Miele hat ein Steuerverfahren entwickelt, das den Wasserfüllstand in der Trommel über einen Niederdrucksensor regelt. Der Sensor misst den Wasserzulauf nahtlos und ermittelt gleichzeitig die Schaumbildung. Mit dieser Methode lässt sich die Wassermenge exakt nach tatsächlichem Bedarf und nicht nach vordefiniertem Wert dosieren. Diese Innovation stellt entsprechende Anforderungen an die produktionsbegleitenden Testverfahren. Die für die Fertigung der Waschmaschinen notwendigen Prüfstände baut Miele in seinem Hauptwerk im ostwestfälischen Gütersloh. Deren wichtigste Aufgabe schultert der High-Speed Controller CPC3000 von Wika: Die Kalibrierung des Sensors muss mit der kurzen Taktzeit der Fertigungslinie harmonieren. Komplette Kontrolle in einer Minute Die Spanne ist kurz. Sämtliche elektronischen Bauteile einer Platine müssen binnen einer Minute komplett kontrolliert sein. Bei der Sensor-Einstellung finden fünf Druckwechsel mit einer Beaufschlagung von 0 bis 100mbar statt. Für jeden Prüfpunkt benötigt der CPC3000 etwa fünf Sekunden. Ein herkömmlicher Controller bräuchte dafür die vierfache Zeit. Die Kalibrierung des Sensors allein würde damit fast doppelt so lange dauern wie die von Miele veranschlagte Zeit für den kompletten Platinentest. Den gesamten Prüfvorgang vollziehen die Miele-Ingenieure am PC. Der CPC300, ob als Tischgerät oder in ein 19\‘ Rack integriert, wird dabei über eine USB-Schnittstelle angesprochen. Dass der High-Speed Controller trotz der extremen Regelgeschwindigkeit präzise arbeitet, liegt vor allem an der von Wika patentierten Ventiltechnik. Ein- und Auslassnadel bestehen aus einer flexiblen und dennoch sehr harten Keramik. Das Material ist gegen die Wärme, die bei den hohen Druckschüben erzeugt wird, unempfindlich. Es verhindert so einen Temperatureffekt, wie er zwangsläufig bei einem Magnetventil auftreten würde. Alle CPC3000, die bei Miele im Einsatz sind, arbeiten mit einer Genauigkeit von 0,025% FS. Intelligente Aufbereitung des Sensorsignals Wika stellt mittlerweile auch eine Ausführung mit IntelliScale (IS) zur Verfügung. Hierbei wird der Messbereich zweigeteilt: Im oberen Teil bezieht sich die Unsicherheit auf den Messwert, im unteren Teil ist es ein Festfehler. Diese intelligente Aufbereitung des Sensorsignals gewährleistet eine Genauigkeit von 0,025% IS-50. Für die vollautomatische Handhabung des Controllers, zum Beispiel vom Leitstand aus, bedarf es eines digitalen Prüflings wie des Niederdrucksensors bei Miele. Der CPC3000 eignet sich dennoch zur Kontrolle mechanischer Geräte. Die erforderlichen Prüfwerte lassen sich vorab über Touchscreen und eine der drei Eingabefunktionen ins Hauptmenü einspeisen, und das Gerät fährt sie automatisch an. Das erleichtert die Arbeit des Bedieners. Zwar stellt die Anschaffung eines CPC3000 eine nicht geringe Investition dar. Sie kann sich aber relativ kurzfristig rentieren, weil der Anwender Referenzgeräte einspart und die Kosten für die Re-Kalibrierung reduziert. Druckcontroller für hohe Stückzahlen Der \’3000er\‘ eignet sich für alle Applikationen, bei denen hohe Stückzahlen und einfache Genauigkeit gefragt sind. Er wird vornehmlich eingesetzt bei digitalen Drucksensoren in der Automotive-Industrie, bei der Produktion von Lowcost-Sensoren und -Druckmessumformern – und eben auch bei der Herstellung von Hightech-Waschmaschinen. Als Wikas erster High Speed-Druckcontroller ist der CPC3000 seit Anfang 2009 auf dem Markt. Bei dem Produkt handelt es sich um eine gemeinsame Entwicklung mit der amerikanischen Tochter Mensor. SPS/IPC/Drives 2011: Halle 7A, Stand 210
High Speed-Druckcontroller kalibriert Sensor für Waschmaschinen Wasserverbrauch fließend optimieren
Ein High Speed-Druckcontroller macht Tempo. Der CPC3000 von Wika kann – bei einer Genauigkeit von 0,025% FS – einen Druckwert in nur drei Sekunden anregeln. Seine Features sind auf Industrieanwendungen zugeschnitten, bei denen eine schnelle Druckbereitstellung erforderlich ist und eine einfachere Genauigkeit ausreicht. Was eher für die Automotive-Industrie konzipiert ist, bewährt sich auch bei der Herstellung von Haushaltsgeräten: Die Firma Miele nutzt den CPC3000 für die Elektronik-Kontrolle während der Produktion von Waschmaschinen, die ihren Füllstand über einen Drucksensor steuert.
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
-
Deutsche Elektroindustrie steigert Ausfuhren erneu
Die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im Juli um 11,9% gegenüber Vorjahr auf…
-
SSD, NVMe und Flash im Industrieeinsatz
Welche Speichertechnologie passt zu welcher Anwendung?
Mit wachsenden Datenmengen aus Sensorik, Bildverarbeitung, Condition Monitoring und KI steigen auch die Anforderungen an…
-
Anzeige
KI: Schneller zum SPS-Code
KI-unterstützte SPS-Programmierung eröffnet neue Möglichkeiten. Über das Model Context Protocol (MCP) greifen Sprachmodelle direkt auf…
-
Sichere Einzelstrahldaten für Materialflussanwendungen
Sicherheitslichtgitter kommuniziert über IO-Link Safety
PSENopt II Advanced ist nach Angaben von Pilz das weltweit erste Sicherheitslichtgitter mit IO-Link-Safety-Anbindung.
-
Rückblick: Autodesk University 2026
Auf der Autodesk University 2026 zeigte Autodesk, wie Betriebsdaten, digitale Zwillinge, Prozesssimulation und mobile Wartungsabläufe…
-
Zustandsüberwachung im Kompressorraum zum Nachrüsten
Druckluft mit Durchblick
Im Untergeschoss von Nass Magnet Hungária Kft. versorgt ein Kompressorraum die Produktion zentral mit Druckluft.…
das könnte sie auch interessieren
-
Sichere Einzelstrahldaten für Materialflussanwendungen
Sicherheitslichtgitter kommuniziert über IO-Link Safety

















