Um diese Frage zu beantworten schauen wir uns dazu zunächst einmal genauer an, was im Internet möglich ist. Der Client entspricht dem Internet-Browser, mit dem man alle im Internet angebotenen Seiten erreichen kann. Diese Seiten werden von einem Webserver unter einer Internetadresse zur Verfügung gestellt. Der Browser auf dem Arbeitsplatz PC verbindet sich über das Netzwerk mit einem dieser Webserver und man kann die angebotenen Inhalte lesen. Über Hyperlinks kann dabei von einer Webseite zu einer anderen Webseite verwiesen werden. Weitere Unterstützung erhält der Benutzer über Suchmaschinen und Internetverzeichnisse, mit deren Hilfe die gewünschten Informationen gefunden werden können. In letzter Zeit wird nun mit dieser Technik auch versucht Prozessvisualisierungen zu realisieren: Über Asynchronous JavaScript and XML (Ajax) werden die sonst eher statischen Seiteninhalte dynamisch verändert. Allerdings kann diese auch mit \’Web 2.0\‘ bezeichnete Technik nur relativ langsame Veränderungen visualisieren. Um die Handhabung von Ajax zu verbessern befinden sich unterstützende Werkzeuge in der Entwicklung, wie etwa das \’Google Web Toolkit\‘ (code.google.com. In dem Projekt pvbrowser.org gehen die Entwickler einen anderen Weg, der explizit auf die Anforderungen dynamischer Prozessvisualisierungen auch für schnelle Prozesse zugeschnitten ist. Dabei behalten sie das Grundprinzip von Client und Server bei, sodass die schließliche Benutzung einer Visualisierung nicht schwerer ist, als surfen auf einer Internetseite. Dazu wird kein auf HTML basierender Internet Browser, sondern ein eigens dafür entwickelter Browser verwendet, der über ein verbindungsorientiertes Protokoll auf Transportebene von TCP/IP arbeitet. Damit werden einige der Probleme mit dem verbindungslosen http umgangen. Der Browser ist in C++ geschrieben und arbeitet mit Widgets der Qt-Bibliothek von Nokia/Trolltech, die es ermöglicht, Anwendungen zu schreiben, die auf allen gängigen Betriebssystemen laufen – es muss nur ein Sourcecode gepflegt werden. Daraus lassen sich native Anwendungen für Linux/Unix/Windows und OS-X erstellen. Das pvbrowser eigene Protokoll übermittelt einfach Texte über die Netzwerkverbindung, die jeweils mit einem Zeilenvorschub abgeschlossen werden. Die Texte, die vom Server verschickt werden, werden im Browser in Aufrufe der Qt Bibliothek umgesetzt. Wenn der Benutzer Eingaben tätigt, werden in der Gegenrichtung Texte mit den Ereignissen gesendet, die am Server in einer Ereignisschleife verarbeitet werden. Der Programmierer der Prozessvisualisierung muss sich dabei nicht mit diesen Texten befassen, es steht ihm stattdessen eine entsprechende Programmierschnittstelle zur Verfügung. Der pvbrowser auf den Client Computern entspricht einem Webbrowser und bedarf keiner Anpassung für einzelne Visualisierungen. Die Server für pvbrowser werden mit Hilfe einer integrierten Entwicklungsumgebung erstellt (pvdevelop). Diese Entwicklungsumgebung erstellt und pflegt das Gerüst des Servers und ermöglicht die graphische Gestaltung der Oberfläche der einzelnen zur Prozessvisualisierung gehörenden Masken, sodass dieser Entwurf so einfach wie Internetseitengestaltung mit FrontPage, Dreamweaver oder ähnlichen Tools wird. Der Programmierer der Visualisierung braucht schließlich nur noch die eintreffenden Ereignisse in den vorgegebenen #slot#-Funktionen zu behandeln, was etwa so schwer ist, wie die Programmierung von Webseiten mit PHP. Ein Server benötigt nur die mitgelieferten Bibliotheken. Qt ist für den Server nicht notwendig, weshalb ein solcher pvserver auf jedem System laufen kann, das C/C++ unterstützt und über eine Netzwerkschnittstelle verfügt (Linux/ Unix/Windows/OS-X und OpenVMS). Die pvserver können also in der Anlage verteilt sein und über Hyperlinks kann der Benutzer von einer Visualisierung auf die nächste springen. Bei einer Visualisierung spielen Messungen an Sensoren, Schalter und sonstigen Daten, die z.B. über (Feld-)Busse empfangen bzw. versendet werden können eine wichtige Rolle. Die Daten des zu überwachenden Prozesses werden dabei über separate Programme erfasst, die im Hintergrund laufen. Mit Hilfe eines \’Shared Memory\‘ und einer \’Mailbox\‘ tauscht ein solcher Hintergrundprozess (daemon) die Prozessdaten mit dem pvserver der Prozessvisualisierung aus. Der daemon \’spricht\‘ das Protokoll der SPS oder des Feldbussystems und legt die zyklisch gelesenen Prozessdaten in dem Shared Memory ab. Ebenso sendet er über die Mailbox Ausgaben an die SPS oder das Feldbussystem. Durch die Trennung von pvserver und daemon zur Datenerfassung lassen sich beliebige Protokolle in pvbrowser integrieren. Von Hause aus werden von pvbrowser viele gängige SPS- und Feldbus-Protokolle unterstützt, d.h. dass übliche daemons schon vorhanden sind und nicht selber programmiert werden müssen. Man kann neue Protokolle aber auch sehr einfach nach diesem Prinzip nachrüsten. Fazit Mit pvbrowser kann man hoch dynamische Prozessvisualisierungen realisieren, die nach dem Client/Server Prinzip über das Netzwerk (Intranet oder Internet) arbeiten. Dabei kann man, wie vom
Open Source: Visualisierung großer verteilter Anlangen mit pvbrowser
-
Ifo-Umfrage
Unternehmen erwarten eher sinkende Löhne durch KI-Einsatz
Viele Unternehmen in Deutschland erwarten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eher sinkende Löhne in den nächsten fünf Jahren.
-
Zur Modernisierung von Werkzeugmaschinen
Bügelclips für Energieketten
Wollen Konstrukteure von Werkzeugmaschinen bei einer Modernisierung größere Schläuche einsetzen, erfordert das häufig den teuren Austausch der Energiekette.
-
Mit 8-poligem M12-Anschluss
Not-Halt-Schalter
Georg Schlegel erweitert seine Baureihe Shortron Connect um drei neue Not-Halt-Geräte mit 8-poligen M12-Anschluss.
-
Schlüsselkomponente für IEC61800-5-2-konforme Antriebssysteme Sicherheitszertifizierte Drehgeber
Funktionale Sicherheit im Maschinenbau beginnt nicht im Antrieb, sondern am Sensor.
-
Für Rechenzentren, Edge-Umgebungen und Enterprise-IT
Gemanagte Rack-Stromverteilung
Panduit gibt den Produktlaunch der ES2P Power Distribution Unit bekannt, eine gemanagte Rack-PDU, die mit Energieintelligenz für moderne Compute-Umgebungen konzipiert ist.
-
Auch Importe gestiegen
Exporte im Juni lagen bei +0,9%
Im Juni sind die deutschen Exporte gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,9%…
-
Neue Automation-Einheit bei Siemens
Rainer Brehm übernimmt Leitung
Siemens stärkt sein Automatisierungsgeschäft und bündelt dazu die bisher vier Geschäftsbereiche in einer…
-
Steuerungstechnik
SPS ermöglicht dezentrale Echtzeitkommunikation über CAN UDS
Die Arcon-SPS ist eine IEC61131-kompatible Steuerung für räumlich verteilte Automatisierungssysteme.
-
Inlandsbestellungen ziehen kräftig an
Elektroindustrie mit Auftragsplus zur Jahresmitte
Im Juni verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Plus von 13,3% gegenüber dem Vorjahr…
-
Physical-AI an der Edge
Das applikationsfertige Modul aReady.COM Conga-HPC/cRX1 mit AMD Ryzen AI Embedded X100 Series Prozessoren…
-
… den aktiven Verteilern und Passivverteilern von Bihl+Wiedemann?
Unter dem Titel ‚Sichere Sache‘ stellte Bihl+Wiedemann in der Titelstory der Ausgabe 7/2016…
-
Geschäftsführerwechsel bei Alphitan
Alphitan gibt im 25. Jubiläumsjahr der deutschen Tochtergesellschaft Antecs einen Wechsel bekannt: Geschäftsführer…
-
Neue Fachmesse: All About Electronic Solutions
Mit der All About Electronic Solutions startet Easyfairs eine neue Messereihe.
-
Industrie-PC
19-Zoll-Industrie-PC lässt sich flexibel für die Anwendung konfigurieren
ICO Innovative Computer bietet mit dem Controlmaster 1785 einen konfigurierbaren 19“-Industrie-PC für leistungsintensive…
-
Industrielle Kommunikation
Mobilfunkmodule bringen 4G und 5G auf den Raspberry Pi
Spectra erweitert mit der Calyx Embedded Modul Serie Raspberry Pi 4 und Raspberry…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Neuer Muttertyp sorgt für mehr Leistung
Bosch Rexroth erweitert die Performance Line seiner Kugelgewindetriebe um eine Lösung für vertikale…
-
Flexible Ethercat-Architektur
Der duale Ansatz von Dunkermotoren bei der Ethercat-Architektur ermöglicht es OEMs, die Antriebsarchitektur…
-
Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau: Positive Momentaufnahme, geprägt durch das Auslandsgeschäft
Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau können in Summe auf ein leicht positives…
-
Marktstart für multivariable Steuerung
Mit der Steuerung MultiControl II Einzel/Parallel von Rose+Krieger können Anwender bis zu zwei…
-
Drahtlose Integration von AGV und Robotik
Die Produktfamilie von Modibus zur Vernetzung von Maschinen- und Anlagensteuerungen ermöglicht die Fernwartung…
-
Einfache Sensor-Integration in Fanuc CNC-Systeme
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio der digitalen MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle…
-
Cybersecurity
IEC62443-Zertifizierung bestätigt Reifegrad ML3 für sichere Entwicklung
Softing Industrial hat seine Zertifizierung nach IEC62443-4-1:2018 durch TÜV Süd erneuert und erstmals…
-
Druckausgleichselemente mit Spezialmembranen
Kaiser stellt mit Agro ein hochrobustes, aus rostfreiem Stahl A4 (V4A) gefertigtes Druckausgleichselement…
















