Als Schlüssel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit erweist sich neben der Entwicklung neuer Produkte oder dem Einsatz innovativer Fertigungstechnologien vor allem die konsequente Optimierung der Produktion selbst: Verkürzung der Durchlaufzeiten bei zuverlässiger Termineinhaltung, Produktivitätsverbesserungen oder auch eine höhere Transparenz im Auftragsfortschritt. Hierbei unterstützen Software-Lösungen, so genannte \“Manufacturing Execution Systems\“, kurz \“MES\“ genannt, die produzierenden Unternehmen. Im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad und die Verbreitung von MES-Lösungen gibt es bei Industrieanwendern große Unterschiede: Einige Firmen setzen MES bereits seit geraumer Zeit ein und erzielen z.T. beachtliche Erfolge: \“Wir haben zunächst die elektronische Laufkarte eingeführt und unsere Stammdaten überarbeitet. Nach der Software-Einführung konnten wir unsere Durchlaufzeiten erheblich verkürzen und haben nun die erforderliche hohe Transparenz über den gesamten Produktionsprozess erzielt\“, erläutert der Logistikleiter eines Unternehmens aus der Stahlbranche. Die Mehrzahl der Anwender kann MES jedoch offensichtlich noch nicht einordnen. So äußert sich z.B. der Produktionsleiter eines mittelständischen Anlagenbauers eher skeptisch: \“Wir sind auf das Thema gestoßen, doch der Nutzen für uns ist noch unklar.\“ Hier setzt die Potenzialstudie an. Die Auswertung von gut 100 Rückmeldungen zeigt erste Trends: Lediglich 20 Prozent der Teilnehmer haben den Begriff noch nicht gehört, während immerhin ca. 40 Prozent angeben, den Begriff gut erklären zu können. Doch nicht nur der Begriff, sondern auch der konkrete Einsatz von MES-Lösungen ist auf dem Vormarsch: Immerhin setzen mittlerweile mehr als 30 Prozent eine MES-Lösung ein, weitere 17% planen in absehbarer Zeit die Einführung. Welchen Nutzen versprechen sich Anwender von MES-Lösungen?
Erste Trends aus der Potenzialstudie: MES – das unbekannte Modewort?
Die gemeinsam vom Fraunhofer IPA und der Trovarit AG durchgeführte Potenzialstudie
untersucht Bekanntheitsgrad, Nutzenpotenziale sowie Umsetzungsbreite von MES-Software-Lösungen in der Industrie. Basis für die Studie ist eine Befragung unter Industrieanwendern, die seit Anfang Dezember 2005 läuft und voraussichtlich Ende Mai abgeschloss
Fraunhofer-Institut f. Arbeitswirtschaft
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