Die Komplexität der Produktion macht die computergestützte Planung und Steuerung in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie unerlässlich. Voneinander abhängige, aber weit verzweigte und unüberschaubare Produktionsbereiche, unzählige Materialien, die bewegt werden müssen, sowie eine große Zahl an Produktionsvorgängen lassen sich allein über das Papier nicht mehr bewältigen. Zudem ist die Rückverfolgbarkeit aufgrund der verschärften Produkthaftungsgesetze ein wichtiges Thema. Industriecomputer in IP65 Setzt man den robusten Industriecomputer in der Fabrikhalle ein, kann man an jedem Arbeitsplatz Maschinendaten zur Produktionsplanung und -steuerung erfassen (Bild 1). Das bietet den Vorteil, dass der IPC aufgrund der Verkapselung mit schwierigen Umgebungen zurechtkommt, was für maschinennahe Datenerfassungssysteme unerlässlich ist. Erschütterungen und Stöße dürfen dem Gerät ebenso wenig anhaben wie hohe Staubbelastung und Feuchtigkeit. Bei dem Automobilzulieferer Intier arbeitet der T15-PC65 von tci als Maschinenbedienterminal in der Steuerung der Produktionsabläufe (Bild 2). Das Terminal ist in eine Client-Server-Architektur eingebunden und wird als Terminal-Emulation auf Linux-Basis eingesetzt, die für Intier entwickelt wurde. Das Industrieterminal verzichtet aufgrund der Flashdisk auf eine rotierende Festplatte und damit auf mechanische Verschleißteile. So kann es lüfterlos in einem rundum geschlossenen Aluminiumgehäuse eingesetzt werden. Das vermindert die Störanfälligkeit. Die CPU-Leistung ist bis zu Intel Pentium M und 1,2GHz aufrüstbar. Das erhöht die Langzeitlieferbarkeit, da über mehrere Prozessorgenerationen nur die entsprechende Baugruppe ausgetauscht werden muss. Flexible Bedienelemente Das rundum geschlossene Terminal entspricht Schutzklasse IP65 und ist damit staub- und spritzwassergeschützt. Neben Linux kann es auch mit Windows CE.net und Windows XP Embedded ausgestattet werden. Die Betriebssysteme haben genügend Platz auf der FlashDisk. Die Embedded Software ermöglicht schnelle Starts oder Reboots bei produktionsbedingten Stopps und verhält sich bei Spannungsausfällen robuster als klassische Betriebssysteme. Zudem lassen sich alle benötigten Anwendungen nahtlos in das System integrieren, so dass mögliche Fehlerquellen vermieden werden können. Ausgestattet mit einem 15\“-TFT kann es als Thin Client, Web- oder als SPS-Bedienterminal in schwierigen Umgebungen eingesetzt werden. Des Weiteren bietet das Maschinenbedienterminal die Möglichkeit der flexiblen Gestaltung der Bedienelemente auf der Grundplatte, um anwendungsspezifschen Anforderungen gerecht zu werden (Bild 3). Das Aluminiumgehäuse mit gefräster Front hat eine Tiefe von 105mm und kann für hohe hygienische Anforderungen, wie sie beispielsweise in der Lebensmittelindustrie gegeben sind, in Edelstahl gefertigt werden. Die Dateneingabe erfolgt über eine Folientastatur mit Glidepad. Optional ist der T15-PC65 mit Touch ausrüstbar. Durch einen Anschluss für ein rundum geschlossenes, industriegerechtes Tragarmsystem bietet er unterschiedliche Montagemöglichkeiten. Optimierung bei Intier Bei dem Automobilzulieferer Intier sorgt das Maschinenbedienterminal von tci mit der eigens entwickelten Software für kurze Rüst- und Nebenzeiten. Die Fertigung erfolgt bei Intier sowohl in Sequenz (JIS) als auch in Serie/ Block. Die Automobilbauteile werden sofort nach Produktion ausgeliefert, wodurch Lagerhaltung fast vermieden werden kann. Die Modulträger sind dabei so konzipiert, dass Automobilteile wie Cockpits sofort nach Auslieferung von den Automobilherstellern weiterverbaut werden können. Heute sind schon 30 der Bedienterminals bei Intier im Einsatz. Geplant ist die Aufrüstung auf insgesamt 60 Stück. Produziert werden am Standort Instrumententafeln, Mittelkonsolen, Kleinteile und Säulenverkleidungen für namhafte Autohersteller wie Audi und BMW. \“Durch den Einsatz der Terminals konnten wir die Zettelwirtschaft abschaffen und die Produktion verbessern. Unsere Werker haben die Umstellung gut angenommen\“, sagt Peter Deschl, Leiter EDV und Organisation bei Intier. Das einzige Papier, das heute noch verwendet wird, sind Barcode-Etiketten, die zur Kennzahlenerfassung durch externe, an die Terminals angeschlossene Barcode-Scanner abgelesen werden. Der Barcode-Scanner lässt sich aber auch, wie weitere Lesegeräte (RFID, Fingerprint-Sensor), in das tci-Industrieterminal integrieren. Die Technologien, die bei Intier zum Einsatz kommen, sind Slushhaut (PVC/ TPU), Spritzguss, Schäumen, Hinterschäumen (Kunststoff/Textil/ Leder), Beschnitttechnik (Laser, Stanzen, Fräsen), Ultraschallschweißen und Montage. Kompetenzen hat sich der Automobilzulieferer auf dem Gebiet der Cockpit-Produktion erworben, weshalb er innerhalb der Intier-Gruppe den Part des \’Center of Competence (COC) – Cockpit\‘ einnimmt. Nahtlose Rückverfolgbarkeit
Papierlose Produktion: Industrie-PC als MDE-Terminal
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