Der Arnsberger Wald – Die Sauerland-Waldroute. Ein beliebter Wanderweg quer durch das Land der tausend Berge streift die alte Hauptstadt des einstigen Herzogtums Westfalen und auch der Ruhrtal-Wanderweg, der den Fluss von der Quelle im sauerländischen Winterberg bis zur Mündung in die Industriestadt Duisburg begleitet, führt mitten durch die gepflegte Stadt. Am Ufer der Ruhr, die hier noch als Bach ganz idyllisch über Wiesen fließt, nur über eine kleine Straße durch den Wald zu erreichen, befindet sich eine Pumpenanlage der Stadt Arnsberg. Sie sorgt dafür, dass die Abwässer der in der Nähe befindlichen Sportanlagen den Weg in die Kanalisation finden. Soweit alles ganz einfach. Allerdings führt die Ruhr gelegentlich Hochwasser – etwa, wenn im Frühling der Schnee in den Skigebieten des Sauerlandes schmilzt. Hinzu kommt die wachsende Zahl an Unwettern, die immer häufiger den kleinen Fluss unvermittelt über die Ufer treten lassen und damit auch die Pumpstation unter Wasser setzen können. Aus diesem Grund wurde dort in einem zweiten Schacht eine weitere Pumpe aufgestellt, die eindringendes Wasser aus dem Fluss bei Bedarf abpumpen kann. Messwerte ohne Leitungen übertragen Logisch, dass die Verantwortlichen der Stadt, um Schäden zu vermeiden jederzeit über die reibungslose Funktion der Pumpen informiert sein möchten und auch die möglichen Wasserstände in den Schächten überblicken wollen. Allerdings befand sich draußen am Flussufer gerade mal eine Stromversorgung – an irgendwelche Telefon- oder Datenleitungen war hier nicht zu denken. Gelöst wurde diese Herausforderung schließlich mit eWon-Gateway aus dem Hause Wachendorff. Elektromeister Michael Hegemann aus Altena, als Systemintegrator mit den Produkten des Unternehmens bestens vertraut, installierte es in einem Verteilerkasten, der sich neben dem Pumpenschacht befindet. In diesem Verteiler ist auch die eigentliche Pumpensteuerung untergebracht, von der das Gerät auf direktem Weg Messwerte empfangen kann. Auch ein Fernzugriff auf die ganze Anlage wird so möglich. Per SIM-Karte und einer festen IP-Adresse hält das kompakte REG-Gerät nun den Kontakt zur Außenwelt. Von jedem beliebigen Web-Browser kann das Produkt durch Eingabe der IP-Adresse und eines Passwortes erreicht werden und auf einen Blick sind alle relevanten Werte der einsamen Pumpenstation auf dem Bildschirm. Ob Hochwasser oder Stromausfall: Das Gateway zeigt diese Begebenheiten nicht nur an, sondern protokolliert sie auch. Auf diese Weise werden auch die Pumpenlaufzeiten aufgezeichnet, um Wartungsintervalle einzuhalten. Im Alarmfall wird für das Absetzen einer SMS auf das Handy des diensthabenden Mitarbeiters gesorgt, sodass eine sofortige Reaktion möglich ist. Falls der Strom ausfallen sollte, ist ein Akkupuffer dafür da, dass diese Alarm-SMS in jedem Fall noch abgesetzt wird. Zum Thema Sicherheit Die Antenne wurde in einem robusten, versiegelten Kunststoffrohr aus dem Betonkasten, in dem sich der Verteiler befindet, herausgeführt. Auf diese Weise ist sie auch gegen Vandalismus gefeit – ein immer wichtiger werdendes Thema bei derart einsamen Plätzen. Die Technik selbst ist in einem sehr stabilen, hochwertigen Aluminiumgehäuse sicher untergebracht. Aufgrund des integrierten Webservers besteht die Möglichkeit, das eWon-Modul schon bei der Inbetriebnahme über ein Webinterface zu konfigurieren. Die vorhandene Standardprogrammiersoftware reicht aus, um beispielsweise Programmänderungen in der Steuerung vorzunehmen. Das bedeutet, dass keine weiteren Investitionen in zusätzliche Teleservice-Hardware und -Software von Nöten sind. Zusätzlich können aber auch eigens entworfene Webseiten per FTP auf das eWon übertragen werden. So besteht die Möglichkeit, mit der \’eigenen\‘ Bedienoberfläche zu arbeiten. Überwachung und Alarmierung Der Anwender entscheidet, wie er sich im Alarmfall benachrichtigen lassen möchte: Neben der in Arnsberg genutzten SMS sind auch E-Mails oder SNMP möglich. eWon ist dabei in der Lage, direkt auf Datenbausteine der Steuerung zuzugreifen, überwacht diese auf Werteveränderung oder Grenzwertüberschreitung und löst gegebenenfalls den Alarm über die festgelegten Kommunikationswege aus. So ist die Datenanalyse, Fehlereingrenzung und Fehlerbehebung möglich, ohne dafür direkt vor Ort sein zu müssen. Unnötige Reisen werden vermieden und erforderliche Anlagenbesuche können besser vorbereitet werden. eWon ist außerdem in der Lage, Daten aus der Anlage zu sammeln und diese per E-Mail-Anhang (als Graph, Tabelle oder Textdatei) an definierte Empfänger zu schicken. Mit diesen Aufzeichnungen ist der Überblick über den Anlagenzustand gewährleistet. Bei Abweichung von vorgegebenen Werten können frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet und Ausfall- bzw. Stillstandzeiten minimiert werden. Die VPN-Technologie erlaubt dabei die gesicherte und verschlüsselte Verbindung zwischen einem PC und einem an eWon angeschlossenen Gerät. Erweiterungen Für die Überwachung verschiedenster Zustände empfiehlt sich die Kombination von eWon mit den Wachendorff I/O-Modulen. Beide werden mittels Modbus-Protokoll miteinander gekoppelt. So können bis zu neun Eingänge mit nur einem I/O-Modul überwacht werden. Das System ist beliebig mit analogen Ein- und Ausgangsmodulen, digitalen Ein- und Ausgangsmodulen sowie Temperaturmodulen erweiterbar. Bernhard Marzinowski und Ulrich Grewe vom Immobilienservice der Stadt Arnsberg sind sehr glücklich über die gefundene Lösung – bringt sie ihnen doch ein Höchstmaß an Sicherheit bei geringem Installationsaufwand. Weitere Einsatzmöglichkeiten für eWon sind in Arnsberg bereits in Planung. HMI-Stand: Halle 9 Stand D61
Am Ende der Welt? Ein Fall für eWon
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