Die Stadtwerke Itzehoe und die Stadtwerke Glückstadt versorgen mit den drei Wasserwerken Twietberge, Tonkuhle und Krempermoor die beiden Städte sowie weitere Umlandgemeinden mit sauberem Trinkwasser. Um auch zukünftig für die reibungslose Wasserversorgung gerüstet zu sein und dabei im Rahmen von Fernwartung, Diagnose, Datenanalyse und Messdatenerfassung schnell und effizient reagieren zu können, entschied man sich für eine grundlegende Modernisierung und Erneuerung der bisherigen Automatisierungstechnik. Wo bisher autarke und gewachsene Technikstrukturen der einzelnen Wasserwerke eingesetzt waren, sollte eine vereinheitlichte und vernetzte Gesamtlösung für mehr Servicequalität und Funktionszuverlässigkeit sorgen. Als Partner für die Ausarbeitung, Projektleitung und Realisierung dieses Zukunftskonzeptes beauftragten die Stadtwerke die Reinholz Software & Technology GmbH, ein Unternehmen für Automatisierungstechnik mit jahrelanger Erfahrung im Bereich Wasser und Abwasser. Das Anforderungsprofil der Umbau- und Automatisierungsvorhaben umfasste dabei ein Paket von vielfältigen Maßnahmen.
Strategie für moderne Strukturen
- Umrüstung von zwei Wasserwerken und einem Hochbehälter von S5 nach S7
- Aufbau einer modernen und zeitgemäßen Software-Struktur
- Implementierung eines Visualisierungssystems auf Basis von Bedienpanel vor Ort
- Aufsetzen einer übergeordneten und PC-basierten Scada-Applikation mit Datenprotokollierung von dokumentationspflichtigen Messdaten
- Wegfall der bestehenden Fernwirkanlage zum Datenaustausch zwischen den Wasserwerken, Unterstationen und der Netzleitstelle
- Vernetzung aller Wasserwerke und Stationen über das Singlemode-Glasfasernetzwerk der Stadtwerke Itzehoe
Blick auf Morgen
In vorausschauender Planung sollten der Software- und Hardware-Aufbau in jeder Hinsicht und auf jeder Ebene erweiterbar und anpassungsfähig sein. Oberstes Gebot während der Modernisierungsarbeiten war natürlich die reibungslose Trinkwasserversorgung: Der laufende Betrieb musste auch während der Inbetriebnahmezeiten gewährleistet sein.
Fließbilder sagen mehr als 1.000 Worte
Um die komplexen Zusammenhänge und den Prozessablauf greifbarer zu machen, erstellte Reinholz Fließbilder der einzelnen Wasserwerke und ein einheitliches, übergreifendes Anlagenkennzeichnungssystem. Hierauf basierend entwickelte und präsentierte das Reinholz-Team ihr Engineering-Konzept zum Aufbau der Netztopologie. In regelmäßigen Treffen zwischen den Stadtwerken, Reinholz und der beauftragten Firma für die Elektroinstallationsarbeiten konnte das Konzept diskutiert und weiter verbessert werden.
















