Ein wesentlicher Baustein für eine Einführung der Brennstoffzellentechnik in den Markt ist die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Fertigung. Unterschiedliche Projekte in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Brennstoffzellenstacks nur durch automatisierte, hochpräzise Fertigungsprozesse kostengünstig und reproduzierbar hergestellt werden können. Diese Technologien für die Brennstoffzellenfertigung und -montage zu entwickeln, ist eine Schwerpunktaufgabe der Abteilung Fertigungstechnik des Test-, Applikations- und Assemblierungszentrums (TAZ) des ZBT in Duisburg. Brennstoffzellenstacks sicher produzieren Um Brennstoffzellenstacks in einer gleichbleibend hohen Qualität bei gleichzeitig möglichst geringen Kosten herstellen zu können, entwickelt die Abteilung Fertigungstechnik des TAZ gegenwärtig eine neuartige Pilotanlage zur automatisierten Einzelzellfertigung und Stackmontage von Brennstoffzellen. Ziel ist, eine Methode zu finden, bei der die Qualität der für die Brennstoffzellenproduktion benötigten Bipolarhalbplatten während des Fertigungsprozesses gesichert werden kann. Als Basis für diese Pilotanlage fungiert dabei eine erstellte Computersimulation zur Ermittlung der erforderlichen Komponenten, insbesondere im Hinblick auf eine Analyse der notwendigen Logistik, der Taktzeiten sowie der Signalverarbeitung. Der notwendige Platzbedarf und der vorgeschriebene Sicherheitsabstand, den das dreidimensionale, sichere Kamerasystem SafetyEye benötigt, können so ebenfalls ermittelt werden. Die technische Realisierung ist nächster Schritt: In der ersten Station werden die im hauseigenen Technikum mittels Spritzgießverfahren hergestellten graphitischen Bipolarhalbplatten vereinzelt. Hierfür werden diese in speziell für die jeweiligen Kapazitätsanforderungen entwickelten Magazinen bereitgestellt, wobei eine spezielle Greifertechnologie für eine schonende Handhabung sorgt. Es folgt in Station 2 eine präzise Qualitätskontrolle der Bipolarhalbplatten, die auf mögliche Fehlertypen mittels digitaler Bildanalyse überprüft werden. Die Markierung der Bipolarhalbplatten ist ein weiterer Fertigungsschritt, damit bereits an dieser Stelle die einzelnen Stationen bzw. Produktionsschritte exakt zurückverfolgt werden können. Ein Data-Matrix-Code, mittels Laser auf die Bipolarhalbplatten aufgebracht, soll die Traceability, also die Rückverfolgbarkeit, gewährleisten. Im nächsten Produktionsschritt werden nun diese mittels Dispenser- oder Siebdruckverfahren appliziert und ausgehärtet, wobei auf das Auftragungs- und Aushärtungsverfahren hinsichtlich Linienauflagen, Hitzebeständigkeit oder auch die Berücksichtigung der wärmebedingten Ausdehnung abgestimmte Werkstückträger zum Einsatz kommen. Bevor die Brennstoffzellenstacks in der letzten Station montiert werden, müssen die hochsensiblen Membran-Elektroden-Einheiten in Bezug auf die Orientierung der aktiven Fläche der Zelle, dem so genannten FlowField, exakt positioniert werden. Die Handhabung erfordert dabei höchste Präzision. Nach dem Fügen und Fixieren der Einzelzellen werden diese auf ihre Dichtheit überprüft. Die bis zu diesem Schritt der Produktion erfolgten Kontrollen – Überprüfung der Bipolarhalbplatten, Dichtheitsprüfung der Einzelzellen – werden ergänzt durch eine In-process-Kontrolle während der anschließenden Stackmontage. Erst nach einer finalen Qualitätskontrolle der fertig montierten Brennstoffzellenstacks dürfen diese die automatisierte Produktion verlassen. Sämtliche Prüfungen erfolgen dabei nach der für Brennstoffzellen-Module gültigen Norm DIN EN 62282-2. In der Pilotanlage können Stackgrößen von 24 bis 72 Zellen produziert werden, mit denen unterschiedlichste Leistungsanforderungen flexibel realisierbar sind. Damit die Anlage für die Neu- und Umgestaltung von Applikationen ebenso flexibel angepasst werden kann, muss sie modular aufgebaut sein. Dementsprechend flexibel anpassbar muss auch die Sicherheitstechnologie sein um einerseits einen ausreichenden Schutz der Mitarbeiter gewährleisten zu können und andererseits aber auch den Pilotanlagenbetrieb nicht durch störende Schutzeinrichtungen zu behindern. Im TAZ hat man sich daher für das sichere, dreidimensionale Kamerasystem SafetyEye entschieden. Das vom Unternehmen Pilz aus Ostfildern bei Stuttgart entwickelte, innovative Kamerasystem überwacht sämtliche Gefahrenbereiche der Pilotanlage sicher und lässt sich schnell und einfach an veränderte Applikationsanforderungen anpassen. Sicheres Kamerasystem überwacht in 3-D Mit dem sicheren Kamerasystem SafetyEye von Pilz lässt sich eine lückenlose Überwachung von Gefahrenstellen und -bereichen flexibel, sicher und einfach realisieren. Virtuelle Warn- und Schutzräume lassen sich schnell und einfach einrichten und ersetzen dabei mechanische Barrieren: SafetyEye wird über dem zu überwachenden Bereich installiert, dadurch ermöglicht es freien Zugang und sicheren Aufenthalt im Gefahrbereich der Pilotanlage. SafetyEye ist eine \’sehende\‘ Sicherheitstechnologie für die Raumüberwachung, die intelligente Sensorik mit effektiver Steuerung kombiniert. Gefahrenbereiche werden mit virtuellen Warn- und Schutzräumen umgeben, die sich im SafetyEye Configurator frei definieren lassen. Der SafetyEye Configurator bietet die Möglichkeit, verschiedene, vordefinierte geometrische Formen sowie die Option, Warn- und Schutzräume frei Hand zu erstellen. Es lassen sich beliebig viele Warn- und Schutzräume konfigurieren, denen dann mit Hilfe des Konfigurationstools verschiedene Aktionen für unterschiedliche Gefahrensituationen zugeordnet werden können. Virtuelle Schutzräume sind flexibel Schutz- und Warnräume lassen sich zu komplexen Raumordnungen zusammenfassen und sind dennoch einfach zu handhaben, da sie sich intuitiv und schnell am PC konfigurieren lassen. Sind für verschiedene Betriebsarten einer Maschine unterschiedliche Raumordnungen notwendig, können diese während des Arbeitszyklus der Maschine dynamisch über das sichere Bussystem SafetyBus p oder die digitalen Eingänge der PSS-Steuerung, beide ebenfalls von Pilz, umgeschaltet werden. Anwender bleiben flexibel, denn einmal definierte Schutzräume lassen sich per Mausklick im SafetyEye Configurator anpassen. Die Überwachung von Schutzräumen orientiert sich damit nicht mehr an den technischen Notwendigkeiten, sondern an den Anforderung der Prozessabläufe der Anwender, die sich so flexibel gestalten lassen. Im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden zur Absicherung und Überwachung hat die dreidimensionale Überwachung und Steuerung Vorteile. Denn diese stört weder den Produktions- noch den Arbeitsablauf. Die Besonderheit des dreidimensionalen, sicheren Kamerasystems: eine Schutzraumverletzung führt nicht automatisch zum Not-Halt. Denn übertritt ein Mitarbeiter den virtuellen Schutzraum an einer Stelle, die der Roboter erst nach mehreren Sekunden erreichen würde, kann der Schutzraum deaktiviert werden und stattdessen ein Warnraum an gleicher Stelle aktiviert werden. Die Steuerungstechnik sorgt dann dafür, dass der Roboter sich mit extrem reduzierter Geschwindigkeit weiter bewegt. Tritt der Mitarbeiter, alarmiert durch ein Warnsignal, wieder zurück, arbeitet der Roboter mit normaler Geschwindigkeit weiter. Nur wenn der Mitarbeiter den unmittelbaren Gefahrenbereich betritt, erfolgt ein Not-Halt. So lassen sich Prozesse passgenau steuern und flexibel sichern. Zukünftig wird das ZBT die Fertigungstiefe mit Blick auf Brennstoffzellenkomplettsysteme noch erhöhen eine hochkomplexe Aufgabe. \“Dies erfordert eine Mensch-Maschine-Interaktion\“, erklärt Lars Preißner, Leiter der Abteilung Fertigungstechnik am ZBT, \“durch die zwei bereits installierten SafetyEye sind hierfür optimale Voraussetzungen gegeben.\“ Für das ZBT ist die Flexibilität des Sicherheitssystems wichtiges Auswahlkriterium: Nur automatisierte, hochpräzise Fertigungsprozesse – von der Industrie gefordert – ermöglichen eine reproduzierbare Herstellung von Brennstoffzellenstacks und -systemen. Die Möglichkeit aber, Brennstoffzellen in Serie zu fertigen, benötigt wiederum eine flexible Sicherheitslösung wie es das dreidimensionale und sichere Kamerasystem SafetyEye ist. SPS/IPC/Drives 2010: Halle 9 Stand 370 Kasten: \’Sehende\‘ Sicherheitstechnologie
Dreidimensionales, sicheres Kamerasystem: Brennstoffzellen flexibel produzieren
-
Bietet IE5-Wirkungsgrad
Induktionsmotor
WEG hat den W22 Prime auf den Markt gebracht, die nächste Generation seiner W22-Induktionsmotorenreihe.
-
Erfolgreicher Pharma Tech Talk von Pepperl+Fuchs
Am 1. und 2. Juli brachte Pepperl+Fuchs in Mannheim Experten aus der Pharma-, Life-Science- und der Automatisierungsbranche zusammen.
-
Erfolgreiche Veranstaltung von Gemü, IHK & VDMA
Gemü setzte mit der IHK Heilbronn-Franken und dem VDMA bei einer gemeinsamen Veranstaltung Impulse zu denThemen industrielle Datenräume und digitaler Produktpass.
-
Endress+Hauser eröffnet zwei neue Gebäude in den USA
Endress+Hauser hat zwei neue Vertriebsgebäude in den USA eröffnet.
-
Neue Doppelspitze am Fraunhofer FKIE
Prof. Christoph Igel ist mit Wirkung zum 15. August zum Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE berufen worden.
-
Für 24V-Anwendungen
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Weidmüller erweitert das Portfolio um die unterbrechungsfreie Stromversorgung Duramax.
-
Für Bahn-Anwendungen
Kabeldurchführungen aus TPE
Kabeldurchführungs-Systeme werden nach den strengen branchenspezifischen Normen geprüft und zertifiziert.
-
Schlüsselkomponente für IEC61800-5-2-konforme Antriebssysteme Sicherheitszertifizierte Drehgeber
Funktionale Sicherheit im Maschinenbau beginnt nicht im Antrieb, sondern am Sensor.
-
Für Rechenzentren, Edge-Umgebungen und Enterprise-IT
Gemanagte Rack-Stromverteilung
Panduit gibt den Produktlaunch der ES2P Power Distribution Unit bekannt, eine gemanagte Rack-PDU,…
-
Neue Automation-Einheit bei Siemens
Rainer Brehm übernimmt Leitung
Siemens stärkt sein Automatisierungsgeschäft und bündelt dazu die bisher vier Geschäftsbereiche in einer…
-
Ifo-Umfrage
Unternehmen erwarten eher sinkende Löhne durch KI-Einsatz
Viele Unternehmen in Deutschland erwarten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eher sinkende…
-
Zur Modernisierung von Werkzeugmaschinen
Bügelclips für Energieketten
Wollen Konstrukteure von Werkzeugmaschinen bei einer Modernisierung größere Schläuche einsetzen, erfordert das häufig…
-
Mit 8-poligem M12-Anschluss
Not-Halt-Schalter
Georg Schlegel erweitert seine Baureihe Shortron Connect um drei neue Not-Halt-Geräte mit 8-poligen…
-
… den aktiven Verteilern und Passivverteilern von Bihl+Wiedemann?
Unter dem Titel ‚Sichere Sache‘ stellte Bihl+Wiedemann in der Titelstory der Ausgabe 7/2016…
-
Geschäftsführerwechsel bei Alphitan
Alphitan gibt im 25. Jubiläumsjahr der deutschen Tochtergesellschaft Antecs einen Wechsel bekannt: Geschäftsführer…
-
Neue Fachmesse: All About Electronic Solutions
Mit der All About Electronic Solutions startet Easyfairs eine neue Messereihe.
-
Steuerungstechnik
SPS ermöglicht dezentrale Echtzeitkommunikation über CAN UDS
Die Arcon-SPS ist eine IEC61131-kompatible Steuerung für räumlich verteilte Automatisierungssysteme.
-
Inlandsbestellungen ziehen kräftig an
Elektroindustrie mit Auftragsplus zur Jahresmitte
Im Juni verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Plus von 13,3% gegenüber dem Vorjahr…
-
Auch Importe gestiegen
Exporte im Juni lagen bei +0,9%
Im Juni sind die deutschen Exporte gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,9%…
-
Industrielle Kommunikation
Mobilfunkmodule bringen 4G und 5G auf den Raspberry Pi
Spectra erweitert mit der Calyx Embedded Modul Serie Raspberry Pi 4 und Raspberry…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Neuer Muttertyp sorgt für mehr Leistung
Bosch Rexroth erweitert die Performance Line seiner Kugelgewindetriebe um eine Lösung für vertikale…
-
Flexible Ethercat-Architektur
Der duale Ansatz von Dunkermotoren bei der Ethercat-Architektur ermöglicht es OEMs, die Antriebsarchitektur…
-
Physical-AI an der Edge
Das applikationsfertige Modul aReady.COM Conga-HPC/cRX1 mit AMD Ryzen AI Embedded X100 Series Prozessoren…
















