Das zurückliegende Geschäftsjahr war für Mitsubishi Electric äußerst erfolgreich. Das Unternehmen konnte in allen Produktbereichen Umsatzsteigerungen verbuchen, erklärte Uwe Mester, Vertriebsleiter Central Europe. Man sei mit dem aktuellen Produktportfolio hervorragend aufgestellt, so Mester. Die Kompaktsteuerungsserie Melsec FX3U ist europaweit erfolgreich eingeführt, was im Bereich der Kompakt-SPSen eine Umsatzsteigerung von 17% hervorgerufen hat. Auch im Bereich der modularen Steuerungen erzielte Mitsubishi Electric europaweit einen Umsatzzuwachs von 23%. Zweistellig gewachsen sind auch die Umsätze im Bereich Antriebstechnik mit einem Plus von 24,7% bei den Servo-Motion-Technologien und von 16,7% bei den Frequenzumrichtern. Im Bereich Robotik konnte Mitsubishi Electric mit einem Umsatzzuwachs von 6% seine Position als führender Anbieter in Europa für industrielle Kleinroboter weiter behaupten. Entsprechend dem wachsenden Bedarf an Gesamtlösungen möchte das Unternehmen stärker als bisher seine Vertriebsaktivitäten auf den Endkundenmarkt ausrichten. MES- und Sicherheitslösungen zur Hannover Messe Zwei weitere wichtige Bausteine für die Lösungsstrategie des Unternehmens sind zum einen das für die Automatisierungsplattform Melsec System Q entwickelte MES Interface-Modul und zum anderen die neue Sicherheitssteuerung. Das MES Interface-Modul macht es möglich, Daten in Echtzeit zwischen Applikations- und Managementebene auszutauschen. Die MES-Lösung bietet den Unternehmen enorme Kostenvorteile, da sie konventionell aufgebaute Informationssysteme mit teuren Gateway-Rechnern komplett ersetzt. Gleichzeitig kann sie einfach in ein bestehendes Automatisierungskonzept integriert werden. Zusätzlich zu der steuerungsbasierten Lösung bietet Mitsubishi Electric jetzt auch Bediengeräte mit MES Interface-Funktion an. Eine Optionskarte, die in die Geräte eingesteckt wird, stellt die Funktion zur Verfügung. Die Kommunikation zwischen Bediengerät und Datenbank läuft über ein Ethernet-Netzwerk in Echtzeit. Die Auswahl der Daten erfolgt mit der normalen Bediengeräte-Programmiersoftware GT-Designer. Die neuen MES-Lösungen sind weitere Bausteine des e-F@ctory-Konzepts des Herstellers. Im Mittelpunkt dieses Konzepts steht der durchgängige Informationsfluss zwischen den Steuerungssystemen der Automationsebene und den Werkzeugen der Produktions- und Unternehmensplanung. Zentraler Baustein der fehlersicheren Speicherprogrammierbaren Steuerung ist das neu entwickelte Mikroprozessormodul vom Typ QS001CPU. Die zentrale Prozessoreinheit (CPU), die eine Sicherheitsarchitektur mit zwei Prozessoren aufweist, unterstützt bis zu 6.144 dezentrale E/A-Punkte und bis zu 14k Programmschritte. Ein Speicher für 3.000 Betriebs- und Fehlermeldungen macht die Sicherheitsabläufe transparent und gestattet eine schnelle und detaillierte Analyse bei Störungen. Die technologisch auf der modularen Steuerung Melsec System Q basierende Sicherheitssteuerung ermöglicht die nahtlose Kombination von Sicherheits- und Standardsteuerung in einem Automatisierungssystem, da man eine gemeinsame Technologieplattform hat. Die Sicherheitssteuerung lässt sich leicht in bestehende Anlagen einbauen und nach der Inbetriebnahme über das Netzwerk und die zentrale Standardsteuerung überwachen. Programmiert wird die Steuerung mit der um sicherheitsrelevante Komponenten erweiterten neuesten Version des GX Developer. Die integrierte Sicherheitssteuerung bietet die Möglichkeit einer anlagenweiten Überwachung sämtlicher Sicherheits- und Standardsteuerungsfunktionen in einem durchgängigen System. Mitsubishi Electric wird die MES- und die Sicherheitslösung auf der Hannover Messe vorstellen. (hsc)
Erfolgreiche Produktoffensive
Mitsubishi Electric möchte die vor zwei Jahren erfolgreich gestartete Produktoffensive fortsetzen und mit Neuentwicklungen in den Bereichen MES und Safety seine Geschäftstätigkeit in den nächsten Monaten weiter ausbauen. Des Weiteren soll das Angebot integrierter Automatisierungslösungen erweitert werden und eine stärkere Fokussierung auf den Endkundenmarkt stattfinden, so das Unternehmen auf seiner Pressekonferenz im Februar in Hockenheim.
Mitsubishi Electric Europe B.V.
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