Mit Klicks wird nicht programmiert wie im herkömmlichen Sinne. Vielmehr wird die Anwendung komplett aus vorgefertigten Anweisungen per Mausklick erstellt. Syntaxfehler gehören damit der Vergangenheit an. Eine zentrale Aufgabe bei der Automatisierung von Prüfständen ist neben der Auswahl passender Sensoren und Aktoren die Erstellung der speziellen Anwendungssoftware. Zu diesem Zwecke beschäftigen Unternehmen und Prüflabors speziell ausgebildete Informatiker oder Ingenieure, oder diese Dienstleistungen werden eingekauft. Hierbei werden zur Umsetzung der Prüfaufgabe vielfach objektorientierte Hochsprachen eingesetzt. Neben dem speziellen Fachwissen, das für die Erstellung einer Anwendung mit einer Hochsprache notwendig ist, sind diese Lösungen in der Regel auch zeit- und kostenintensiv. Die Pflege und Wartung solcher Lösungen sind erfahrungsgemäß ebenfalls sehr aufwendig, wenn überhaupt möglich. Umfassendes Entwicklungssystem Mit ProfiSignal Klicks stellt Delphin Technology AG den Anwendern aus der Mess- und Prüftechnik eine praxisgerechte Alternative zur Verfügung, um Ablaufsteuerungen und Schrittketten für Prüfstände und Versuche zu programmieren. Wesentliche Merkmale bei diesem Entwicklungssystem sind die grafische Bedienung, die schnelle Erlernbarkeit und die einfache Programmpflege. ProfiSignal stellt eine Gesamtlösung dar, mit der umfassende Anwendungen einfach erstellt werden können – von der Prüflingskonditionierung, über die Messwerterfassung und Automatisierung bis hin zur automatisiserten Auswertung und Ausgabe der prüflingsrelevanten Daten in einem Report. ProfiSignal ist ein Entwicklungssystem, das in Baugruppen strukturiert ist. Der DataService erfasst und speichert die Mess- und Steuerwerte vom sowie zum Prozess und stellt sie der ProfiSignal-Anwendung On- und Offline zur Verfügung. Hierbei stehen neben den Treibern für die Delphin-Hardware auch OPC-Server/Client, Modbus TCP und weitere Treiber zur Verfügung. Die wesentlichen ProfiSignal-Baugruppen sind die Parameter und Rezepteingaben, die Messdatenerfassung und Analyse, die Bedien- und Beobachtungsschaubilder sowie der Report. Die Automatisierung, sowohl des Prüfprozesses als auch der Prüflingskonditionierung und der Auswertung, erfolgt im Strukturdiagramm mittels der Klicks-Programmierung. Im Gegensatz zu einer Hochsprachenprogrammierung sind diese Baugruppen weit vorbereitet. Von der Eingabe der Prüflingsparameter über den automatisierten Prüfablauf bis zum Prüfprotokoll und Bericht lassen sich mit ProfiSignal Klicks somit Prüfanwendungen einfach umsetzen und automatisieren. Vorteile der Programmierung Klicks-Programme werden im Strukturschaubild in Funktionsblöcke gegliedert. Die Programmierung des eigentlichen Codes erfolgt in den Einzelbausteinen des Strukturschaubildes. Dabei kommt ProfiSignal auch bei der Programmierung aufwendiger Lösungen mit einigen wenigen Bausteintypen aus. In den Bausteinen wird mit der eigentlichen Scriptsprache gearbeitet. Es kommt die Programmiertechnik \’Programming by Selection\‘ zum Einsatz. Daraus resultieren für den Anwender folgende Vorteile: – Vor der Programmierung wird ein Softwareprojekt visuell in Bausteine gegliedert und strukturiert. Von Beginn an wird so Übersichtlichkeit geschaffen. – Die Einarbeitung in Klicks ist schnell möglich. Kontextsensitiv werden nur die jeweils passenden Auswahlmöglichkeiten angeboten. – Die Syntax der Programmiersprache Klicks muss nicht erlernt werden, bevor mit der Pro- grammierung begonnen werden kann. Die Verwendung der Skriptsprache erschließt sich den Anwendern intuitiv. – Für die Programmierung reicht es, die Aufgabenstellung richtig zu formulieren. Durch die Verwendung von Skriptbefehlen im Klartext – wahlweise in Deutsch oder Englisch – werden Anweisungen einfach lesbar und verständlich. – Auf herstellerspezifische Programmiernotationen wird fast ganz verzichtet. Die Programmierung kann nach der Fertigstellung regelrecht wie eine Anleitung gelesen werden. – Klicks Anwendungen sind Update-fähig, z.B. beim Wechsel des Windows-Betriebssystems, aufwendige Anpassungen entfallen. – Durch die einfache Einarbeitung in ProfiSignal Klicks ist auch Programmpflege der speziellen Anwendung möglich – auch wenn man diese nicht selbst erstellt hat. Den Programmablauf gliedern Das Strukturdiagramm ermöglicht es, Teilprozesse zunächst in übersichtliche, grafische Einzelbausteine (z.B. Ablauf-, Parallel- und Ereignisbausteine) aufzuteilen bzw. zu strukturieren und später zu funktionalen Abläufen oder Prozessketten zusammenzufassen. Damit eignet sich das Strukturdiagramm als Werkzeug, um Prozessabläufe übersichtlich zu gestalten, zu planen und zu pflegen sowie anschließend die Bausteine programmieren zu können. Klicks bietet Ablaufbausteine, Ereignisbausteine und Parallelbausteine. Dabei enthält der Ablaufbaustein die Untertypen Start- und Endbaustein. Die fünf verschiedenen Bausteinvarianten erscheinen im Strukturdiagramm mit eigenen Symbolen und dienen als Container für den Programmtext. Das Anweisungsscript des jeweiligen Bausteins öffnet sich durch Mausklick auf das Baustein-Symbol. Bild 2 zeigt am Beispiel einer automatisierten Akkumulatorprüfung, wie Strukturdiagramme aufgebaut sind. Die Ablaufbausteine Parametereingabe, Entladung, Schreibe-Report und Warte werden dabei chronologisch abgearbeitet. Die Bausteine (Ladung, Stopp) agieren parallel zu den Ablaufbausteinen. Für den Anwender und Außenstehende erschließt sich die Struktur des Prozesses auf einen Blick. Durch diese hohe Transparenz vereinfacht sich die kontinuierliche Programmpflege. Ereignisbausteine werden durch Ereignisse angestoßen, die zu beliebiger Zeit im Prozessablauf auftreten können. Solche Ereignisse sind beispielweise eine Bedienerhandlung oder die Überschreitung eines Grenzwertes. Sobald das Ereignis eintritt, wird der Programmcode der Ereignisabläufe ausgeführt. Automatisierungssprache Klicks Die Automatisierungssprache Klicks unterscheidet sich von konventionellen Programmiersprachen, da sie ohne Eingabe eines Befehlssatzes auskommt. Ein Auswendiglernen oder das Nachschlagen von Befehlen entfällt. Durch \’Programming by Selection\‘ bedarf es lediglich der Auswahl von vorgeschlagenen Programmtexten. Dafür steht jeweils ein kontextsensitives Auswahlmenü zur Verfügung. Der im Bild 3 abgebildete Programmtext gleicht dem einer Hochsprache und scheint konventionell eingetippt, bleibt aber dennoch lesbar. In Wirklichkeit entstand er durch wenige Mausklicks. Mit dem Verzicht auf die Eingabe von Einzelzeichen können Syntaxfehler ausgeschlossen werden. Anwendungen Je nach individuellem Bedarf ist ProfiSignal als Entwicklungssystem oder als anwendungsspezifische Komplettlösung verfügbar. Sowohl einfache als auch komplexe Anwendungen können mit ProfiSignal realisiert werden. Beispielhaft ist ein Prüfstand für den Test von Kunststofftanks bei Kraftfahrzeugen oder ein Pumpenprüfstand. Im Mittelpunkt stehen zudem Lebensdauerprüfungen und Langzeittests unter Praxisbedingungen (z.B. von Dunstabzugshauben). Mit dem messtechnischen Komplettsystem von Delphin arbeitet z.B. das Applikationslabor eines namhaften Herstellers von Kältemaschinen. Ein großer Hersteller von Heizungsanlagen hat sein Prüffeld vollständig mit ProfiSignal modernisiert. Für die Ursachenanalyse bei Gasturbinen zur Stromerzeugung wird ebenfalls ProfiSignal eingesetzt.
ProfiSignal Klicks: Hochsprache für die Prüfstandautomatisierung
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Analogmodul für Fußschalter
ASA Schalttechnik erweitert sein Portfolio um ein Analogmodul für Fußschalteranwendungen.
-
Potentiometer
Präzisionspotentiometer individuell angepasst
Megatron bietet Präzisionspotentiometer für Anwendungen in Medizin-, Labor-, Industrie- und Messtechnik an und ergänzt sein Serienprogramm durch kundenspezifische Anpassungen.
-
Hima wächst in schwierigem Marktumfeld
Hima, Anbieter sicherheitsgerichteter Automatisierungslösungen, ist im Geschäftsjahr 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld gewachsen.
-
Deutsche Elektroexporte bleiben vorerst auf Wachstumskurs
Im April entwickelten sich die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie Monat weiter beschleunigt positiv: Sie stiegen um 9,5% gegenüber Vorjahr auf 22,0Mrd.€.
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Steckverbinder – Docking-Systeme
Erweiterte Docking-Lösungen für automatisierte Andockprozesse und hohe Steckzyklen
Odu bietet mit seinen Docking-Lösungen auf Basis der Odu-Mac Silver-Line eine modulare Schnittstellenplattform…
-
Neue Funktionen für Siemens KI-Agent
Siemens hat zwei neue Funktionen für den Eigen Engineering Agent, eine speziell für…
-
Antriebstechnik
Motor und Umrichter zu einer kompakten Antriebseinheit kombiniert
Mit Nordac Fusion stellt Nord Drivesystems ein integriertes Antriebssystem vor, das Motor und…
-
5G-Konnektivität für die Industrie
Mit der Aufnahme der 5G RedCap-Router von Teltonika erweitert Spectra das Portfolio um…
-
Linearführung für Extrembedingungen
Bosch Rexroth erweitert sein Portfolio an Kugelschienenführungen um den Führungswagen NRTVG für Anwendungen…
-
Prozessautomatisierung
Ethernet-APL-Switches verbinden bis zu zwölf Feldgeräte direkt mit dem Ethernet-Netzwerk
Phoenix Contact erweitert sein Ethernet-APL-Portfolio um zwei Managed-Switch-Varianten mit zwölf Ports für die…
-
Elektromechanischer Fügemodule
Kistler präsentiert elektromechanische Fügesysteme, die Messdaten mittels weiterentwickelter Telemetrie kabellos übertragen.
-
SE Tylose setzt auf SAP PM und Argvis als durchgängige CMMS-Plattform
Schluss mit Insellösungen in der Instandhaltung
Über 30.000 Aggregate, strenge GMP-Vorgaben und gewachsene IT-Strukturen: Die Instandhaltung bei SE Tylose…
-
Kreislaufwirtschaft in der Robotik
Ein zweites Leben für Industrieroboter
Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren von einem optionalen Zusatz zu einem…
-
Neue IO-Link-Komponenten bringen Innovationen in die Automation
Mehr Flexibilität auf den letzten Metern
IO-Link hat sich zum Standard-Installationssystem auf der untersten Feldebene entwickelt. Weltweit sind schon…
-
Zahl der Industriebeschäftigten auf Zehnjahrestief
Wie aus einer Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der…
-
Mehr Kraft für Linearantriebe
Stöber hat die Leistungsfähigkeit seiner Zahnstangengetriebe, einer Kombination aus den Planetengetrieben PH sowie…
-
Multiprotokoll-Schnittstelle für IO-Link-Master
Text:Der IO-Link Master AL1602 von IFM mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B)…
-
Webbasiertes Lifecycle-Management mit DevSecOps und KI-Unterstützung
Codehoheit in der Cloud
Wer Verpackungslinien betreibt oder baut, kennt das Problem: SPS von Hersteller A, Antriebe…
-
Omron stellt die Weichen bis 2030
Weniger Varianten, näher am Markt
Mit Shaping the Future 2030 richtet sich Omron strategisch neu aus: flexibler, regional…
-
Ganzheitliche Asset-Strategie statt isolierter Wartung
Predictive Maintenance über Systemgrenzen hinweg
Predictive Maintenance ist längst mehr als ein Trendthema der Instandhaltung. In vielen produzierenden…
-
IO-Link ist für IFM mehr als eine Schnittstelle – eine Strategie
Der lange Weg vom Sensor-Interface zum Ökosystem
Wenn Joachim Uffelmann, langjähriger IO-Link-Experte bei IFM Electronic, über die Sensorschnittstelle spricht, wird…
-
Wie Simulation die elektrische Auslegung und die Inbetriebnahme beschleunigt
Virtuell voraus
Die Simulation elektrischer Antriebe ist in der Antriebstechnik längst mehr als ein reines…
-
Kommunikationsfreudige Switches erleichtern die Modernisierung von Schaltanlagen
Weniger Kosten und Konfigurationsaufwand
Alle Unternehmen sind auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen – doch nur wenige verfügen…
















