Die Modine Wackersdorf GmbH bringt Innovationen auf dem Gebiet der Wärmeübertragung auf den Markt. Mit mehr als 2.000 Patenten bewältigt das seit 90 Jahren bestehende Unternehmen die aktuellen und künftigen Herausforderungen der Wärmeübertragung. Um die Lösungen zuverlässig und schnell in den Markt zu bringen, sind Fertigungs- und Logistikprozesse Just-in-Time und Just-in-Sequence notwendig. Praktisch, zuverlässig und wirtschaftlich muss die interne Logistik funktionieren. Produkte verlässlich liefern Die Modine Wackersdorf GmbH ist das Montagewerk des Unternehmens für Kühl- und Heizsysteme. Hier werden Kühlsysteme für die Automobilindustrie produziert, die vorwiegend bei der BMW Group ihren Einsatz finden. Um das stetig wachsende Auftragsvolumen und die hohen Anforderungen an die Produktvielfalt zu bewältigen, hat das Unternehmen die gesamte Produktion und Warenwirtschaft zusammen mit Hörmann Logistik neu konzeptioniert und in einem Neubau realisiert. Ziel war es natürlich, die Kundenanforderungen zu erfüllen und sie termingerecht zu beliefern. Transparenz in der Produktion sowie die Rückverfolgbarkeit eines jeden Produkt ist enorm wichtig. Auch bei schwankenden Kapazitäten will Modine flexibel sein, denn die 100%ige Produktions- und Liefersicherheit muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Automatisierungs- und Effizienzgrad Heute ist das Werk in Wackersdorf mit einer komplexen Intralogistik-Lösung von Hörmann Logistik strukturiert und realisiert. HiLIS, das intra Logistics System von Hörmann, verwaltet alle Lager- und Pufferbereiche, steuert die Kommissionierung und übernimmt mit seinem Modul \’Factory Control\‘ die gesamte Produktionssteuerung. Das System kann so für hohe Transparenz und Anlagenverfügbarkeit in allen Funktionsbereichen sorgen. Mit den Vor-gaben Soll-Warenausgangstermin und Sequenzkette wird das Werk so gesteuert, dass alle Kühlsysteme pünktlich und der Reihe nach ausgeliefert werden. Die speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) liefern die Informationen für die Maschinensteuerung der Regalbediengeräte und Fördertechniksysteme. Das HiLIS-Modul \’Warehouse Management System\‘ übernimmt die Lagerverwaltung, die Bestandsführung sowie die Auftragsabwicklung. Die Materialflusssteuerung koordiniert und verbessert die manuellen und automatischen Lager-, Förder- und Transportsysteme. Je nach betrieblichen Anforderungen können die Warenfluss-Ströme in den Funktionsbereichen individuell angepasst und zugeschnitten werden. Es ist möglich, einen globalen Transportauftrag in gewerkespezifische Teilaufträge zu zerlegen. Teil der Lösung ist auch zenon. Intralogistik mit zenon Die Software zenon von Copa-Data übernimmt bei Modine die Anlagenvisualisierung und bildet alle Funktionsbereiche der Intralogistik-Anlage in Echtzeit ab. Die ergonomische, grafische Darstellung in zenon unterstützt den Anwender mit Arbeitsdialogen. Die Software ist als Mehrplatz-System aufgesetzt und liefert an jeder Position einen umfassenden Überblick über die Anlage und die Anlagenzustände: Die Software liefert Detailinformationen an jedem Fördertechnik-Gerät (Regalbedienung, Querverteiler, Elektrohängebahn) und an jedem Lagerplatz – sei es in der Gittertechnik, der Palettenfördertechnik oder bei den Werkstückträgern oder im Hochregallager. Insgesamt sind es sieben Bedien- stationen (Server, redundanter Server, Web Server Pro mit fünf Lizenzen). Die Bediener und Instandhalter der Anlagen können so mit zenon zu jedem Zeitpunkt sehen und nachvollziehen, in welchen Gitterboxen und Palettenbehältern sich welche Einzelteile für die Kühler befinden oder welche Position sie im Hochregallager haben. Auch die Förderprozesse für die Weiterverarbeitung der Kühlerkomponenten stellt die Software übersichtlich dar: Aus dem Hochregallager gehen die Kühlerbestandteile über Elektrohängebahnen an die Arbeitsplätze der Werker, um sie auf den Werkstückträgern weiterzuverarbeiten und sie abschließend an die Prüfstellen und die Qualitätssicherung weiterzugeben. Anschließend laufen die geprüften Kühler in einen Sequenzpuffer, um sie in der vom Automobilhersteller gewünschten Reihenfolge zur Verfügung zu stellen. Zu jedem Zeitpunkt stehen die Kühlerdaten während der gesamten Lager- und Montageprozesse zur Verfügung. 13 speicherprogrammierbare Steuerungen (S7), die über TCP/IP gekoppelt sind, sind im Einsatz, ca. 22.000 Werte werden ausgelesen und in zenon weiterverarbeitet. Transponder sorgen für die Informationsweitergabe an den Elektrohängebahnen, Barcodes stellen den korrekten Datenaustausch an den Lastaufnahmemitteln sicher. Das Monitoring zenon leistet bei Modine auch ein umfangreiches System-Monitoring. Aufgrund des direkten Zugriffs auf die benötigten Informationen kann der Bediener oder der Instandhalter mögliche Systemfehler diagnostizieren und beseitigen. zenon zeigt auftretende Fehler und erfasst sie in einem zentralen Error-Logging. Die Statistik ermöglicht nicht nur eine detaillierte Fehleranalyse, sondern auch eine langfristige Auswertung der Trends. Alle Systeme können über ein VPN (Virtual Private Network) auch von einem entfernten Standort aus gewartet werden. Alle Informationen, die während der Logistik-Prozesse anfallen und aufgezeichnet werden, können auf Wunsch auch exportiert werden. Aufgrund der flexiblen Schnittstellen – in diesem Fall zur SAP-Software – kann HiLIS an bestehende ERP-Systeme angekoppelt werden. Auch die Anbindung der mobilen Geräte wie PDAs und Tablet PCs mit Touch-screens ist über W-LAN stets möglich. Der Bediener einer Anlage oder auch den Instandhalter sind mit Elektrofahrzeugen mit integrierten mobilen Rechnern ausgestattet. Laufen beispielsweise Störanzeigen auf, kann der Mitarbeiter schnell und direkt reagieren. Störungen können mit zenon direkt auf dem Display angezeigt und auf dem Touch Screen behoben werden. Alle Systeme greifen ineinander Die freie Parametrierbarkeit der Module bietet eine hohe Flexibilität und Abstimmung auf Geschäftsprozesse. Die redundant aufgebaute Hardware-Konstellation mit Cluster- und RAID-Technologien sowie die Softwarelösung basierend auf einem Windows-Betriebssystem ermöglichen eine hohe Systemleistung und Datensicherheit. Kasten: Durchgängige Prozesse In der Warenannahme werden die eintreffenden Teile der Lieferanten automatisch geprüft und über Fördertechnik sowie drei vollautomatische Regalbediengeräte in den Wareneingangspuffer eingelagert. Bedarfsgerecht stehen die Teile für die Kommissionierung bereit und können in den Produktionsablauf eingetaktet werden. Zentral gesteuerte Hängebahnfahrzeuge (HBF) fahren in zwei Kommissionsgassen ein, die Mitarbeiter bestücken sie via \’Pick-by-light-System\‘ mit den erforderlichen Einzelteilen. Bis zu drei Kühlsysteme können pro Gehänge kommissioniert werden. Die Hängebahn steuert einen der zehn Montageplätze an, wobei diese individuell oder auslastungsbezogen genutzt werden. Über RFID-Technik ist jedes Gehänge mit Inhalt identifizierbar und meldet dem Montageplatz den betreffenden Montageauftrag. Sind die Kühlsysteme fertig gestellt, werden die Daten auf einen Transponder am Werkstückträger geschrieben. Die Kühlsysteme laufen über Förderbahnen zu Prüfstationen. Fehlerhafte Kühler gehen direkt zu den Nachbearbeitungsplätzen. Nach erfolgreicher Prüfung sorgt das Logistik-System dafür, dass die Kühlsysteme typenrein in den Sequenzpuffer eingelagert werden. Gleichzeitig geht ein Prüfprotokoll als XML-Datei an zentrale Datenverwaltung. Nach kurzer Verweildauer ruft Modine die Kühlsysteme sequenzgerecht ab. Sie werden in den Kundenladungsträger eingehängt. Ein Verteilerwagen mit Stapelfunktion stellt die Ladungsträger dann auftragsbezogen in einer der Versandbahnen bereit.
Sichere Prozesse, verfügbare Anlagen, transparente Montage: Montage und Logistik integriert
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