Mehr als 300 Teilnehmer nutzten die Chance, sich auf dem 16. Industrial Communication Congress von Phoenix Contact zu informieren. Bereits in seiner Begrüßung wies der geschäftsführender Gesellschafter Klaus Eisert darauf hin, dass der Erfolg des Unternehmens auf einer Entwicklung aus dem Jahre 1923, einer Reihenklemme für die Energiebranche basiert. Im Laufe der Jahre ist die Automatisierungskompetenz im Bereich Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie im Energiemanagement und der Elektromobilität immer weiter ausgebaut worden In seinem Leitvortrag \’Anmerkung zum Zweiten Zeitalter der Elektrizität\‘ zeigte anschließend Volker Bibelhausen, Leiter des Geschäftsbereichs Automation bei Phoenix Contact, die Herausforderungen, die auch und gerade im Bereich der Energieerzeugung, deren Verteilung und Nutzung auf alle zukommen. Bei der Lösung dieser Aufgabe sieht Bibelhausen die Nutzung von Daten und Informationen als einen bedeutenden Faktor. Bibelhausen beschrieb das \’Projekt Elektrizität 2.0\‘ als \’riesiges Lernfeld\‘. Werden relevante Daten erhoben, Unterschiede herausgearbeitet und mit allen Beteiligten diskutiert, lassen sich Zusammenhänge und damit neues Wissen als Grundlage zukünftiger Geschäftsmodelle sowie einer verbesserten Energieeffizienz schaffen. Durch die Beteiligung des Unternehmens an der Innovationsallianz \’Green Carbody\‘ hat man an dieser Stelle bereits tiefgreifende Erfahrung im Produktionsumfeld gesammelt (vgl. \’Wie man lernen kann, energieeffizient zu produzieren\‘, SPS-MAGAZIN 4/2011). Das Pilotprojekt der Innovationsallianz Green-Carbody-Technologies, ist ein Verbund-Forschungsprojekte, gefördert durch das BMBF, an dem mehr als 60 Unternehmen, das Fraunhofer IWU sowie ein namhafter deutscher Automobilhersteller beteiligt sind. Auf der Abendveranstaltung unterstrich Dr. Rupert Neudeck, Gründer von Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme, dass man nicht auf staatliche Unterstützung warten, sondern selbst etwas tun muss. Unter dem Motto \’Gesellschaften retten Menschen, nicht Regierungen\‘ haben ehrenamtlich tätige Ingenieure mit geringem finanziellem Aufwand unzählige Schulen und Solaranlagen errichtet, die den Grundstein für Bildung und wirtschaftlichen Erfolg in der Dritten Welt legen. In einer Podiumsdiskussion am zweiten Tag wurde das Thema erörtert, \’Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Energiewende und wie kann die Automatisierungstechnik hier unterstützen\‘. Moderiert durch Ronald Heinze, Chefredakteur im VDE-Verlag, diskutierten u.a. Energieerzeuger, Netzbetreiber und Verbandsvertreter über die Folgen und technischen Herausforderungen durch die Energiewende. Wenn derzeit noch ein Bundesnetzplan und Standards fehlen, müssen Hersteller, Anlagenbauer, Endanwender und Verbände gemeinsam aktiv werden. Die Entwicklung intelligenter Geräte und Netze auf Basis einheitlicher Normen sowie von praktikablen Energiespeichern erweist sich zudem als Ansatz, um die weltweit führende Stellung der deutschen Industrie auszubauen. Alle Podiumsteilnehmer zeigten sich zuversichtlich, dass die bevorstehenden Aufgaben gelöst werden. Die zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum unterstrichen das große Interesse an diesem Thema. Die begleitende Ausstellung zeigte Exponate rund um das Thema Energieeffizienz, darunter beispielsweise eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) für Einfamilienhäuser, die mit einer ILC-Steuerung von Phoenix Contact gesteuert wird. Vielfältige Informationen und Denkanstöße konnten die Teilnehmer wieder einmal von der – nebenbei erwähnt – perfekt organisierten Veranstaltung mitnehmen. Prädikat: Sehr empfehlenswert. Der nächste Industrial Communication Congress findet am 25. und 26. September 2012 statt. (kbn) SPS/IPC/Drives 2011: Halle 9, Stand 310
Energiewende als Chance nutzen 16. ICC zeigt Wege der effizienten Produktion auf
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