Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Oszilloskops ist die Bandbreite. Sie ist das Maß für die grundlegende Fähigkeit zur Signalmessung. Hochfrequente Änderungen lassen sich ohne die passende Brandbreite nicht auflösen, und es treten negative Randerscheinungen auf. Die Amplitude wäre verzehrrt, Flanken würden verschwinden und wichtige Details gingen verloren. Hat man eine hohe Bandbreite, ist auch die Genauigkeit der Wiedergabe des zu untersuchenden Signals höher. Die in der Marktübersicht aufgeführten Oszilloskope besitzen Bandbreiten zwischen einigen MHz und reichen bis in den zweistelligen GHz-Bereich. Daneben ist bei der Auswahl des geeigneten Oszilloskops auch die Abtastrate wichtig. Mit einer höheren Abtastrate kann das Signal exakter erfasst werden. Die Geräte besitzen heute Abtastraten von wenigen Mega-Abtastungen pro Sekunde bis zu mehreren 10.000 Giga-Abtastungen pro Sekunde. Des Weiteren sollte man bei der Auswahl darauf achten, dass das Gerät ergänzende Erfassungs- und Analysefunktionen besitzt. Zu guter Letzt spielt der Preis eine gewichtige Rolle bei der Entscheidung. Funktionsweisen Als Anzeigegerät dient bei den klassischen Oszilloskopen eine Elektronenstrahlröhre. Die zu messende Spannung wird über einen einstellbaren analogen Verstärker auf den Bildschirm projiziert. Die Zeitbasis wird ebenfalls auf analoger Basis gewonnen. Die Strahlröhre ist auch das Hauptbauteil bei dieser Art von Oszilloskop und hat einige Nachteile wie z.B. Randunschärfe oder Unlinearitäten. Bei den Kombigeräten (Analog/Digital-Oszilloskop) werden die analogen Signale mehrfach nach festen Zeitabschnitten abgetastet und in einen digitalen Wert umgewandelt. Das digitale Abbild des analogen Signals entsteht durch eine Vielzahl dieser Abtastwerte. Der gewandelte Wert wird im Speicher abgelegt, wieder ausgelesen, zurückgewandelt und der Röhre elektrisch angepasst. So ist es möglich, langsame Signale als geschlossene Signalform darzustellen und das digitalisierte Signal noch auszuwerten, obwohl die Quelle nicht mehr anliegt. Bei rein digitalen Oszilloskopen ist nur der Weg vom Eingang zum A/D-Wandler analog, der Rest der Signalverarbeitung erfolgt rein digital. Als Anzeigeeinheit werden hier Bildröhren, wie sie von dem PC-Monitor bekannt sind, und LCD-Anzeigen eingesetzt. Einige Varianten besitzen einen Touchscreen-Bildschirm. Dies bringt neben der Bedienfreundlichkeit noch einen Vorteil mit sich: Es lässt sich eine größere Anzahl an Informationen auf dem Bildschirm darstellen, was die Auswertung der Ergebnisse verbessert. (hsc)
Marktübersicht: Oszilloskope
Die Ausführungen der Oszilloskope reichen von klassischen analogen Modellen bis zu kompakten, digitalen Handgeräten. Die digitalen Oszilloskope haben den Vorteil, dass die Daten auch nach einer Messung zur Verfügung stehen. Ebenso gestaltet sich die Übertragung auf den PC mit diesen Geräten unkomplizierter. Beliebt sind die universell einsetzbaren Analog/Digital-Oszilloskope.
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