Die Rotex Klauenkupplung wurde durch den Einsatz von temperaturbeständigen Elastomeren weiterentwickelt. Der Elastomer-Zahnkranz, der die formschlüssige Verbindung zwischen den beiden Nabenteilen bildet und die Drehelastizität sowie aufgrund der speziellen Formgebung die Verlagerungsfähigkeit gewährleistet, kann aus Hochtemperaturwerkstoffen gefertigt werden, die auch bei Umgebungstemperaturen bis zu 250°C ihre Materialeigenschaften beibehalten. Sie sind auch für so genannte T3-Anwendungen in gas- und staubexplosionsgefährdeten Bereichen geeignet, bei denen Oberflächentemperaturen bis zu 160°C am Zahnkranz erreicht werden können. Die neuen Zahnkranz-Werkstoffe bieten neben der Temperaturbeständigkeit auch Verschleißfestigkeit über einen breiten Druck-, Geschwindigkeits- und Temperaturbereich. Sie sind hydrolyse- und chemikalienbeständig und verfügen über gute Trockenlauffähigkeiten. Aufgrund der verfügbaren Materialvarianten kann der Anwender auch in diesen speziellen Einsatzbereichen wählen, ob er ein hartes Elastomer für höhere Drehmomente oder ein weiches Elastomer mit guten Dämpfungseigenschaften haben möchte. Die Konstruktion der Kupplungen erfolgt generell nach DIN740. Die Klauenkupplungen sind für für Antriebe mit hoher Schalthäufigkeit sowie Reversierbetrieb geeignet. Auch die Poly-Norm-Kupplung, die als Alternative zur Rotex in der Chemieindustrie vor allem in der Chemie- und Prozesstechnik weit verbreitet ist, wird mit Zahnkränzen aus hochtemperaturbeständigen Elastomerwerkstoffen angeboten. Zu den typischen Anwendungsbereichen der Kupplungen mit Hochtemperatur-Zahnkränzen gehören die Glasindustrie, die Stahlindustrie, die Prozesstechnik und alle Einsatzfelder, in denen die Richtlinien des Explosionsschutzes gelten.
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