Zur Orientierung von Anlagenbetreibern- und Herstellern und um Sicherheit zu gewährleisten wurde die Atex-Richtlinie für Geräte im explosionsgefährdeten Bereich geschaffen. Diese Richtlinie gilt Juli 2003 für Maschinenkomponenten und Steuerungen. Bei Atex (Atmosphere Explosive) geht es um eine Richtlinie zur Festlegung von Mindestvorschriften zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige Atmosphären gefährdet werden. Geräte, Schutzsysteme und Vorrichtungen müssen demnach konstruktiv so beschaffen sein, dass sie bei bestimmungsgemäßer Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit von Personen sowie die Sicherheit von Gütern nicht gefährden. Atex Richtlinien sorgen für Sicherheit Um die Richtlinie zu erfüllen, muss zunächst beschrieben werden, wie oft und wo eine potenziell explosive Atmosphäre auftritt. Diese Bereiche werden dann gemäß der Spezifikation in Zonen eingeteilt. Dann muss sichergestellt werden, dass nur eine geeignete Ausrüstung eingestezt wird. Sobald ein Bereich als gefährlich eingestuft wurde, bestimmt dieser die notwendigen Einschränkungen bei potentiellen Zündquellen, die in diesem Bereich vorhanden sein könnten. Der Explosionsschutz wird in einen primären- und einen sekundären Explosionsschutz unterteilt. Während beim primären Explosionsschutz Maßnahmen ergriffen werden, die verhindern sollen, dass sich eine explosive Atmosphäre bildet, sorgt der sekundäre Explosionsschutz dafür, das eine vorhandene explosive Atmosphäre nicht zündet. Hier muss auf verschiedene mögliche Zündquellen wie elektrische Funken und Lichtbögen, offene Flammen und heiße Oberflächen, atmosphärische Entladungen, mechanische Reib- und Schlagfugen, sowie eleoktromagnetische Strahlung, Ultraschall, adiabatische Kompression, ionisierte Strahlung und chemische Reaktionen Rücksicht genommen werden. Gefahrenzonen definieren den Ex-Bereich Um verschiedene Gefahrenzonen zu kennzeichnen bedient man sich verschiedener Kategorien, die nach Zonen eingeteilt, die Häufigkeit und Dauer des Auftretens explosiver Atmosphäre bezeichnen. Zone 0 bezeichnet den Bereich, in dem eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebel ständig und über lange Zeiträume hinweg vorhanden ist. Zone 1 kennzeichnet Bereiche in denen sich bei Normalbetrieb gelegentlich eine explosive Atmosphäre aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebel bilden kann. Die Zone 2 dagegen fasst Bereiche zusammen, in denen es bei Normalbetrieb nicht oder nur kurzzeitig zu einer explosionsgefährdeten Umgebung kommt. Eine weitere Zone, nämlich Zone 20 ist den brennbaren Stäuben zugeordnet. In diesem Bereich ist eine explosive Atmosphäre, in Form einer Wolke aus in der Luft enthaltenem brennbaren Staub, ständig und über einen langen Zeitraum hinweg vorhanden. In Zone 21 bildet sich eine solche Atmosphäre nur gelegentlich und in Zone 22 ist sie so gut wie nie, oder nur kurzfristig vorhanden. Zündschutzarten \’d\‘ und \’e\‘ Auch die Zündschutzart ist mit einer Atex-spezifischen Kennzeichnung versehen. Bei Kennzeichnung \’d\‘ (Druckfeste Kapselung) sind die Teile, die eine explosionsgefährdete Atmosphäre zünden könnten, in ein druckfestes Gehäuse eingeschlossen, das im Falle einer Explosion dem entstehenden Druck standhalten muss. Die Zündschutzart \’e\‘ (Erhöhte Sicherheit) bietet Schutz indem sie dafür sorgt, dass unzulässig hohe Temperaturen an inneren und äußeren Teilen elektrischer Betriebsmittel unterbunden werden. Außerdem gibt es eine Unterteilung in Explosionsgruppen und Temperaturklassen, die zusätzlich für eine genaue Definition der explosionsgefährdeten Bereiche und für Sicherheit sorgt. Lösungen für den Ex-Bereich Unsere Produktübersicht stellt zahlreiche Produkte vor, unter anderem Remote I/O für verschiedene Zonen, Panel PCs und Mobile Computer für brenzlige Situationen. Auch Mess- und Kalibriertechnik für den Ex-Bereich wird präsentiert, genauso wie Signalkonverter, eigensichere Businstallation und Feldbustechnik. Berührungslose magnetische Sicherhaltsschalter und Controller für fertigungs- und prozesstechnische Produktionsverfahren runden unsere Produktübersicht ab und sorgen für wirtschaftliche Lösungen und Maschinensicherheit im Ex-Bereich.
Bedienen und Beobachten im Ex-Bereich
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