Besondere Einsatzbedingungen bestehen z.B. in der Lebensmittelindustrie, wo Steckverbinder einer Hochdruckreinigung standhalten müssen oder im \’vor-der-Tür\‘-Bereich, wie auf See bei Windkraftanlagen, wo Salznebelbeständigkeit gefragt ist. Nicht wenige Steckverbinder sind daher auch mit Schutzarten höher als IP65 gekennzeichnet. Die Bezeichnungen lauten dann z.B. IP67, IP68 oder IP69K und beinhalten den Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen, gegen dauerndes Untertauchen oder gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung. Zum Teil erhalten die Schutzarten noch Ergänzungen z.B. \’IP68 bei 3m, 2h\‘, sodass man weiß, das der Steckverbinder zwei Stunden in drei Metern Wassertiefe überstanden hat. Gefragt sind hier stabile, dichte Gehäuse, die vor eindringender Feuchtigkeit schützen. Eigenschaften wie die Salznebelbeständigkeit kommen hingegen in der Schutzartbezeichnung nicht zum Ausdruck. Hier sind spezielle Labortests erforderlich, in denen die unterschiedlichen Gehäusekomponenten der Steckverbinder ihre Korrosionsbeständigkeit über einen längeren Zeitraum in einer Salznebelatmosphäre zeigen müssen. Neben der robusten Gehäusegestaltung gibt es weitere Anforderungen an die Steckverbinder. Hohe Datenübertragungsraten sind z.B. bei Feldbus- und industriellen Ethernet-Verbindungen gefordert, was sich in der angepassten Anordnung der Kontakte, der Schirmung von Leitungen oder dem Wechsel von metallischen Leitern zu Glasfaser- bzw. Kunststoffleitern niederschlägt. Weitere Vorteile bieten modulare Steckverbinder, die den flexiblen Aufbau zulassen. (ghl)
Marktübersicht: Steckverbinder ab IP65
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