In unserer Marktübersicht sind nach wie vor auch einige reine Analog-Oszilloskope mit Elektronenstrahlröhre präsent, die überwiegende Mehrheit bilden jedoch Weiterentwicklungen wie Analog-/ Digital-Oszilloskope, digitale Speicher-Oszilloskope und Ausführung für PCs. Anspruchsvolle Messaufgaben, bei denen Signalfrequenzen von 1GHz und darüber vorlagen, sowie Fälle mit selten auftretenden Vorgängen oder schwer triggerbaren Signalen zeigten die Grenzen von Analog-Oszilloskopen. Seltene Signalzustände Bei der Darstellung von Signalverläufen interessieren besonders periodisch auftretende Abweichungen sowie seltene Signalsituationen (Glitches). Eine schnelle Signalerfassungsrate und ausreichende Speichertiefe vorausgesetzt, lassen sich diese Zustände mit Vergrößerungen und speziellen Triggereinstellungen leicht ausfindig machen. Spezielle Trigger werden auch bei der Analyse von Feldbussen oder Industrial Ethernet benötigt. Als Trigger dienen hier z.B. der Start-Rahmen oder das Identifier Field. Durch die gleichzeitige Darstellung von Analyseergebnissen und Signalverläufen kann man dann herausfinden, wie Störungen oder Pegelschwankungen die Datenübertragung beeinflusst haben. Auswirkungen der PC-Technik Die Vorteile der PC-Technik haben deutliche Spuren auf die Oszilloskop-Messtechnik hinterlassen. Mit dem PC stehen vielfältige Speichermedien, leistungsstarke Prozessoren und größere Displays zur Verfügung. Dies führte zu Oszilloskopvarianten, die auf eine Anzeige und Bedienelemente verzichten und nur Messkanäle, Datenaufbereitung sowie PC-Schnittstellen besitzen. Andere Varianten bieten das Oszilloskop als PC-Einsteckkarte und nutzen die PC-Vorteile, zu denen auch eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche sowie zahlreiche Programme insbesondere zur Messdatenanalyse und Präsentation gehören. (ghl)
Marktübersicht: Oszilloskope
Oszilloskope gelten zu Recht als universelle Messgeräte. Die unterschiedlichen Einsatzbereiche wie Laborumgebung oder Serviceanwendungen in der Produktion sowie die vielfältigen Messaufgaben finden ihren Ausdruck in zahlreichen Oszilloskopvarianten. In den letzten Jahren hat die PC-Technik die Oszilloskopentwicklung stark beeinflusst, und zwar sowohl bei der Hardware (z.B. Speicher, Bildschirm) als auch bei der Software (z.B. Bedienoberfläche, Signalverarbeitung).
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