Durch die Verschmelzung der beiden Karosseriehersteller ThyssenKrupp Drauz und Nothelfer entstand im Mai 2005 einer der größten Dienstleister und Betriebsmittellieferanten für den Karosseriebau. ThyssenKrupp Drauz Nothelfer gehört zum Segment Automotive des ThyssenKrupp Konzerns und beschäftigt weltweit rund 3.300 Mitarbeiter an 19 Standorten. Das ehemalige Drauz-Werk Heilbronn wurde 1900 gegründet und ist eines der ersten deutschen Automobilwerke. Es hat sich dabei auf automatisierte Schweißanlagen für den Karosseriebau spezialisiert. Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Verknüpfung der von den Automobilherstellern bereitgestellten Schweißroboter und eigener Anlagentechnik zu kompletten Fertigungszellen. Die realisierbaren Taktzeiten der Anlagen werden im Wesentlichen durch die Stückzahlvorgaben der Kunden und die Größe der zu schweißenden Teile bestimmt. Durch den Einsatz von Drehtischen mit zwei Werkstückaufnahmen (Double Tooling) lassen sich Vorteile erzielen, da auf der einen Tischseite geschweißt werden kann, während der Werker auf der anderen Seite die nächsten Werkstücke vorbereitet. An den ASi-Bus angeschlossene Sensoren überprüfen, ob alle erforderlichen Teile eingelegt sind, bevor der neu bestückte Träger in die Schweißposition dreht. Um sicherzustellen, dass der Tisch nur dann drehen kann, wenn der Werker den Handarbeitsbereich der Schweißzelle verlassen hat und sich auch sonst niemand mehr dort aufhält, wird der Raum vor dem Drehtisch durch ein Lichtgitter und einen Lichtvorhang der Serie Simatic FS400 von Siemens Automation and Drives abgesichert. Sicherheit hat Vorrang \“Die Sicherheit des Bedienpersonals hat für uns absolut Vorrang\“, sagt Klaus Rübmann, Projektleiter Anlagenbau bei ThyssenKrupp Drauz Nothelfer. \“Wir können den robotisierten Teil unserer Schweißanlagen zwar räumlich konsequent vom Bediener trennen, aber durch den Drehtisch entsteht ein Gefährdungspotenzial, dem wir mit einem verknüpften Lichtgitter- und Lichtvorhangschutz begegnen. Im Gegensatz zu Sicherheitszäunen mit Schutztüren bleibt so zur Handhabung und auch für Serviceeinsätze in diesem Bereich der volle Zugang und mehr Bewegungsfreiheit erhalten, ohne die Sicherheit zu kompromittieren.\“ Während die Schweißroboter über den Profibus DP angesteuert werden, wird für die Sicherheitskomponenten der AS-Interface-Bus ASIsafe genutzt. Um auch kleine Verletzungen des Schutzbereichs sicher zu erkennen, arbeiten die ASIsafe-fähigen Lichtgitter und -vorhänge FS400 mit einer Auflösung von 50mm. Dabei sichert ein senkrechtes Lichtgitter den Bereich vor dem Drehtisch gegen Eintritt von außen. Ein in Schienbeinhöhe horizontal längs zum Arbeitsbereich installierter Lichtvorhang wiederum dient als Hintertrittschutz gegen Eingriffe in den Gefahrenbereich, solange der Tisch zum Drehen freigegeben ist. Die doppelte Sicherheitslösung aus Ein- und Hintertrittschutz sperrt den Drehtisch auch dann, wenn ein Eintrittsschutzalarm versehentlich quittiert werden sollte, während sich noch Personal innerhalb der geschützten Zone befindet. Die Lichtgitter und -vorhänge Simatic FS400 erfüllen die Anforderungen der Sicherheitskategorie 4 nach EN954-1 bzw. Typ 4 nach IEC/EN61496 und ermöglichen Schutzfelder von 150 bis 3.000mm Höhe bzw. Tiefe. Für die Schweißzellen von ThyssenKrupp Drauz Nothelfer werden sie über ihr integriertes AS-Interface und den ASIsafe-Sicherheitsmonitor aus der Sirius-Baureihe jeweils an einen Kommunikationsprozessor CP 3432 (ASi-Master) angeschaltet, um mit der Steuerung zu kommunizieren, einer Simatic S7-300. Zur komfortablen Diagnose und Parametrierung der Lichtgitter/-vorhänge im Einklang mit Kategorie 4 bietet Siemens die Software SafetyLab sowie eine Reihe spezieller Auswertegeräte. Sicherheit im ASi-Netz Innerhalb des ASi-Netzwerks fungieren die FS400 als Slaves und senden einen definierten Code an den ASIsafe-Sicherheitsmonitor. Der Code ist werkseitig vorgegeben und für den jeweiligen Slave typisch, sodass dieser im Netz eindeutig identifiziert werden kann. Jeder sichere Slave muss dazu bei Inbetriebnahme am Sicherheitsmonitor autorisiert werden, indem der Einrichter die Aufforderung \“sicheren Slave teachen\“ bestätigt. Die Codetabelle des Slaves wird dann im Vergleicher des Sicherheitsmonitors gespeichert. Im Betrieb wird mit jedem Masteraufruf die Übereinstimmung der vom Vergleicher erwarteten mit den tatsächlich übermittelten Codewerten überprüft. Bei Abweichungen oder Zeitüberschreitungen erfolgt am Sicherheitsmonitor die sichere Abschaltung über zweikanalig ausgeführte Freigabekreise. Im Fehlerfall sendet der Slave den Fehlercode \“0000\“ an den Sicherheitsmonitor, welcher den Code auswertet und den entsprechenden Freigabekreis abschaltet. Mit der für das AS-Interface typischen Masterabfrage erhält der Sicherheitsmonitor die sicherheitsrelevanten Codetabellen. Master und Steuerung bekommen diese Information lediglich mitgeteilt, ohne dabei eine aktive Rolle zu spielen. So ist auch eine zusätzliche Auswertung der Informationen zu Diagnosezwecken über die Anlagensteuerung möglich. Die Heilbronner haben die S7-300 zu diesem Zweck um einen Kommunikationsprozessor CP 3431 erweitert, der eine Ethernet-Anbindung ins lokale Netzwerk des Kunden ermöglicht. Schnelle Inbetriebnahme
Doppelt gesichert: Sicherheit in robotisierten Schweißzellen
-
Mit Innenverriegelung
M12 Push-Pull umspritzte Steckverbinder
Escha erweitert sein Push-Pull-Portfolio im Bereich industrieller Verbindungstechnik um M12 Push-Pull Steckverbinder in verschiedenen Ausführungen als Stecker mit Innenverriegelung.
-
Messtechnik
Touch-Oszilloskope für mobile Messaufgaben
Voltcraft hat sein Messtechnikprogramm um die neue Oszilloskop-Serie DOV erweitert.
-
HMI
Panel-PC-Plattform bündelt HMI und Steuerung
Wachendorff Prozesstechnik erweitert seine Match-Produktfamilie um Match Control, eine Plattform für Panel-PCs, die Visualisierung, Steuerung und Maschinenbedienung in einem kompakten System vereint.
-
Sensorik
Smart-Measurement-Sensoren wachsen um Miniatur- und Hochleistungsvarianten
Contrinex erweitert sein Portfolio an Smart-Measurement-Sensoren um Miniaturausführungen sowie Varianten mit ActivStone-Beschichtung für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen.
-
Elektrische Verbindungstechnik
PTFE-Einzeladern für anspruchsvolle Industrie- und Automotive-Anwendungen
Habia erweitert sein Portfolio an Hochleistungskabeln um PTFE-isolierte Einzeladern für anspruchsvolle elektrische Anwendungen. Die leichten und widerstandsfähigen Kabel eignen sich für Industrie- und Automotive-Anwendungen sowie den Motorsport. Nach…
-
Für sicherheitsgerichtete Prozesse
Digitale Safety-HMI-Lösung mit SIL3
IconTrust HMI unterstützt die digitale Umsetzung funktional sicherer Bedien- und Anzeigekonzepte mit hohen…
-
Für die Lebensmittelindustrie
Hygienische Kabelführung
Icotek verfügt über ein umfangreiches Sortiment an teilbaren Kabeldurchführungen, Kabelverschraubungen und Kabelführungsplatten für…
-
Vorzeigeprojekt bei SGAC mit Rittal, Rittal Automation Systems und Eplan
Digitale Exzellenz in China
Mit der ‚Smart Manufacturing and Digitized Assembly Factory‘ setzt das chinesische Unternehmen SGAC…
-
Für sichere Schaltbefehle
Befehls- und Meldegeräte mit externen Kontaktgebern
Norelem erweitert sein Portfolio um Befehls- und Meldegeräte mit externen Kontaktgebern.
-
Weidmüller: Grundstein für neuen asiatischen Hauptsitz
Weidmüller hat den offiziellen Spatenstich für eine neue asiatische Unternehmenszentrale in Suzhou gefeiert.
-
Yaskawa eröffnet neues Robotermontage- und Distributionszentrum
Yaskawa baut seine Produktions- und Distributionskapazitäten für Roboter in Europa weiter aus: Am…
-
CPO Dr. Wilma Kauke im Interview: Wie Lapp Führung und Unternehmenskultur neu denkt
Zwischen KI, Krisen und Fachkräftemangel
Wirtschaftliche Unsicherheit, Fachkräftemangel, globale Spannungen und künstliche Intelligenz verändern die Arbeitswelt tiefgreifend. Für…
-
Hilscher kombiniert Industrial Ethernet, IIoT und CRA-Readiness auf NetX-90-Basis
Neue CifX-PC-Karten für sichere Industriekommunikation
Hilscher hat zwei neue PC-Karten für die sichere industrielle Kommunikation vorgestellt. Die Karten…
-
Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im April: +0,4% zum Vormonat
Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen…
-
Best Managed Companies Award 2026: Schmersal mit Goldstatus geehrt
Die Firma K.A. Schmersal wurde erneut mit dem Best Managed Companies Award ausgezeichnet.
-
Smartes Engineering für funktionale Sicherheit
In der modernen Softwareentwicklung gehören Versionskontrolle mit Git, mehrsprachige Codebasen, KI-gestützte Assistenten, Extensions…
-
Auftragseingang im Maschinenbau: Keine Belebung in den Mai-Orderbüchern
Der Maschinenbau wartet weiter auf eine Belebung ihrer Orderbücher.
-
Siemens erweitert seine Werke
Siemens investiert 300Mio.€, um die Fertigung von Schlüsseltechnologien für die globale Energiewende und…
-
OWL testet die nächste Stufe industrieller KI
Mit dem Projekt Engage-KI starten It’s OWL und Fraunhofer IEM eine Leistungsoffensive für…
-
Ormazabal baut neue Deutschlandzentrale
Ormazabal hat den offiziellen Spatenstich für seine neue Deutschlandzentrale in Krefeld gesetzt.
-
Maschinenbau rechnet für 2026 nicht mehr mit Wachstum bei der Produktion
Die Produktion im Maschinenbau in Deutschland sank von Januar bis April um real…
-
Technische Beschaffung
B2B-Katalog als Brücke zur digitalen Beschaffung
Conrad Electronic erweitert seine B2B-Strategie um einen neuen, 960 Seiten starken Katalog.
-
Leitungstechnik
Torsionsfeste Devicenet-Leitung für Roboter
Igus erweitert seine Roboterleitungsserie CFRobot8.Plus um eine Devicenet-Leitung für hochdynamische Anwendungen mit Torsionsbewegungen…
-
Ringsensoren liefern Prozess- und Diagnosedaten
Induktive Ringsensoren mit IO-Link
Turck erweitert sein Portfolio um induktive IO-Link-Ringsensoren für die zuverlässige Erfassung kleiner metallischer…
-
IIoT / Edge Computing
Edge-Modul für durchgängige IIoT-Daten
Turck erweitert seine IIoT- und Service-Plattform Turck Automation Suite um das Modul TAS…
















