Das Münchner Ingenieurbüro Isko engineers AG hat eine neue Methode zur Simulation von Tiefziehwerkzeugen entwickelt. Das Vorgehen erlaubt es, die sonst ignorierte Elastizität von Werkzeugen einzubeziehen. Dadurch können bessere Werkzeuge leichter und in kürzerer Zeit entwickelt werden. Auch die Prognosequalität der virtuellen Funktionsprüfung und der Werkstückqualität kann gesteigert werden. Bisher werden unter normalen Entwicklungsrandbedingungen Werkzeuge stets als starre Strukturen behandelt. In der Realität sind die Werkzeuge aber immer elastisch. Das wirkt sich bei sehr hohen Kräften beim Tiefziehen auch auf die Werkstücke, also auf die Bleche, aus. Gerade bei modernen Werkstoffen wie hochfesten Stählen, bei denen es zu hohen Belastungen der Werkzeuge kommt, ist es wichtig, die elastische Deformation von Werkzeugen zu berücksichtigen. Beispielsweise in der Automobilindustrie ist ein hoher Anteil der Werkzeuge einer Produktionslinie häufig überdimensioniert. Das erhöht den Kostenaufwand für die Unternehmen. Wenn man bedenkt, dass ein Werkzeug schnell mehrere Millionen Euro kosten kann, ist es katastrophal, wenn unvorhergesehene Falten oder Risse auftreten. Das Münchner Ingenieurbüro hat eine Simulationsmethodik entwickelt, die elastische Verformungen des Werkzeugs berücksichtigt und mit ihren Ergebnissen dazu beiträgt, dass der Leichtbau von Werkzeugen vorangetrieben werden kann. Noch in diesem Frühjahr wird das Simulationsverfahren in die Testphase gehen. Elastische Deformation des Werkzeugs berechnen Was bisher eine Analysezeit von mehreren hundert Stunden bedeutet hätte, lässt sich nun innerhalb von zwei Tagen berechnen. Diese Methode ist exakter als Simulationen, die annehmen, dass Werkzeuge starr sind. Das hat für Unternehmen entscheidende Vorteile: Bei einem Werkzeug im Wert von mehreren Millionen Euro können Änderungskosten einen sechsstelligen Betrag erreichen. Diese aufgrund von Funktionsmängeln entstehenden Kosten gilt es zu vermeiden. Die neue Simulation bietet Möglichkeiten der Optimierung und Kosteneinsparung. Ein langwieriger und kostenintensiver Trial-and-Error-Prozess mit Realtests kann somit vermieden werden. Die Elastizität des Werkzeugs könnte ebenfalls bewusst genutzt werden, um Fertigungsprozesse zu optimieren. Zudem werden die Werkzeuge durch weniger Material leichter, was eine Kostenersparnis beim Rohstoff wie dem immer teurer werdenden Stahl mit sich bringt, sich auf die Energiekosten im Fertigungsprozess positiv auswirkt und das Handling der meist tonnenschweren Werkzeuge erleichtert. Auch die Lebensdauer der Werkzeuge könnte besser auf den erforderlichen Einsatzzeitraum abgestimmt werden. Substrukturtechnik reduziert Aufwand Die Ingenieure von Isko nutzen für ihre Analyse die für Tiefziehsimulationen übliche Finite-Elemente-Methode (FEM). Dabei kann ein Bauteil in endlich viele Elemente zerlegt werden, die die Geometrie und das Material des Objekts abbilden. Für die effektive Analyse großer Modelle verwenden sie die sogenannte Substrukturtechnik. Die Gesamtstruktur eines Werkzeugs wird so auf seine Wirkflächen, Kontaktflächen und Lagerknoten reduziert. Durch die Substrukturtechnik wird es erst möglich, die Elastizität des Werkzeugs in die Berechnung einfließen zu lassen. Denn so verringert sich die Analysezeit, und auch der Speicherbedarf sinkt. Forschungen des Ingenieurbüros haben ergeben, dass durch die Verwendung der Substrukturtechnik der Rechenaufwand um über 90% verringert werden kann. Die Speichereinsparung beträgt bis zu 95%. Mit dieser Technik ist das Unternehmen in der Lage, sinnvolle Antwortzeiten in der Werkzeugentwicklung, also der Tiefziehsimulation mit Berücksichtigung der Werkzeugelastizitäten, anzubieten. Nach der Testphase des Programms in diesem Frühjahr wird das neue Vorgehen verfügbar sein.
Verbesserung der Werkzeugentwicklung
-
Engineering & Digitalisierung
Der ganz einfache Einstieg in die Produktionsanalyse
Mitsubishi Electric erweitert sein Softwareportfolio um die browserbasierte DataNavigateApp.
-
Mit dem Smartphone auslesbar
Nutzungsüberwachung für Crimpwerkzeuge
Im Schaltschrank- und Maschinenbau hängt die Qualität elektrischer Verbindungen maßgeblich von der Zuverlässigkeit der eingesetzten Crimpwerkzeuge ab.
-
Sensorik
Induktiver Wegsensor überwacht thermische Gehäusedehnungen
Avibia erweitert sein Portfolio zur Schwingungs- und Zustandsüberwachung um den induktiven Wegsensor HEP-100 von MC-Monitoring.
-
Überbrückung von Netzunterbrechnungen
Puffermodule mit 20 und 40A
Mit den neuen PCC-1424-200-0 und PCC-1424-400-0 erweitert Block sein Portfolio um leistungsstarke Puffermodule mit 20 und 40A.
-
Stromversorgung
IPC-Netzteil erhält Schutzlackbeschichtung für raue Umgebungen
Bicker Elektronik erweitert sein lüfterloses 200W-Industrie-PC-Netzteil BEP-520C um eine standardmäßige Schutzlackbeschichtung (Conformal Coating).
-
Cybersecurity
Arm-basierte Industriecomputer erhalten IEC62443-4-2-SL2-Zertifizierung
Moxa hat für seine 64Bit-Arm-basierten Industriecomputer der UC-Serie mit dem Betriebssystem Moxa Industrial…
-
Industrielle Kommunikation
Modulare Routergeneration kombiniert Flexibilität, Edge Computing und Security
Insys Icom erweitert sein Portfolio um die modulare Routergeneration MRX.neo.
-
Rekordbeteiligung beim 2026 European Ethercat Plug Fest
Das 36. European Ethercat Plug Fest endete nach zwei intensiven Tagen am 15.…
-
Kanalabsicherung mit Switch-Mode-Design
Intelligente Fehlerstrategie für DIN-Schienen-Netzteile
24V-Schaltschränke für die DIN-Schiene enthalten wichtige Stromversorgungs- und elektronische Sicherungsvorrichtungen (E-Fuses) für eine…
-
Philip Harting verstärkt VDMA-Hauptvorstand
Der VDMA hat Philip Harting in den Hauptvorstand aufgenommen.
-
Schwere Industriesteckverbinder bei der Montage und Inbetriebnahme
Schneller verbunden, schneller produktiv
Mit welchen Herausforderungen sieht sich der Maschinen und Anlagenbau konfrontiert und welchen Beitrag…
-
Antriebstechnik
Hybridleitungen reduzieren Aufwand, Kosten und Störanfälligkeit
Antriebssysteme sollen heute kompakt, leistungsfähig und zuverlässig sein. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an…
-
Interview: Wie Hilscher und Schwarz Digits eine europäische Edge-to-Cloud-Infrastruktur für industrielle Datenräume und digitale Services aufbauen
Datensouveränität beginnt an der Maschine
Maschinendaten gelten als Grundlage für digitale Services, KI-Anwendungen und neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig steigen…
-
Design, Produktsuche und Beschaffung auf einer Plattform
Nachschlagewerk für Automatisierer
Wer als Maschinen- oder Anlagenbauer schnell die richtigen Komponenten finden, Schaltpläne skizzieren und…
-
Elektroexporte wachsen etwas langsamer
Mit Warenlieferungen im Wert von 20,7Mrd.€ verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie auch…
-
DataTec verzeichnet 9% mehr Aufträge
DataTec hat das Geschäftsjahr 2025/2026 in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich abgeschlossen.
-
NIS-2 in fünf Schritten strukturiert und pragmatisch umsetzen
So gelingt das Setup
Cyberangriffe auf industrielle Systeme sind längst keine Ausnahme mehr. Produktionsanlagen, Steuerungen und vernetzte…
-
Erfolgreiches Omlox-Plugfest
Auf dem Omlox-Plugfest prüften 21 Experten aus neun Unternehmen zwölf verschiedene Omlox-Komponenten, darunter…
-
Energy-Monitoring für nachhaltige Umgebungen
Plug&Play-Energieüberwachung
Facility-Management-Systeme (FMS) ermöglichen die Echtzeitmessung/-überwachung des Energieverbrauchs für die Kostenoptimierung. Sie unterstützen erweiterte…
-
Schwarz Digits eröffnet neuen Campus
Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, hat ihren neuen Campus…
-
Update-Management für vernetzte Maschinen
Aus Pflicht wird Potenzial
Vernetzte Maschinen müssen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg aktualisiert werden und Hersteller müssen…
-
Virtuelle SPS: Reif für die Praxis?
Lange galt die virtuelle SPS als Zukunftsvision. Inzwischen sehen viele Hersteller sie als…
-
IIoT und Cloud-Visualisierung
Sensordaten sicher erfassen und weltweit visualisieren
Edge Computing und Cloud-Technologien verändern den Umgang mit Produktionsdaten. Maschinen- und Sensordaten lassen…
-
Interview auf dem Eplan Next26
Wie KI, Daten und Plattformen die Elektrokonstruktion verändern
Auf dem Event Eplan Next26 in München standen die Zukunft des Engineerings, künstliche…
-
Stromversorgung außerhalb des Schaltschranks
Netzteilreihe mit Schutzart IP67
Mit der neuen Netzteilreihe S8NR bringt Omron robuste Netzteile mit Schutzart IP67 auf…
















