Kleinere Auflagen mit kurzen Rüstzeiten wirtschaftlich und zuverlässig bearbeiten: Gemäß dieser Prämisse baut Sigloch seine auf Standards basierenden Maschinen für den unteren und mittleren Leistungsbereich. Beim Erstellen kompletter Buchfertigungsstraßen berücksichtigt Sigloch die räumlichen Gegebenheiten durch CAD-gestützte Anlagenplanung und gewährleistet eine optimale Produktions- und Materialflusslogistik. Aufbauend auf langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Fertigung von Gesamtanlagen bietet Sigloch ebenso modifizierte Maschinen oder realisiert Sonderwünsche hinsichtlich der Formate. Die speziellen Verbindungen und Kopplungen für die optionale Integration von Fremdmaschinen werden von Spezialisten des Sigloch Maschinenbaus entwickelt. Effiziente Steuerungstechnik Zwei Maschinentypen verdeutlichen die vollautomatisierte Bauweise: Die Zusammentragmaschine ZTM 7043 und der Klebebinder KB 4300. Die ZTM 7043 trägt gefalzte Signaturen oder Einzelblätter in bis zu 24 Stationen zusammen und führt sie dem Klebebinder über eine Kopplung zu. Eine Kaskadenschaltung gestattet das vollautomatische Voll- und Leerfahren der Maschine. Kennzeichnend für ZTM ist ein schonender Abzug der Produkte aus dem Stapelmagazin, eine Schnellverstellung der Magazine auf verschiedene Formate sowie nicht zuletzt ein angepasster Winkel des Transportkanals und speziell strukturierte Leitbleche zum friktionsreduzierten Transport. Der 17-Klammer Klebebinder KB 4300 (4300 Takte/h) dient der Herstellung klebegebundener und fadengehefteter Broschuren mit den Stationen Rückenbearbeitung, Leimen, Rotationsanleger und Anpressen. Zwei Rückenbearbeitungsstationen bereiten den Block auf die Rückenbeleimung vor, zum Einsatz kommen wahlweise Hotmelt- oder PUR-Klebestoffe. Der Umschlag wird vom Rotationsanleger zugeführt. Dort bereitet die integrierte Rillstation den Umschlag für die optimale Positionierung am Buchblock vor. Die Andrückstation fixiert nun den Umschlag am Block. Eine in die Ausfuhr seitlich integrierte zweite Andrückstation verarbeitet auch schwierige Umschlagmaterialien. Schließlich übergibt eine Bandausfuhr die Produkte an ein Bändersystem zum Weiterführen in die nachfolgenden Verarbeitungssysteme. Steuerung XC200 und Touch Panel XVH300 Beide Maschinen setzen auf ein ähnliches Lösungskonzept in der Automatisierung. Eine Moeller XC200 ist mit mehreren XI/ON Remote I/O Baugruppen vernetzt. Innerhalb der Maschine kommt CANopen zur Kommunikation der Feld-Module zum Einsatz. Auch die intelligenten Antriebe sind über das Bussystem CANopen angebunden. Die Verbindung zwischen SPS und Bedieneinheit, sowie die Vernetzung der Maschinen findet via Ethernet statt. Als HMI kommen die Touch Panels XVH300 und XV400 von Moeller zum Einsatz. Das Visualisierungstool Easy PageMachine (Epam) ist speziell für die grafische Benutzerführung mit Touch ausgelegt und erlaubt eine einfache Parametrierung der Visualisierung ohne aufwendige Programmierung. Für mobile Anwendungen, insbesondere für die Test- und Inbetriebnahme größerer Maschinen, kann die integrierte RemoteControl-Client/Server Funktionalität genutzt werden. Hierbei wird der aktuelle Bildinhalt des Vorort-Touch-Displays komprimiert und bandbreitenschonend via Wireless-LAN zum RemoteClient übertragen. Somit ist jede mit Epam erstellte Applikation ohne zusätzlichen Projektierungsaufwand automatisch \“mobil\“. Der RemoteControl-Client ist auf verschiedenen Standard-Geräten unter Windows Pocket PC 2003 und WindowsCE lauffähig. Als mobiles Visualisierungsgerät lässt sich beispielsweise ein PDA nutzen. Die drahtlose Kommunikation vom Touch Panel zum PDA erfolgt dabei über einen Standard-WLAN-Access-Point. Ein integrierter Passwortschutz verhindert den unerlaubten Zugriff auf das System. Die Steuerung XC200 verfügt über einen Speicher von 512K für das Programm sowie 256K für Daten. Ein Multitasking-Betriebssystem erlaubt die gleichzeitige Abarbeitung mehrerer Aufgaben und nutzt dadurch die CPU-Ressourcen optimal. Zum Anschluss an die Peripherie sind auf der XC-CPU-201-XV bereits acht digitale Eingänge und sechs digitale Ausgänge vorhanden. Zwei der Eingänge sind wahlweise als 50kHz-Zähler, zwei als Interrupteingänge und einer als Inkrementaleingang (etwa für Positionieraufgaben) parametrierbar. Lokal kann die Steuerung um bis zu 15 XIOC-Module erweitert werden. Alle Anschlüsse sind über steckbare Klemmenblöcke in Schraub- und Käfigzugfedertechnik realisierbar. XC200 ist mit einem Steckplatz für Multi-Media-Speicherkarten (MMC) ausgerüstet. Auf ihnen können Programme oder Rezepturdaten abgelegt und in die Steuerung eingelesen werden. Weitere Ausstattungsmerkmale sind die integrierte batteriegepufferte Echtzeituhr und bis zu 32k remanente Daten. Zum Anschluss an die weitere Peripherie befinden sich on Board als Standardausstattung eine frei programmierbare RS232-Schnittstelle, ein CANopen Feldbusinterface sowie eine Ethernetschnittstelle. Der Ethernetanschluss dient dabei als Programmierzugang und zur effizienten Vernetzung zwischen Steuerungen und der Visualisierung. Darüber hinaus unterstützt dieser die Fernprogrammierung respektive Ferndiagnose. Der OPC-Server vereinfacht zusätzlich die Verbindung mit standardisierten OPC Client Anwendungen. Alle XC-CPU-201-XV Geräte verfügen darüber hinaus über einen integrierten Web-Server. Somit lassen sich ohne zusätzliche Werkzeuge eigene Web-Seiten anzeigen, die der Anwender vorab über die Programmiersoftware easy Soft CoDeSys erstellt hat. Jeder Web-Browser kann damit ohne spezielles Visualisierungstool Daten aus der Steuerung zu Diagnosezwecken darstellen. Touch Panel der Reihe XV entwickelte Moeller auf Kosteneffizienz für den Maschinenbau und die Industrieautomation hin: Panels XV wahlweise mit Infrarot-Touch oder mit Resistiv-Touch sind Low-Budget-Systeme. Sie dienen als HMI dem Datenmanagement und der Visualisierung. On Board integrieren die Touch-Panel CANopen, Ethernet (10/100MBit) und RS232 zur Kommunikation. Die Systeme sind mit Risc-Prozessor (32Bit) ausgestattet, der Speicher ist mit 64MB ausreichend bemessen. Via CompactFlash passen Anwender die Speichergröße für Daten, so etwa Projekte oder Rezepturen, den jeweiligen Bedürfnissen an. Bei kompakter Bauweise und geringer Einbautiefe finden die Touch Panel auch an Maschinen mit kleineren Abmaßen Platz. Die Geräte weisen frontseitig die Schutzart IP65 auf und sind für den industriellen Einsatz auf internationalen Märkten entwickelt worden. Dementsprechend verfügen sie über die Zulassungen gemäß CE, UL/c-UL, und Explosionsschutz Zone 22, Kategorie 3 D. Fazit Otmar Weber, bei Sigloch Maschinenbau für die Elektrokonstruktion der Zusammentragmaschine und den Klebebinder verantwortlich, resümiert: \“Wir setzen auch bei unseren neu entwickelten Maschinen auf Technik von Moeller. Mit entsprechender Hard- oder Software investieren unsere Kunden in höchste Betriebs- und Sicherheitsstandards. Schließlich laufen unsere Maschinen im Dauerbetrieb nicht selten 10 bis 15 Jahre. Zukünftig wollen wir aus dem Auftrag im Leitstand heraus via Datenserver die Produktion in den Maschinen und Linien vollautomatisiert anstoßen. Auf diese zukünftige Option ist unser Maschinenbau und die Automatisierung von Moeller schon heute ausgelegt.\“ Besonders stolz ist Markus Hesselmeier, Leiter Elektrokonstruktion bei Sigloch Maschinenbau, auf seine auf das Minimum reduzierten Schaltschränke: \“Dank unserer Verdrahtung mit Moeller Komponenten lassen sie sich gegenüber dem früheren Volumen wesentlich reduzieren.\“ Kasten: Das Unternehmen
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