davon auszugehen, dass zumindest Teile der Sicherheitslösung in Form von Managed-Services in Anspruch genommen werden\“, so Haas. Die Unterstützung von Security-Experten wird auch dringend notwendig sein, denn der Zeitraum von zwei bis drei Jahren ist bei weitem keine beruhigende Aussicht. Falsche Zurückhaltung ist gefährlich
Betriebswirtschaftliche Schäden vermeiden: IT-Security im Mittelstand
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