2013 wird der globale Roboterabsatz um ca. zwei Prozent auf 162.000 Stück steigen. Das IFR Statistical Department erwartet zwischen 2014 und 2016 einen weltweiten Anstieg des Roboterabsatzes von durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr. In 2016 wird ein Jahresabsatz von mehr als 190.000 Industrierobotern erwartet. 2013 wird sich die Nachfrage der Automobilindustrie in bestimmten Märkten verlangsamen, nachdem drei Jahre in Folge die Roboterinstallationen in den traditionellen Märkten und in den Wachstumsmärkten kräftig gestiegen waren. Die Elektro-/Elektronikindustrie wird vermehrt in Roboter investieren, um ihre Produktion zu automatisieren bzw. für neue Produktionsprozesse umzurüsten. Ein weiterer Anstieg von Roboterbestellungen wird außerdem von anderen Industrien erwartet, insbesondere von der pharmazeutischen Industrie, der Lebensmittelindust-rie und der Metall- und Maschinenbauindustrie. In Nordamerika, Brasilien, Südkorea, China, in den meisten anderen südostasiatischen Märkten sowie in fast allen zentral- und osteuropäischen Märkten und in der Türkei wird ein wachsender Roboterabsatz erwartet. In Japan werden die Verkäufe aufgrund der weiterhin schwachen heimischen Elektro-/Elektronikindustrie sinken. Auch in Deutschland ist ein Rückgang des Roboterabsatzes eher wahrscheinlich – nach drei Jahren erheblicher Roboterinvestitionen durch die Automobilindustrie. Großbritannien ist in einer ähnlichen Situation und wird auch eine Verringerung des Roboterabsatzes in 2013 spüren. Aufgrund der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Situation in Italien, Frankreich und Spanien, werden die Verkäufe dort auch sinken oder stagnieren. Durch mehr komplexere Robotersysteme, die den Markt erobern, könnte die wertmäßige Umsatzentwicklung wie auch schon 2011 und 2012, besser sein. Das IFR Statistical Department erwartet für die Jahre 2014 bis 2016 einen weiteren Anstieg der Roboterinstallationen von durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr. In den Jahren 2005 bis 2012 ist der Industrieroboterabsatz in China durchschnittlich um 25% jährlich auf 23.000 Stück im Jahr 2012 gestiegen. Diese Lieferungen beinhalten nicht die Verkäufe von chinesischen Roboterherstellern. Im Vergleich zu bereits hoch automatisierten Ländern wie Japan, Korea und Deutschland, die eine Roboterdichte zwischen 270 und 400 Indust-rierobotern pro 10.000 Mitarbeitern in der verarbeitenden Industrie haben, ist die Roboterdichte in China mit ca. 20 Robotern vergleichsweise gering. Um solch ein Niveau zu erreichen, müssten ungefähr eine Million neue Roboter in den nächsten Jahren in China installiert werden. Wenn man berücksichtigt, dass China bereits einer der größten Märkte ist, aber sich noch in der Anfangsphase zum Gebrauch von Robotern befindet, bietet der chinesische Markt in den nächsten Jahren ein enormes Absatzpotenzial für in- und ausländische Roboterhersteller.
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